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Romane

Der Unsichtbare

3,4(91)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Unsichtbarkeit, das ist die Faust, die man nicht kommen sieht – Macht über andere.
H.G. Wells' berühmter Roman läßt diesen Menschheitstraum zur grauenvollen Realität werden.

Entsetzen springt den Leser an: Hinter dem grotesk bandagierten Gesicht und der dunklen Brille des unheimlichen Fremden, der da im Gasthof eines englischen Dorfes absteigt, verbirgt sich ein schwarzes Nichts. Selbst sehen, ohne gesehen zu werden, das bedeutet Macht über andere. Der Chemiker Griffin hat diesen Menschheitstraum verwirklicht. Doch alles hat seinen Preis: Gnadenlose Einsamkeit und hemmungslose Destruktivität sind die Folge. Die Angst geht um.

Wells' phantastisch-utopischer Roman von 1897 ist ein Klassiker. Reich an Gruseleffekten und packend erzählt, lotet diese subtile psychologische Studie schon am Ausgang des 19. Jahrhunderts die Abgründe aus, in die hybrider Forschergeist die Menschheit zu stürzen vermag – ein Problem, das erst im atomaren Zeitalter brennend aktuell wurde und bleibt.

Editionen (10)

ISBN9783423131759
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.02.04
Seitenzahl218

Rezensionen & Bewertungen

91 Bewertungen

11 Rezensionen

3,4

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  • gheorginius
    gheorginius

    42 Follower

    4,0

    A short, yet quite delightful story about the supposedly good gift of invisibility. How do you live as an invisible person? When there is no one left to see you and fear grips everyone you talk to? This story is precisely about this isolation, which far eclipses the sheer boundless freedom of such a gift. Mysterious, eerie and captivating, highly recommended

    9. Apr. 2025

  • blaine_der_mono
    blaine_der_mono

    16 Follower

    3,5

    Meerjungfrauen sind besser als Unsichtbare!

    Der Unsichtbare, dessen Namen wir nicht wissen, ist eine interessante Person. Auf der einen Seite mag ich seine mysteriöse Art, auf der anderen Seite ist er mir manchmal etwas zu aufbrausend und unhöflich. Natürlich nervt es, ständig beäugt und komisch gefunden zu werden, aber wenn ich akzeptiert und normal behandelt werden möchte, muss ich auch irgendwo freundlich bleiben und dieses Misstrauen nicht weiter nähren. Wells bringt in dieser Geschichte auch wieder seine typische Gesellschaftskritik an. Den Bewohnern von Sussex und den Angelsachsen insgesamt werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. Die Dorfbewohner haben keine Ahnung, was mit dem Fremden los ist, aber dafür allerlei Theorien, die vereinzelt sehr an den Haaren herbeigezogen scheinen. Manchmal nervt es, manchmal ist es wirklich witzig. Macht er gut, der Wells. Dann kommt der Wechsel zum Ich-Erzähler. Wir erfahren, dass der Unsichtbare Griffin heißt, sowie seine Vorgeschichte bis zum Experiment. Ist er zu Beginn seiner Forschung lediglich an einer großen Entdeckung interessiert, steigt ihm recht bald die Macht einer möglichen Unsichtbarkeit zu Kopf. Angefangen mit Geldproblemen oder neugierigen Nachbarn oder Vermieter, wird er schnell aggressiv und schreckt auch vor schlimmen Taten nicht zurück: Tierversuche, Brandstiftung usw. Griffin wird mir eigentlich mit jedem Kapitel unsympathischer und Dr. Kemp hat auch erkannt, welche Gefahr von ihm ausgeht. Die Idee der Schreckensherrschaft zeigt seinen völligen Wahnsinn, der sich immer weiter gesteigert hat. Diebstahl und Brandstiftung sind eine Sache, aber spätestens als er zum mehrfachen Mörder wurde, wollte ich unbedingt, dass er gefasst wird. Die Ideen waren ja grundsätzlich nicht immer schlecht, z. B. im Warenhaus, aber jedes Mal, wenn etwas nicht nach seinem Plan verläuft, flippt er völlig aus. So ein Mensch hätte es auch in der heutigen Zeit schwer. Wurde der Unsichtbare nun gefasst oder treibt er weiterhin sein Unwesen? Lest selbst! Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 Sterne. Die Meerjungfrau von Wells hat mir leicht besser gefallen.

    16. März 2024

  • lovisamlesen
    lovisamlesen

    21 Follower

    2,0

    Sehr unsympathisch der Unsichtbare

    3. Jan. 2025

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über H.G. Wells

H(erbert) G(eorge) Wells wurde am 21.9.1866 in Bromley/Kent geboren und starb am 13.8.1946 in London. Nach einer Kaufmannslehre absolvierte er ein naturwissenschaftliches Studium mit Prädikatsexamen; nach nur wenigen Jahren als Dozent lebte er als freier Schriftsteller. Sein Gesamtwerk umfaßt etwa hundert Bände. Zu Weltruhm gelangte er mit seinen Romanen und Erzählungen, die ihn als Begründer der modernen Science-fiction, als genialen phantastischen Utopisten und als kritisch-humorvollen Gesellschaftssatiriker ausweisen.

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