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Dr. med. Yael Adler gelingt es auf sympathisch-sachliche Weise, das schwierige und oft konfliktreiche Verhältnis zwischen Arzt und Patient zu beleuchten. Mit ihrem angenehm zugänglichen Schreibstil, humorvollen Anekdoten aus ihrem Berufsalltag und einem klaren Blick auf die Realität unseres Gesundheitssystems schafft sie eine echte Bereicherung für jeden, der sich mit dem Thema Kommunikation im medizinischen Kontext beschäftigen möchte. Das Buch geht sehr strukturiert vor: Zunächst wird die Beziehung zwischen Arzt und Patient fast schon wie eine Partnerschaft analysiert; mit all ihren Höhen und Tiefen. Dabei stellt Dr. Adler verschiedene Typen vor, die einem im Behandlungszimmer begegnen können. Auf der Arztseite gibt es zum Beispiel den Kittelträger, den Technikgläubigen oder den Narzissten. Auf der Patientenseite treffen wir den Ängstlichen, den Hypochonder oder den berüchtigten Dr. Google-Patienten. Hier fand ich es spannend, meinen eigenen Typus zu hinterfragen und dabei auch zu verstehen, wie Ärzte auf unterschiedliche Patiententypen reagieren. Besonders hilfreich fand ich die Kapitel, in denen Adler typische Kommunikationsfehler analysiert und konkrete Tipps gibt, wie man sich besser auf einen Arztbesuch vorbereiten kann. Sie zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Krankengeschichte kurz und prägnant darzustellen und welche Fragen man unbedingt stellen sollte, um Missverständnisse zu vermeiden. Dabei greift sie immer wieder auf humorvolle, aber auch nachdenkliche Fallgeschichten zurück, die sie entweder selbst erlebt oder von Kolleginnen, Kollegen und Patienten gehört hat. Das macht die Inhalte greifbar und lebendig. Ein weiteres Highlight des Buches ist Adlers kritischer, aber fairer Blick auf unser Gesundheitssystem. Sie lobt, was gut funktioniert, spart aber auch nicht mit Kritik an Missständen, die dringend reformiert werden müssten. Diese ehrliche Auseinandersetzung macht sie für mich nur noch sympathischer und glaubwüdiger; vor allem, weil sie sich dabei klar auf wissenschaftliche Fakten stützt. Fans von fragwürdigen Heilmethoden oder nicht evidenzbasierten Wundermittelchen könnten sich hier allerdings etwas angegriffen fühlen. Für mich persönlich unterstreichen Adlers Aussagen jedoch ihre Integrität und Seriosität als Ãrztin und Wissenschaftlerin. Das Buch ist voller kluger Empfehlungen, Denkanstöße und Infos, die in einer sehr zugänglichen und unterhaltsamen Form präsentiert werden. Die s/w-Zeichnungen lockern den Text zusätzlich auf, auch wenn es nicht die schönsten sind. Es ist keine schwere Kost; im Gegenteil: „Wir müssen reden, Frau Doktor“ liest sich auch entspannt nach einem langen Tag als Abendlektüre. Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: Manche Aussagen wiederholen sich hin und wieder, was das Leseerlebnis gelegentlich etwas redundant macht. Das schmälert aber keineswegs den Gesamteindruck. Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die mehr über Arzt-Patienten-Kommunikation erfahren möchten. Es hat mir nicht nur neue Einblicke gegeben, sondern auch ein paar Lacher beschert. Ich würde es am liebsten jedem Arzt und jeder Ãrztin ans Herz legen; und natürlich auch allen, die das nächste Gespräch mit ihrem Arzt entspannter und effektiver gestalten wollen. Ein rundum gelungenes Buch!
2. März 2025
Dr. med. Yael Adler gelingt es auf sympathisch-sachliche Weise, das schwierige und oft konfliktreiche Verhältnis zwischen Arzt und Patient zu beleuchten. Mit ihrem angenehm zugänglichen Schreibstil, humorvollen Anekdoten aus ihrem Berufsalltag und einem klaren Blick auf die Realität unseres Gesundheitssystems schafft sie eine echte Bereicherung für jeden, der sich mit dem Thema Kommunikation im medizinischen Kontext beschäftigen möchte. Das Buch geht sehr strukturiert vor: Zunächst wird die Beziehung zwischen Arzt und Patient fast schon wie eine Partnerschaft analysiert; mit all ihren Höhen und Tiefen. Dabei stellt Dr. Adler verschiedene Typen vor, die einem im Behandlungszimmer begegnen können. Auf der Arztseite gibt es zum Beispiel den Kittelträger, den Technikgläubigen oder den Narzissten. Auf der Patientenseite treffen wir den Ängstlichen, den Hypochonder oder den berüchtigten Dr. Google-Patienten. Hier fand ich es spannend, meinen eigenen Typus zu hinterfragen und dabei auch zu verstehen, wie Ärzte auf unterschiedliche Patiententypen reagieren. Besonders hilfreich fand ich die Kapitel, in denen Adler typische Kommunikationsfehler analysiert und konkrete Tipps gibt, wie man sich besser auf einen Arztbesuch vorbereiten kann. Sie zeigt, wie wichtig es ist, die eigene Krankengeschichte kurz und prägnant darzustellen und welche Fragen man unbedingt stellen sollte, um Missverständnisse zu vermeiden. Dabei greift sie immer wieder auf humorvolle, aber auch nachdenkliche Fallgeschichten zurück, die sie entweder selbst erlebt oder von Kolleginnen, Kollegen und Patienten gehört hat. Das macht die Inhalte greifbar und lebendig. Ein weiteres Highlight des Buches ist Adlers kritischer, aber fairer Blick auf unser Gesundheitssystem. Sie lobt, was gut funktioniert, spart aber auch nicht mit Kritik an Missständen, die dringend reformiert werden müssten. Diese ehrliche Auseinandersetzung macht sie für mich nur noch sympathischer und glaubwüdiger; vor allem, weil sie sich dabei klar auf wissenschaftliche Fakten stützt. Fans von fragwürdigen Heilmethoden oder nicht evidenzbasierten Wundermittelchen könnten sich hier allerdings etwas angegriffen fühlen. Für mich persönlich unterstreichen Adlers Aussagen jedoch ihre Integrität und Seriosität als Ãrztin und Wissenschaftlerin. Das Buch ist voller kluger Empfehlungen, Denkanstöße und Infos, die in einer sehr zugänglichen und unterhaltsamen Form präsentiert werden. Die s/w-Zeichnungen lockern den Text zusätzlich auf, auch wenn es nicht die schönsten sind. Es ist keine schwere Kost; im Gegenteil: „Wir müssen reden, Frau Doktor“ liest sich auch entspannt nach einem langen Tag als Abendlektüre. Einen Kritikpunkt gibt es dennoch: Manche Aussagen wiederholen sich hin und wieder, was das Leseerlebnis gelegentlich etwas redundant macht. Das schmälert aber keineswegs den Gesamteindruck. Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die mehr über Arzt-Patienten-Kommunikation erfahren möchten. Es hat mir nicht nur neue Einblicke gegeben, sondern auch ein paar Lacher beschert. Ich würde es am liebsten jedem Arzt und jeder Ãrztin ans Herz legen; und natürlich auch allen, die das nächste Gespräch mit ihrem Arzt entspannter und effektiver gestalten wollen. Ein rundum gelungenes Buch!
2. März 2025





