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Teil 3 der Canterbury-Fälle
Eine abgemagerte Frau, die Therapeutin Lily behandeln soll. Eine Serie verschwundener Mädchen. Ein Heiratsschwindler und ein Selbstmord, der Fragen aufwirft. Wie passen diese Ereignisse zusammen? Lily Brown ist ehemalige Polyzeipsychologin und hat nun eine eigene Praxis. Da sie mit einer Sozialarbeiterin zusammenarbeitet, wird ihr Mary-Ann zugewiesen. Die depressive junge Frau hat vor zwei Jahren ihre zehnjährige Tochter verloren und wollte sich bereits suizidieren. Da sie aber noch eine vierjährige Tochter hat, kümmert sich das Jugendamt um den Fall und Mary-Ann soll sich durch die Psychotherapie helfen lassen. Aber Lily merkt schnell: da stimmt etwas ganz gewaltig nicht und versucht vorsichtig, die prekären Familienverhältnissen aufzudecken. Zeitgleich stellt sich eine weitere neue Patientin vor. Caroline wurde von einem Betrüger um ihr Geld gebracht. Der Mann hat sich ihr in einer verletzlichen Situation angenähert, als Caroline um ihren verstorbenen Mann getrauert hat. Man kennt solche Geschichten von Lovescammern im Netz oder, wie man es früher altmodisch nannte: Heiratsschwindlern. Autorin Tessa Duncan zeigt hier auf, wie schnell man von den Manipulationen von Narzissten um den Finger gewickelt werden kann, auch wenn man eine selbstbewusste und kluge Frau wie Caroline ist. "Wer blind vertraut" ist ein vielschichtiger Krimi, der eine sich nach und nach entwickelnde Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren bietet. Lily ist eine menschliche und nahbare Protagonistin, die genauso mit Alltagsproblemen wie z.B. einer Patchworkfamilie und Geldsorgen zu kämpfen hat wie jeder Mensch. Ihre Liebe zu ihrem Kater Mick hat mir als Katzenmama gleich einen Platz in meinem Herzen eingeräumt. Aber auch die anderen Themen und die Story an sich haben mir sehr gut gefallen. Das Phänomen des Messietums stellt die Autorin ungeschönt aber dennoch behutsam dar. Mit der betroffenden Protagonistin konnte ich zwar keinerlei Symathie empfinden, ihre psychische Störung aber nachvollziehen. Auch die emotionale Abhängigkeit der Opfer von Narzissten wird thematisiert. Bei dem Kriminalroman handelt es sich um Band 3 der Canterbury-Fälle um Polizeipsychologin Lily Brown. Jeder Fall kann unabhängig von den anderen gelesen werden. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich die Schriftstellerin, die auch historische Romane unter dem Namen Marie Lacrosse veröffentlicht. Ich kannte ihre Krimis bisher nicht, werde die beiden anderen Canterbury-Fälle aber auch noch lesen.

22. Juni 2026
Teil 3 der Canterbury-Fälle
Eine abgemagerte Frau, die Therapeutin Lily behandeln soll. Eine Serie verschwundener Mädchen. Ein Heiratsschwindler und ein Selbstmord, der Fragen aufwirft. Wie passen diese Ereignisse zusammen? Lily Brown ist ehemalige Polyzeipsychologin und hat nun eine eigene Praxis. Da sie mit einer Sozialarbeiterin zusammenarbeitet, wird ihr Mary-Ann zugewiesen. Die depressive junge Frau hat vor zwei Jahren ihre zehnjährige Tochter verloren und wollte sich bereits suizidieren. Da sie aber noch eine vierjährige Tochter hat, kümmert sich das Jugendamt um den Fall und Mary-Ann soll sich durch die Psychotherapie helfen lassen. Aber Lily merkt schnell: da stimmt etwas ganz gewaltig nicht und versucht vorsichtig, die prekären Familienverhältnissen aufzudecken. Zeitgleich stellt sich eine weitere neue Patientin vor. Caroline wurde von einem Betrüger um ihr Geld gebracht. Der Mann hat sich ihr in einer verletzlichen Situation angenähert, als Caroline um ihren verstorbenen Mann getrauert hat. Man kennt solche Geschichten von Lovescammern im Netz oder, wie man es früher altmodisch nannte: Heiratsschwindlern. Autorin Tessa Duncan zeigt hier auf, wie schnell man von den Manipulationen von Narzissten um den Finger gewickelt werden kann, auch wenn man eine selbstbewusste und kluge Frau wie Caroline ist. "Wer blind vertraut" ist ein vielschichtiger Krimi, der eine sich nach und nach entwickelnde Geschichte mit gut ausgearbeiteten Charakteren bietet. Lily ist eine menschliche und nahbare Protagonistin, die genauso mit Alltagsproblemen wie z.B. einer Patchworkfamilie und Geldsorgen zu kämpfen hat wie jeder Mensch. Ihre Liebe zu ihrem Kater Mick hat mir als Katzenmama gleich einen Platz in meinem Herzen eingeräumt. Aber auch die anderen Themen und die Story an sich haben mir sehr gut gefallen. Das Phänomen des Messietums stellt die Autorin ungeschönt aber dennoch behutsam dar. Mit der betroffenden Protagonistin konnte ich zwar keinerlei Symathie empfinden, ihre psychische Störung aber nachvollziehen. Auch die emotionale Abhängigkeit der Opfer von Narzissten wird thematisiert. Bei dem Kriminalroman handelt es sich um Band 3 der Canterbury-Fälle um Polizeipsychologin Lily Brown. Jeder Fall kann unabhängig von den anderen gelesen werden. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich die Schriftstellerin, die auch historische Romane unter dem Namen Marie Lacrosse veröffentlicht. Ich kannte ihre Krimis bisher nicht, werde die beiden anderen Canterbury-Fälle aber auch noch lesen.
22. Juni 2026





