Blick ins Buch

Jugendbücher

Wunder wie diese

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Über das Buch

Amelia hat immer das Gefühl, nirgendwo richtig dazuzugehören. In größeren Gruppen scheint sie mit der Wand zu verschmelzen. Chris dagegen gehört überall dazu. Charmant, gut aussehend, chaotisch und selbstbewusst steht er - egal wo - im Mittelpunkt. Als Amelia und Chris einander begegnen, scheint die Welt einen Moment lang stillzustehen … Und als sie sich wieder dreht, ist nichts mehr wie es war.„Intelligent und bezaubernd!” (Sydney Morning Herald)

Editionen (4)

ISBN9783401801735
VerlagArena
Erscheinungsdatum10.09.12
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

33 Bewertungen

9 Rezensionen

2,9

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  • 4,0

    Als junger Teenager habe ich dieses Buch zum ersten mal gelesen, damals hat mich die Bedeutung der Geschichte nicht ganz erreicht. Erst als ich das Buch mit den Jahren immer und immer wieder gelesen habe, erschloss sich mir wie wichtig die Botschaft war. Die Liebesgeschichte, die einen mit dem harten Boden der Realität konfrontiert. Es wird nichts schön geredet, es wird nichts romantisiert was man im Alltag ebenfalls nicht romantisieren sollte. Jeder sollte träumen dürfen, daran besteht kein Zweifel. Doch um die Realität nicht allzu enttäuschend wahr zu nehmen, braucht es ab und an Bücher wie dieses, welches uns nicht ganz das gibt was wir uns erhoffen ;)

    25. Feb. 2026

  • 3,0

    Nachdenklich, ehrlich und erfrischend anders. "Wunder wie diese" ist für mich kein typisches Jugendbuch und trägt erstaunlich viele intelligente bis anspruchsvolle Züge in sich. Tatsächlich bin ich mir auch sicher, dass ich viele der Anspielungen als Jugendliche gar nicht verstanden hätte, aber das ist natürlich stark personenabhängig. Die Geschichte ist überraschend tiefgründig und kann dementsprechend auch viel mitgeben. Sie regt zum Nachdenken an und gibt einigen gesellschaftlichen Themen Raum, wobei es hier natürlich trotzdem in erster Linie um das Erwachsenwerden geht. Es geht um die erste Liebe, Liebeskummer und Familie, aber auch um das Herausbilden eigener Ideale, Prinzipien und Moralvorstellungen. Laura Buzo kann hier mit authentischen Darstellungen aufwarten, die hinter Schein und Illusion blicken, die Wahrheit und das Sein hinterfragen. Stück für Stück setzt die Autorin ihren Charakteren die rosarote Brille ab und wir sind live mit dabei. Jetzt kommen wir zu meinem großen Aber dieses Buches, denn seine "Liebesgeschichte" ist natürlich so eine Sache... Sie hat mich in meinen persönlichen moralischen Zwiespalt getrieben, denn wie bei jeder Liebesgeschichte will man natürlich irgendwie, dass die beiden Protagonist:innen zueinander finden, aber hier hatte jede Annäherung einen bitteren Beigeschmack. Ich selbst stehe dem Ganzen sehr, sehr kritisch gegenüber - In Büchern wie im realen Leben. Immer. Und hätte mir dementsprechend so sehr gewünscht, dass Chris nicht schwach geworden wäre. Schon gar nicht zweimal. Was hier passiert, ist harter Tobak und ließ mich Chris' kompletten Charakter immer wieder hinterfragen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Thematik auch in der Geschichte selbst mehr angeprangert worden wäre bzw. hätte sie definitiv mehr angeprangert werden sollen und wenn nicht, hätte dieses Buch zumindest eines Nachwortes bedurft. Allerdings ist hierbei auch wichtig anzumerken, dass dieses Buch in erster Linie auch gar keine Liebesgeschichte ist oder sein soll, auch wenn man das zunächst vielleicht denken mag. Hier geht es um so viel mehr als das. Ich mochte den Aufbau der Geschichte und vor allem die Erzählperspektive, da es mal etwas anderes ist und eine ganz bestimmte Wirkung hervorruft. Mit dem Sichtwechsel ändert sich auch der Blickwinkel auf die Geschichte auf Seiten der Lesenden. Die Geschichte wird aus der Sicht von Amelia in der ersten Person Singular erzählt. Zusätzlich erhalten wir Einblicke in Chris' Tagebucheinträge. Amelia ist eine tolle Protagonistin. Sie ist klug, nachdenklich und taff. Sie lässt sich nichts einreden, bringt dabei aber auch eine für ihr Alter authentische Portion Naivität und Unbedarftheit mit. Chris ist ein nicht ganz so leichter Protagonist, da er sehr selbstbezogen und egoistisch ist. Durch seine Tagebucheinträge wird nichts beschönigt, was Fluch und Segen zugleich ist. Er kann sehr charmant sein, trägt aber auch eine gewisse Arroganz in sich und blickt auf andere Menschen herab. Am meisten hat mich sein herablassend klingendes "Kleine" genervt. Generell hat mich sein Charakter einfach einmal zu viel enttäuscht. Ich glaube, ich hätte mir einen Epilog mit einem Wiedersehen gewünscht, vielleicht 10 Jahre später, auch wenn es vermutlich falsch gewesen wäre. So ist das Ende nämlich definitiv realistischer. Das Buch lässt sich flüssig lesen und bringt eine klare, leichte und gut verständliche Sprache mit und sagt dabei dennoch unheimlich viel aus. Es hat mich von sich eingenommen und berührt. Laura Buzo schreibt authentisch, lebendig, gefühlvoll und echt. Ihre ehrlichen und ungeschönten Eindrücke weiß ich an diesem Buch am meisten zu schätzen. Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, da es sehr viel Schönes und Gutes mitbringt, aber eben auch diese riesengroße kritische Thematik in sich birgt. Ich weiß nicht genau, von wem ich überhaupt wollen würde, dass er:sie dieses Buch liest... 3,5/ 5 Sterne ⭐️

    26. Juni 2023

  • zessin
    zessin

    5 Follower

    2,0

    Um sich ihr Taschengeld selbst zu verdienen und damit ihren Eltern unter die Arme zu greifen, nimmt Amelia einen Job in einem Einkaufszentrum an. Dort verliebt sie sich unsterblich in ihren Kollegen Chris. Chris ist charmant, immer gut gelaunt und scheint ebenfalls an ihr interessiert zu sein. Doch leider hat die Sache einen Haken. Chris ist nicht nur knapp 5 Jahre älter als Amelia, sondern hat sein Herz bereits an eine Andere verschenkt. Eine Geschichte über die erste große Liebe und den damit verbundenen Herzschmerz. Auch mir hat diese Geschichte Herzschmerz bereitet (neben Kopfschmerzen, Augenschmerzen und Gesichtslähmungen), denn sie hat mir ... absolut nicht gefallen. Teilweise musste ich mich regelrecht dazu zwingen am Ball zu bleiben. Wer hier eine süße Liebesgeschichte mit tiefgründigen Charakteren und emotionalem Erzählstil erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn diese Geschichte ist alles andere, als das. Müsste ich das ganze Buch mit einem Wort beschreiben, dann wäre es: nichtssagend. Beginnen wir einmal bei der Protagonistin, die in meinen Augen nichts anderes darstellt, als eine kleine pubertäre Meckerziege, die zu chronisch kindischem und fehlgeleitetem Verhalten neigt. Sie bezieht alles auf sich, handelt naiv und denkt niemals auch nur einen Schritt weiter, als die sprichwörtliche "Fettsau" springt. Auch ich war mit 15/16 Jahren wahnisnnig naiv in Sachen "Liebe". Wer ist das nicht? Aber seien wir mal ehrlich: Wer weiß denn nicht, dass dauerhaftes Hinterherrennen bei dem Gegenüber eher Flucht- als Annäherungsbedürfnis hervorruft? Ab einem Alter von 10 Jahren, sollte das, denke ich, jedem klar sein. Und auch die allergrößten Spätsünder, dürften es mit 16 dann mal kapiert haben. Die Bedenken, die Amelia bezüglich ihrer Mutter und dem Feminismus äußerst konnte ich ihr daher nicht im geringsten abkaufen. Auf mich wirkte das viel mehr wie ein gescheiterter Versuch, Tiefgang in die Geschichte zu bringen. Kommen wir nun zu Chris. Haaaach ... Chris, Chris, Chris ... Mir ist beim besten Willen nicht klar, wie man sich in diesen Typen verlieben kann. Chris ist, um es mal auf den Punkt zu bringen, ein alkoholabhängiger Egoist, der sich nur an seinen eigenen Belangen orientiert. Wie so viele junge Menschen weiß auch er nicht, was er will, was in der explosiven Kombination mit seinem ausgeprägten Egoismus und dem ständigen Selbstmitleid oft dazu führt, dass er Amelia alles andere als fair oder gar erwachsen behandelt. Ich kann nur sagen: wenn jeder Junge in diesem Alter denken würde, wie er, dann Hallelujah! Die Abschnitte des Buches, die aus seiner Sicht erzählt wurden, waren daher eine besondere Qual. Der Tagebuchstil hat dazu leider negativ beigetragen. Die Kapitel aus Amelias Sicht waren da um einiges erträglicher und der Schreibstil sogar so gut, dass ich es letztendlich doch geschafft habe, mich emotional in Amelia hineinzuversetzen. Das ist auch der einzige Grund, weshalb dieses Buch letztendlich einen halben "Gnadenstern" mehr bekommen hat. Definitiv eines der schlechtesten Bücher, das ich jemals gelesen habe. Das haben bisher nur Schullektüren geschafft. Von mir gibts dafür nicht mehr als 1.5 Sterne. Tut mir leid. Besuche gerne meinen Blog, wenn du an weiteren Rezensionen interessiert bist: Books'n'Tracks

    4. Feb. 2024

3 von 9 Rezensionen

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