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Das Ting

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Über das Buch

»Eine moderne Story über drohenden Autonomieverlust.« SZ Extra

Vier junge Visionäre gründen in Berlin ein Start-Up up und entwickeln zusammen eine App: das sogenannte Ting, das körperbezogene Daten seiner Nutzer sammelt, auswertet und auf dieser Grundlage Handlungsempfehlungen gibt.

Das Prinzip Ting überzeugt – die App schlägt ein wie eine Bombe. Getrieben vom Erfolg entwickelt Mitgründer Linus die Möglichkeiten immer weiter, sein eigenes Leben und das der User mithilfe des Ting zu optimieren. Doch um neue Investoren für die Firma zu gewinnen, sind er und sein Team bald gezwungen, sich auf ein gefährliches Spiel einzulassen: Sie verpflichten sich vertraglich, künftig unter allen Umständen jeder Empfehlung des Ting zu gehorchen – mit verheerenden Folgen.

Editionen (2)

ISBN9783423230254
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum19.02.21
Seitenzahl464

Rezensionen & Bewertungen

68 Bewertungen

15 Rezensionen

3,6

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  • fromme_helene
    fromme_helene

    116 Follower

    5,0

    Mega spannende und realistische Roman über die Entwicklung einer App zur Lebensoptimierung wie eine Mischung aus SciFi-Wissenschaftsthriller und Entwicklungsroman. Ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Habe ich anfangs die Protagonisten skeptisch und mit Abstand betrachtet, lag mir am Ende die Entwicklung und die Zukunft jedes Einzelnen am Herzen. Dazu kamen die interessanten den Einblicke in die Entwicklung eines Start-Ups einem Thriller gleich mit einem grandioser Spannungsbogen.

    9. Jan. 2024

  • sandywandytv
    sandywandytv

    19 Follower

    5,0

    Ein äußerst intelligenter Roman, unendlich passend in die aktuelle Zeit einer technokratischen sowie selbstoptimierenden Gesellschaft.

    Vier junge Menschen finden sich zusammen, um ein Start-Up zu gründen und “Das Ting” zu entwickeln: ein Tool, das körper- und umweltbezogene Daten misst und auf deren Grundlage der Person, die es trägt, Empfehlungen für’s Leben ausspricht. Die Geschichte wird in drei großen Teilen erzählt, in der jeweils alle vier Perspektiven der ProtagonistInnen beschrieben werden. Ein äußerst intelligenter Roman, unendlich passend in die aktuelle Zeit einer technokratischen sowie selbstoptimierenden Gesellschaft. Die Geschichte des Ting, seine Funktionsweise und welche Empfehlungen es gibt, regen immer wieder zum Nachdenken an. Man beginnt zu hinterfragen, was Selbstoptimierung gerade in der heutigen kapitalistischen, leistungsorientierten Gesellschaft überhaupt sein kann. Geht es darum, gesund zu leben? Oder sich den Erwartungen der Gesellschaft anzupassen, während behauptet wird, das sei ein gesundes Leben? Kann ein Gerät, das von Menschen innerhalb dieser Gesellschaft entwickelt wurde, über deren vermeintliche Ideale hinaus, eigene Vorstellungen von Optimierung entwickeln? Sollte “Optimierung” des Menschen überhaupt Ziel des Menschen sein? Und hat Optimierung nicht auch etwas mit Menschlichkeit und Empathie zu tun? Philosophisch, kritisch und doch so offen, dass man sich diese Fragen selbst stellen muss, ohne auf Antwort zu hoffen. Irgendwie fragt man sich die ganze Zeit, wie sehr die Geschichte tatsächlich noch Science-Fiction ist oder ob sie nicht eine gar nicht so weit entfernte Zukunft beschreibt. Meiner Meinung nach ein Must-Read! Eines meiner Lieblingsbücher :)

    23. Aug. 2025

  • faanielibri
    faanielibri

    208 Follower

    5,0

    Manchmal lohnt es sich, die gewohnten (Lese-)pfade zu verlassen und Bücher zu lesen, die vielleicht nicht automatisch auf der Wunschliste landen. ‚Das Ting‘ von Artur Dziuk ist so ein Buch. Durch viele positive Meinungen und einem ungemein interessanten Klappentext hat es meine Aufmerksamkeit geweckt und ich durfte es im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de lesen. Vielen Dank dafür! Der Einstieg in das Buch gelang mir nur holprig. Das lag keineswegs am Schreibstil, der ist nämlich flüssig und einnehmend. Nein, ich hatte einen anderen Beginn erwartet. Die Entwicklung des Tools. Doch der Autor hat einen anderen Weg gewählt, der im Nachhinein perfekt ist. Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert und jeder Teil enthält dabei jeweils ein Kapitel geschrieben aus der Sicht der vier Gründer. Der Autor hat den personalen Erzählstil gewählt, das passt hier gut und schafft eine gewisse Distanz. Nun wird aber nicht immer wieder dieselbe Geschichte aus der jeweiligen Sicht der vier Personen geschrieben sondern schreitet linear voran. Das fand ich super gelöst und der Autor schafft es so, dass die Szenen aus der Sicht der Person geschrieben werden, die genau hier die wichtigste und interessanteste ist. Über die vier Personen möchte ich gar nichts verraten, denn auch der Klappentext verschweigt, um wen es sich handelt. Das soll der Leser selbst herausfinden. Worauf ich allerdings näher eingehen möchte ist das namensgebende Tool, das Ting. Ich hatte kurzzeitig die Angst, dass sich das Buch in weit ausschweifenden Technik-Blabla verliert, doch der Autor hat hier bewusst Lücken gelassen. Ein technikaffiner Leser, der alles genau hinterfragt, wird allerdings enttäuscht sein. Es funktioniert in der Geschichte, das ‚Wie‘ ist irrelevant. Die grobe Funktionsweise ist jedenfalls, dass das Ting mittels Sensoren deine Körperdaten analysiert und aufgrund dessen Handlungsempfehlungen für dich ableitet. Eine gruselige Vorstellung, die mich des Öfteren fragen ließ, ob ich das Ting verwenden wollen würde. Ich habe bisher noch keine Antwort gefunden, auch wenn ich im ersten Augenblick: Nein, nie! gedacht habe. Die Vorteile lägen auf der Hand: bessere Ernährung, bewussterer Umgang mit sich selbst, weitreichende Entscheidungen mit fundierterer Kenntnis der Sachlage treffen. Doch ist es das wert? Macht man sich möglicherweise abhängig von einem Tool, das keinerlei Gefühle kennt? Das nur rational entscheidet, weil es Daten analysiert hat? Aber wenn es dich zu einem besseren Menschen machen könnte, zu einem glücklicheren Menschen? Und was ist, wenn das Ting einen anderen Weg für dich einschlägt, als du nehmen möchtest? Stundenlange Diskussionen in moralischer, ethischer und religiöser Hinsicht sind garantiert! Die Besonderheit bei den vier Protagonisten im Buch war, dass sie sich verpflichtet haben, jeder Empfehlung des Ting zu folgen. Das gibt natürlich eine spannenden Ausgangssituation und Potential für Konflikte. Denn vielleicht hat ja alles einen höheren Sinn, vielleicht sollten dich alle Empfehlungen auf diese eine Situation vorbereiten, die, die dein Leben verändern wird? Nein, dieses Buch ist kein Buch über Technik, es ist ein Buch über vier Menschen, die den Weg in ihrem Leben suchen. Die sich fragen, ob sie „fertig“ sind, ob ihr Leben nun endlich beginnen kann. Die vor Entscheidungen gestellt werden, die sie lieber nicht treffen wollen. Die zwischen Familie und Karriere wählen müssen, Menschen enttäuschen, verletzen und verraten müssen. Die sind wie du und ich, mit dem Unterschied, dass sie eine Entscheidungshilfe haben. Ob das nun gut ist oder schlecht? Das muss jeder selbst herausfinden.

    29. Dez. 2022

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Artur Dziuk

Artur Dziuk wurde in Polen geboren, studierte in Berlin und machte den Master of Arts im Literarischen Schreiben an der Universität Hildesheim. ›Das Ting‹ ist sein Romandebüt. Er lebt in Hamburg.

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