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Der Empfänger

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Über das Buch

Ein deutscher Migrant in New York – im Visier der Weltmächte

Im New York der 1940er-Jahre lebt der deutsche Auswanderer Josef Klein relativ unberührt von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges. Seine Welt sind die multikulturellen Straßen Harlems, seine große Leidenschaft ist das Amateurfunken. So lernt er auch Lauren, eine junge Aktivistin, kennen, die eine große Sympathie für den stillen Deutschen hegt. Doch Josefs technische Fähigkeiten im Funkerbereich erregen die Aufmerksamkeit einflussreicher Männer, und noch ehe er das Geschehen richtig deuten kann, ist Josef bereits ein kleines Rädchen im Getriebe des Spionagenetzwerks der deutschen Abwehr. Am Beispiel ihres Großonkels stellt Ulla Lenze eindringlich die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen vor der Geschichte.

Editionen (4)

ISBN9783423148153
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum12.01.22
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

5 Rezensionen

3,6

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  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    5,0

    Josef Klein (der Charakter ist angelehnt an die Geschichte eines Verwandten der Autorin) wandert vor dem 2. Weltkrieg nach Amerika aus, während sein Bruder Carl aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht nach USA einreisen darf und daher in der gemeinsamen Heimat Deutschland bleiben muss. Dort erlebt er mit seiner Familie den 2. Weltkrieg und versucht dabei so anständig wie möglich zu bleiben. Josef indessen erlebt in USA die plötzliche Ablehnung seiner Person, weil er Deutscher ist. Er hangelt sich von Hungerjob zu Hungerjob und stolpert dabei naiv in einen Job, bei dem sich nach einiger Zeit herausstellt, dass es sich um Geheimdiensttätigkeiten für die Deutschen handelt. Er wird verhaftet und nach dem Krieg nach Deutschland abgeschoben, wo er außer seinem Bruder niemanden mehr hat. Die Familiengeschichte fand ich schon total interessant aber noch spannender fand ich die Geschichte aus dem Geheimdienst und wie es deutschen Auswanderern während des zweiten Weltkriegs ergangen ist. Eine für mich neue Perspektive. Eine wirklich lohnende Lektüre!

    28. Jan. 2026

  • 3,5

    Passiert nicht viel

    Ich musste das Buch für die Schule lesen und muss leider sagen, dass ich es ziemlich langweilig fand. Ich kam nicht wirklich in die Geschichte rein. Was ich spannend fand, war der Einblick in die Spionagetätigkeiten, hätte aber auch noch ein wenig ausführlicher sein dürfen. Auch fand ich ich den Schreibstil sehr angenehm.

    8. Mai 2025

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ulla Lenze

Ulla Lenze, 1973 in Mönchengladbach geboren, studierte Musik und Philosophie in Köln. Für ihre Romane wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Jürgen-Ponto-Preis für das beste Debüt 2003, dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Förderpreis und dem Ernst-Willner-Preis beim Bachmann-Wettbewerb. 2016 erhielt Ulla Lenze für ihr Gesamtwerk den »Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft« und 2020 den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld. Ihr Roman ›Der Empfänger‹ (2020) wurde in zwölf Sprachen übersetzt. Im Frühjahr 2023 hatte sie die renommierte Max-Kade-Gastprofessur am Dartmouth College (USA) inne. Ulla Lenze lebt in Buckow (Märkische Schweiz).

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