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Die Freiheit, frei zu sein

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Über das Buch

»Mein Thema heute, so fürchte ich, ist fast schon beschämend aktuell.« Was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns? Begreifen wir sie nur als die Abwesenheit von Furcht und von Zwängen, oder meint Freiheit nicht vielmehr auch, sich an gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, eine eigene politische Stimme zu haben, um von anderen gehört, erkannt und schließlich erinnert zu werden? Und: Haben wir diese Freiheit einfach, oder wer gibt sie uns, und kann man sie uns auch wieder wegnehmen? In diesem bisher auf Deutsch unveröffentlichten Essay zeichnet Hannah Arendt die historische Entwicklung des Freiheitsbegriffs nach. Dabei berücksichtigt sie insbesondere die Revolutionen in Frankreich und Amerika. Während die eine in eine Katastrophe mündete und zu einem Wendepunkt der Geschichte wurde, war die andere ein triumphaler Erfolg und blieb doch eine lokale Angelegenheit. Aber warum?

Editionen (2)

ISBN9783423434201
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum12.01.18
Seitenzahl72

Merkmale

1 Bewertungen

InformativMittelKomplexMinimalistischNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

85 Bewertungen

10 Rezensionen

3,7

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  • grueneninny
    grueneninny

    16 Follower

    4,5

    Sapere aude

    Wirklich sehr interessantes Essay, das mir den Blick auf Revolution und Freiheit nochmal (für mich) auf eine ganz andere Art und Weise beleuchtet. Gerade den Unterschied zwischen Befreiung und Freiheit und wie stark es sich bedingt, fand ich super spannend. Wahnsinnig kluge Frau und vieles von ihr kann auch in heutigen Konflikten beobachtet werden. Freiheit ist immer gefährdet, zugleich eröffnet sie aber auch immer Möglichkeiten.

    25. Jan. 2026

  • 5,0

    Ein Essay, welches immer noch und immer wieder brandaktuell ist. Revolutionen, die nicht die Freiheit des Menschen zur pol. Teilhabe und die Überwindung von Armut zum Ziel haben sind nichts anderes als Restaurationen despotischer Systeme und damit gescheitert.

    Hannah Arendt hat mit ihrem Essay "Die Freiheit, frei zu sein" einen Blick auf Revolutionen, ihren Ausgang und ihre Ziele geworfen. Die gescheiterte französische Revolution ist Muster für viele tiefgehende Analysen und vor allem einer zentralen These, nämlich dass Revolutionen wenn sie scheitern immer wieder in aufgeklärten Despotismus/Absolutismus münden und dem Ertsarren vom pol. Leben. Arendt als Kind ihrer Zeit erlebt viele Revolutionen in ihrer Lebens nähe und hatte vor allem das pol. Handeln der Menschen im Blick. Die Freiheit frei zu sein postuliert genau dies. Erst wenn jeder Mensch pol. Mitbestimmungsrechte hat, aktiv zur Teilnahme angehalten ist und mit wachem Auge auf die pol. Prozesse seiner Zeit schaut kann etwas neues entstehen. Sinnbildlich steht dafür das Bild der Geburt, welches Arendt als Zeichen, dass der Mensch der selbst von Geburt an Anfänger ist, im immer wieder neu anfangen und zu scheitern sieht. Revolutionen haben dann ein Ziel und Sinn, wenn sie etwas neues begründen, wenn sie frei machen zum politischen Handeln und Denken ohne Geländer. Es geht darum politische Verantwortung zu übernehmen. Es ist ein Plädoyer für aktive Wachsamkeit. Ein Hoffen darauf, dass es keine Restaurationen despotischer Systeme mehr gibt sondern die Fähigkeit des Menschen zum Neuanfang weg vom Pessimismus hin zum politischen Optimismus und Aktivismus führt.

    21. Mai 2024

  • jochenstein81
    jochenstein81

    71 Follower

    4,0

    Interessant und kurzweilig

    Zwischendurch darf es gerne auch mal was Anderes sein. Da ich dieses Jahr schon ein Buch von Hannah Arendt gelesen habe, habe ich als Einstieg wieder dieses Essay gewählt. Hat mir gefallen...

    3. Juli 2024

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Hannah Arendt

Hannah Arendt war eine der signifikanten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde 1906 in Hannover geboren und emigrierte 1933 zunächst nach Paris, 1941 dann mit ihrem Mann nach New York. Bis sie 1957 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt, war sie staatenlos. Nicht nur ihr Buch über den Eichmann-Prozess sorgte international für Furore. Arendt war Professorin an der Universität in Chicago und lehrte danach an der New School for Social Research in New York. Dort starb sie 1975.

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