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Romane

Vater des Regens

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Über das Buch

Lily Kings subtiler und herzzerreißender Roman über die tragischunverrückbare Liebe einer Tochter zu ihrem manipulativen Vater zeigt, wie unentrinnbar Bindungen in der Familie sind.
Daley Amory erlebt als Elfjährige die Trennung ihrer Eltern und wie vor allem der charismatische, aber weltanschaulich in den 50er Jahren stecken gebliebene und selbstzerstörerische Vater seine alte Familie schnell durch eine neue ersetzt. Daley gelingt es, ein eigenes Leben, eine Liebesbeziehung aufzubauen, und bleibt doch auf eine gefährliche Weise auf ihren Vater fixiert, auf die Vorstellung, ihm helfen zu müssen. Mühsam muss sie sich aus dieser Verstrickung befreien.
Lily Kings dritter Roman mit seinen faszinierenden und aufwühlenden Charakteren zeigt das ganze psychologische und sprachliche Können der Autorin, die es den Lesern unmöglich macht, sich dem Sog dieser Geschichte zu entziehen.

Editionen (2)

ISBN9783406698064
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum05.09.16
Seitenzahl399

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

1 Rezensionen

3,9

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  • miss_atticos
    miss_atticos

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    4,0

    Daley Amory ist gerade einmal elf Jahre alt, als sich ihre Eltern trennen und sie von heute auf morgen zwischen die Fronten gerät. Während ihre Mutter mit ihr zusammen auszieht und eine kleine Wohnung bezieht, haust ihr Vater weiterhin im ehemaligen Familienanwesen. Eine neue Ersatzfamilie ist schnell gefunden, seine neue Liebe bringt sogar noch Kinder mit. Was das bedeutet, wird schnell klar. Daley erhält einen anderen Stellenwert, das ihr so vertraute Elternhaus wird umdekoriert und der einst wunderbar blühende Garten muss einem Tennisplatz weichen. Die Beziehung zum Vater ist keineswegs gesund, sie ist ziemlich kaputt, dysfunktional. Lily King gelingt es, die Alkoholkrankheit des Vaters mit all ihren Facetten und Begleiterscheinungen ziemlich gut darzustellen. Daley kann sich ihr ganzes Leben lang nicht vom Vater abwenden, obwohl er ihr alles andere als gut tut. Sie gibt ihren Vater nicht kampflos auf. Manchmal wurden unnötige Details und unwichtige Nebencharaktere eingebaut, die das Lesen etwas ermüden ließen. Die Intensität war eine andere als in ihrem Erzählband „Hotel Seattle“ und als in ihrem Roman „Writers & Lovers“. Diese lauerte wie eine Gefahr knapp unter der Oberfläche und durchbrach sie nie. Der Titel „Vater des Regens“ ist durchgehend Programm und beschäftigt ganz schön. Durch die Ab- und Ausschweifungen ist es zwar kein Wow-Buch geworden, aber es ist trotzdem für diejenigen lesenswert, die gerne über kaputte Beziehungen, Süchte und schwierige Familienkonstrukte lesen.

    7. Aug. 2024

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