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Romane

Das Glück in glücksfernen Zeiten

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Über das Buch

»Ein schrecklich guter Krisenroman.« Focus

Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade, erst recht nicht für promovierte Philosophen. Daher nimmt Gerhard Warlich einen Job in einer Großwäscherei an und richtet sich ein in seiner wenig aufregenden, aber sicheren Existenz. Doch als sich seine Freundin Traudel ein Kind wünscht, gerät Warlich, der am liebsten nur halbtags leben möchte, völlig aus dem Tritt. Genazino erzählt diese Geschichte eines traurigen Helden, eines an Details leidenden Alltagsmelancholikers, und seiner viel weniger traurigen Freundin mit verblüffender Lakonie.

Editionen (4)

ISBN9783423139502
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.02.11
Seitenzahl158

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

5 Rezensionen

3,0

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  • norinka
    norinka

    172 Follower

    4,5

    Man liebt Wilhelm Genazino oder hasst ihn. Ich liebe seine Werke und möchte alle lesen. Er schreib so einmalig, so anders. Keiner schafft solche Bilder in meinem Kopf wie Wilhelm Genazino.

    Sein Schreibstil ist melancholisch mit viel Feingefühl und trotzdem so anders. 🤍🩵🤍🩵🤍

    14. März 2024

  • heibi
    heibi

    191 Follower

    4,0

    Wir begleiten den Protagonisten Gerhard Warlich ein Stück seines Lebensweges. Er ist Anfang 40 als wir auf ihn treffen. Als promovierter Philosoph arbeitet er als Leiter in einer Großwäscherei. Mit seiner Lebensgefährtin Traudel lebt er ein durchschnittliches Leben. Glück empfindet Warlich oftmals in sehr kurzen, kleinen Augenblicken. Der Protagonist beobachtet viele Alltagssituationen und reflektiert bzw. philosophiert dabei in kurzen, sprachlich sehr feinen, zart gewobenen Sätzen. Genazino hat mit Gerhard Warlich einen sehr ruhigen, introvertierten, passiven Charakter erschaffen. Er stellt sich seinem Leben mal mehr und doch eher weniger. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich konnte mich fallen und treiben lassen und den Text sehr genießen. Es ist toll, wenn man dabei selbst ins Reflektieren und philosophieren kommt. Lieblingszitat: „ Ja, denke ich, das Schicksal klopft nicht an und fragt nicht, das Schicksal tritt ein.“ Ich werde definitiv noch weitere Werke von ihm entdecken wollen.

    29. Dez. 2023

  • semjon
    semjon

    73 Follower

    1,0

    Ist dieses sprachlich sehr bescheidene Büchlein hier wirklich von einem Büchner Preisträger? Eine Auszeichnung für Autoren, die sich um die deutsche Literatur verdient gemacht haben? Das ist mein erstes Zusammentreffen mit Wilhelm Genazino gewesen, und ich bin reichlich verwirrt. Das kommt ja so banal wie die leichteste Unterhaltungslektüre daher: Ein promovierter Philosoph arbeitet in einer Führungsposition in einer Großwäscherei. Ach wie originell, dieser Genazino. Und erst die Sexualpraktiken unseres sensiblen Akademikers, mal überfallartig in der Nacht, mal als Kurzbesuch am Nachmittag in dem mit Babyöl eingefetteten Geschlecht der Freundin. Ach, wie ist er doch frivol, der Genazino. Das ist weder lustig, unterhaltsam oder interessant für mich. Ich fühl mich irgendwo zwischen Tommy Jaud und Gaby Hauptmann gefangen in den kurzen Sätzen, die in erster Linie belanglose Handlung beschreiben. Wo ist das Glück, wo die Philosophie, wo die Literatur, die sich so verdient für ihre Sprache und ihr Land? Und warum in aller Welt sind fast alle Genazino-Reviews hier auf Goodreads auf türkisch? Ich verstehe die Welt nicht mehr in diese glücksfernen Zeiten.

    29. Dez. 2022

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Wilhelm Genazino

Wilhelm Genazino (1943-2018) wurde in Mannheim geboren, arbeitete zunächst als Journalist, später als Redakteur und Hörspielautor. Als Romanautor wurde er 1977 mit seiner ›Abschaffel‹-Trilogie bekannt und gehörte seither zu den wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren.Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem erhielt er 1998 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2004 den Georg-Büchner-Preis. 2007 wurde er mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, 2010 mit dem Rinke-Sprachpreis. 2011 wurde Genazino in die Akademie der Künste gewählt. 2013 erhielt er den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2014 den Samuel-Bogumil-Linde-Preis für sein literarisches Werk.

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