Bildnis eines Unsichtbaren
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Beschreibung
Silvester 1999 in Paris. Die siebziger und achtziger Jahre in München. Die Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland. Kunstszene und Literaturbetrieb, unwandelbare Liebe und ausgeflippte Abenteuer. Vor diesem bunten Hintergrund entwirft Hans Pleschinski das Porträt seines lebenslangen Gefährten, eines der letzten Bohemiens im ausgehenden 20. Jahrhundert.
Ein Münchner Galerist wird tot in seiner Wohnung aufgefunden - von seinem Freund. Dreiundzwanzig Jahre hat die Beziehung bestanden: Jahre bewegter Liebe und künstlerischen Austauschs, Jahre in Luxus und Armut, Jahre der Trauer um die ringsum Sterbenden, Jahre der Angst vor dem eigenen Tod und der unbändigen Lebensfreude. Hans Pleschinskis "Bildnis eines Unsichtbaren" erzählt von der Lebenswirklichkeit einer Generation, die angetreten war, mit den bürgerlichen Tabus zu brechen, und deren neues Selbstbewusstsein durch Aids einen mörderischen Tiefschlag erfuhr. Die Eleganz und Atemlosigkeit seines Erzählens lassen einen nicht los, bis am Ende des Romans der Bann der größten Bedrohung gebrochen ist. Aus der Hand legt man ein Buch über Glücksmomente, Katastrophen und Lebensübermut - die Bekenntnisse eines Davongekommenen aus einer fast erloschenen Welt.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Zuletzt erhielt er u.a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier dans lOrdre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. 2020 wurde ihm der Literaturpreis der Konrad-Adenauer- Stiftung zuerkannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Beiträge
Zwischen Lebenslust und Verlust
Hans Pleschinskis Bildnis eines Unsichtbaren hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mit dem sehr ausschweifenden und teils sprunghaften Stil nicht immer warm geworden bin. Gerade die fehlende Struktur hat das Lesen für mich zwischendurch etwas anstrengend gemacht – auch wenn genau diese Atemlosigkeit von vielen Kritiken als typisch und bewusst hervorgehoben wird. Besonders gelungen fand ich dagegen den autobiografischen Blick auf die schwule Boheme der 70er- und 80er-Jahre sowie den eindringlichen Umgang mit der AIDS-Krise. Pleschinski zeigt eindrucksvoll, welche Ängste, Verluste und gesellschaftlichen Veränderungen diese Zeit für die queere Community bedeutete. Trotz aller Melancholie bleibt der Roman dabei erstaunlich lebensfroh und voller kultureller Leidenschaft.
Gewagt, provokativ, ehrlich, direkt, kurz- und weitsichtig
Das autobiographische Werk von Pleschinski hat alles, was das Literatur - Herz begehrt und noch mehr. Ungezähmt und ohne Umwege gibt er einen Abriss seines Lebens wieder ohne viel Geschnörkel. Eine Aufteilung des Lebens ist nicht notwendig, denn das Leben gibt das auch nicht her. Manchmal dominiert Zynismus, manchmal Übereifer, manchmal ausgeprägte Melancholie, Verzweiflung, Angst, Ungebremstheit oder einfach die Liebe. Aber immer wieder findet er zu sich zurück, besinnt sich und stellt sich den beinahe Unwegsamkeiten der aktuellen Zeit. Nach meiner Meinung sollte dieses Werk insbesondere jetzt gelesen werden, um zu verstehen, um zu begreifen, um zueinander zu finden. Denn das ist es, was er beschreibt. Trotz aller schweren Umstände bleibt die Liebe und sie ist treu ergeben bis zum Ende.
Beschreibung
Silvester 1999 in Paris. Die siebziger und achtziger Jahre in München. Die Nachkriegszeit in West- und Ostdeutschland. Kunstszene und Literaturbetrieb, unwandelbare Liebe und ausgeflippte Abenteuer. Vor diesem bunten Hintergrund entwirft Hans Pleschinski das Porträt seines lebenslangen Gefährten, eines der letzten Bohemiens im ausgehenden 20. Jahrhundert.
Ein Münchner Galerist wird tot in seiner Wohnung aufgefunden - von seinem Freund. Dreiundzwanzig Jahre hat die Beziehung bestanden: Jahre bewegter Liebe und künstlerischen Austauschs, Jahre in Luxus und Armut, Jahre der Trauer um die ringsum Sterbenden, Jahre der Angst vor dem eigenen Tod und der unbändigen Lebensfreude. Hans Pleschinskis "Bildnis eines Unsichtbaren" erzählt von der Lebenswirklichkeit einer Generation, die angetreten war, mit den bürgerlichen Tabus zu brechen, und deren neues Selbstbewusstsein durch Aids einen mörderischen Tiefschlag erfuhr. Die Eleganz und Atemlosigkeit seines Erzählens lassen einen nicht los, bis am Ende des Romans der Bann der größten Bedrohung gebrochen ist. Aus der Hand legt man ein Buch über Glücksmomente, Katastrophen und Lebensübermut - die Bekenntnisse eines Davongekommenen aus einer fast erloschenen Welt.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Zuletzt erhielt er u.a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier dans lOrdre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. 2020 wurde ihm der Literaturpreis der Konrad-Adenauer- Stiftung zuerkannt. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
Beiträge
Zwischen Lebenslust und Verlust
Hans Pleschinskis Bildnis eines Unsichtbaren hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich mit dem sehr ausschweifenden und teils sprunghaften Stil nicht immer warm geworden bin. Gerade die fehlende Struktur hat das Lesen für mich zwischendurch etwas anstrengend gemacht – auch wenn genau diese Atemlosigkeit von vielen Kritiken als typisch und bewusst hervorgehoben wird. Besonders gelungen fand ich dagegen den autobiografischen Blick auf die schwule Boheme der 70er- und 80er-Jahre sowie den eindringlichen Umgang mit der AIDS-Krise. Pleschinski zeigt eindrucksvoll, welche Ängste, Verluste und gesellschaftlichen Veränderungen diese Zeit für die queere Community bedeutete. Trotz aller Melancholie bleibt der Roman dabei erstaunlich lebensfroh und voller kultureller Leidenschaft.
Gewagt, provokativ, ehrlich, direkt, kurz- und weitsichtig
Das autobiographische Werk von Pleschinski hat alles, was das Literatur - Herz begehrt und noch mehr. Ungezähmt und ohne Umwege gibt er einen Abriss seines Lebens wieder ohne viel Geschnörkel. Eine Aufteilung des Lebens ist nicht notwendig, denn das Leben gibt das auch nicht her. Manchmal dominiert Zynismus, manchmal Übereifer, manchmal ausgeprägte Melancholie, Verzweiflung, Angst, Ungebremstheit oder einfach die Liebe. Aber immer wieder findet er zu sich zurück, besinnt sich und stellt sich den beinahe Unwegsamkeiten der aktuellen Zeit. Nach meiner Meinung sollte dieses Werk insbesondere jetzt gelesen werden, um zu verstehen, um zu begreifen, um zueinander zu finden. Denn das ist es, was er beschreibt. Trotz aller schweren Umstände bleibt die Liebe und sie ist treu ergeben bis zum Ende.





