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Erinnerungsräume

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Über das Buch

Nicht nur Individuen, sondern auch Kulturen bilden ein Gedächtnis aus, um Identitäten herzustellen, Legitimation zu gewinnen und Ziele zu bestimmen. Aleida Assmann fragt nach den verschiedenen Aufgaben kultureller Erinnerung, ihren Medien (wie Schrift, Bilder oder Denkmäler) sowie nach den Formen des Umgangs mit gespeicherten Wissen, bei denen neben Politik und Wissenschaft auch der Kunst eine wachsende Bedeutung zukommt.
Seit Jahrtausenden treffen Menschen Vorkehrungen, um vergangenes Wissen zu konservieren. Woher kommt dieses Interesse am Aufbau von Erinnerungsräumen? Wie werden Erinnerungen, die doch zunächst immer individuell sind, allgemein verbindlich? Wie nutzt man solche Erinnerungen - zur Bestätigung der Gegenwart, zum Anstoß einer Erneuerung oder zur Relativierung des eigenen Standpunkts? Und wie wirken sich die Medien der Erinnerung wie Buchdruck, Photographie oder digitale Speicherung auf die kulturellen Erinnerungsräume aus? Um diese Fragen zu beantworten, überschreitet Aleida Assmann souverän die Grenzen der Nationen, Epochen, Künste und wissenschaftlichen Disziplinen. Und obwohl literarische Texte im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen, kommen ebenso historische, kunsthistorische, philosophische und psychologische Fragen zur Sprache.

Editionen (4)

ISBN9783406729904
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum28.08.18
Seitenzahl424

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • doro20
    doro20

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    4,0

    Sehr umfangreich, sehr kenntnisreich, sehr viele Aspekte untersuchen. Funktionen, Medien, Speicher, das sind die grossen Kapitel. Mir ging es um die Gedächtnissorte, insbesondere um die Orte, die zu Gedenkstätten an den Nationalsozialismus geworden sind. Aleida Assmann bezieht sich auf R.Klüver und deren Überlegungen in "weiter leben ". Sehr hilfreich, um eine Sprache für diese Orte zu finden.

    14. Jan. 2026

Autorin / Autor

Über Aleida Assmann

Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie hat außerdem in Los Angeles, Princeton, Houston, Chicago, Wien und an anderen Orten gelehrt und geforscht und wurde vielfach ausgezeichnet, etwa mit dem Max-Planck-Forschungspreis (2009), Ernst-Robert-Curtius-Preis (2011), A.H.-Heineken-Preis für Geschichte (2014), Karl-Jaspers-Preis (mit Jan Assmann, 2017), dem Balzan Preis (mit Jan Assmann, 2017) sowie dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018). Neben dem Standardwerk Erinnerungsräume (C.H.Beck Paperback, 2018) erschienen bei C.H.Beck von ihr Der lange Schatten der Vergangenheit (3. Aufl. 2018), Geschichte im Gedächtnis (2. Aufl. 2014) und Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur (2. Aufl. 2016).

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