Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Herz auf Taille

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Über das Buch

Anklage, Elegie, Satire, Feuilleton, Glosse, Ulk, Frivolität, Epistel, Pamphlet und Bänkeltext. Bissige, witzige und frivole Gedichte Kästners aus den zwanziger Jahren.»Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn?Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen!Dort stehn die Prokuristen stolz und kühnin den Bureaus, als wären es Kasernen.« 1927 hatte Kästner bereits eine Reihe von Gedichten verfaßt, die im ›Simplicissimus‹, der ›Weltbühne‹ und in anderen Zeitschriften erschienen waren. Da schlug ihm der Verleger Kurt Weller vor, die verstreuten Beiträge zu sammeln und in einem Gedichtband zusammenzufassen. Das Werk kam 1928 heraus. »Das Buch erschien«, schrieb Erich Kästner, »und hatte, bei Freund und Feind, Erfolg. Nur so sei zur Zeit Lyrik möglich, schrieb man. Und man schrieb, es sei überhaupt keine Lyrik. Nun, es war Anklage, Elegie, Satire, Feuilleton, Glosse, Ulk, Frivolität, Epistel, Pamphlet und Bänkeltext.« ›Herz auf Taille‹ machte den Autor mit einem Schlag berühmt.

Editionen (6)

ISBN9783423110037
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.12.88
Seitenzahl116

Rezensionen & Bewertungen

9 Bewertungen

2 Rezensionen

4,1

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  • lesen_mit_jonas
    lesen_mit_jonas

    120 Follower

    5,0

    Erich Kästner - ,,Herz auf Taille" Dies ist das erste Buch, welches von Kästner veröffentlicht wurde. Erschienen ist es zuerst im Jahre 1928 mit Zeichnungen von Erich Ohser. Diese Ausgabe wurde später nochmal überarbeitet und um einige Texte erweitert. Bereits mit seinem Erstlingswerk wurde Kästner bereits ziemlich erfolgreich und bekannt. Die Gedichte behandeln mehr oder weniger den Alltag der 1920er Jahre in Deutschland. Es geht um Frauengeschichten, Kinder, die Folgen des Ersten Weltkrieg, Militarismus und vieles weitere, was die Menschen damals eben beschäftigt hat. Auch heute sind die Texte noch gut lesbar und einige wieder aktueller denn je. Natürlich würde man einige Worte so nicht mehr brauchen, aber der geübte Leser weiß diese in den historischen Kontext zu setzten. Bei aller Ernsthaftigkeit kommt der einprägsame Witz, den man in vielen Texten des Autors wiederfinden kann, nicht zu kurz. Beeindruckt hat mich die klare Haltung gegen Krieg und Militarismus. Besonders die Kritik an der älteren Generation und ihr handeln wird in einigen Gedichten deutlich. Auch die langsame Entwicklung der Frau zu einer selbstbestimmten und selbstbewussten Person ist einprägsam und auffällig. Ebenso kommt die neue Identität und Rebellion der jugendlichen und jungen Erwachsenen, gegen die ,,Alten", zum Vorschein. Kästner hat mich bisher nie enttäuscht und tut es auch hier nicht. Mit seinen Gedichten konnte er viele Menschen in den 1920er Jahren erreichen, was nicht verwunderlich ist. Er konnte die Sprache der einfachen Arbeiter nutzen und in gut zu verstehende Gedichte verpacken. Eine große Empfehlung gibt es für diesen Band von mir. Es werden sicherlich nicht die letzten Seiten sein, die ich vom Autor gelesen haben werde.

    11. März 2025

  • estrelas
    estrelas

    59 Follower

    4,0

    „Da sitzt er nun und deutet damit an, daß Bildungsmangel gräßlich schaden kann. Es ist der Tiefsinn dieses Sinngedichts: Lernt fremde Sprachen! - Weiter will es nichts. Anmerkung: Lernt fremde Sprachen! Eßt deutsches Obst.“ Anlässlich des 125. Geburtstages, den Erich Kästner heute feiern würde, habe ich Gedichte von ihm gelesen. Seine offene Art spricht Bände und begeistert mich.

    23. Feb. 2024

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 6047%
lesen_mit_jonas
lesen_mit_jonas9. März 2025

Lest mehr Gedichte und Kästner es lohnt sich immer.

Autorin / Autor

Über Erich Kästner

Erich Kästner wurde 1899 in Dresden geboren und starb 1974 in München. Der Schriftsteller, Satiriker, Dramatiker und nicht zuletzt Autor der berühmten Kinderklassiker ›Das doppelte Lottchen‹, ›Das fliegende Klassenzimmer‹, ›Pünktchen und Anton‹, ›Emil und die Detektive‹ und ›Die Konferenz der Tiere‹ wurde mit zahlreichen Preisen bedacht (u.a. mit dem Büchner-Preis und der Hans-Christian Andersen-Medaille). »Erich Kästner war ein wehmütiger Satiriker und ein augenzwinkernder Skeptiker. Er war Deutschlands hoffnungsvollster Pessimist und der deutschen Literatur positivster Negationsrat. War er ein Schulmeister? Aber ja doch, nur eben Deutschlands amüsantester und geistreichster. Er war ein Prediger, der stolz die Narrenkappe trug.« Marcel Reich-Ranicki

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