Fatale Flora. Von giftigen Pflanzen und gemeinen Menschen

Fatale Flora. Von giftigen Pflanzen und gemeinen Menschen

Hardcover
4.123

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Beschreibung

Willkommen im gefährlichsten Garten der Welt!

Auf den ersten Blick wirkt der Schlossgarten von Alnwick ganz harmlos: gepflegte Hecken, blühende Beete, saftiges Grün. Doch hinter seinen Toren verbirgt sich der tödlichste Garten der Welt: Poison Garden . Gegründet von Jane Percy, Herzogin von Northumberland.

Hier beginnt Noemis Reise in die Welt der Gifte. Fasziniert folgt sie John Knox, der den Besuchern von Alraune bis Rizinusbaum die Pflanzen und ihre verheerenden Wirkungen erklärt. Und Noemi versteht: Wo Gift wächst, sind auch Mörder.

Eisenhut im Currygericht, Atropin im Gin Tonic, Rizin in einer Tasse Tee. Nicht selten trifft Gift auf kulinarischen Einfallsreichtum. Spannend erzählt Noemi von den schönsten, skurrilsten und legendärsten Giftmorden der Geschichte, ihren Protagonisten und bis heute unterschätzten Mörderinnen.

Über das tödliche Potenzial in unseren Gärten und menschliche Abgründe – das sind mörderisch gute Geschichten!

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Mathematik & Naturwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
288
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Noemi Harnickell, geboren 1992 in Bern, arbeitet als freie Journalistin und schreibt u.a. für Die Zeit und das Online-Magazin Republik. Mit ihrer Reportage »Würden Sie diesen Mann entlassen?« war sie für den Deutschen Reporterpreis 2020 nominiert. Sie studierte Geschichte und Slawistik in Bern, Fribourg und Krakau und absolvierte die Reportageschule Reutlingen.

Beiträge

13
Alle
4

Fand es kurzweilig und unterhaltsam

✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein erstes Buch der Autorin und es hat mich thematisch total angesprochen. Noemi Harnickell unternimmt mit uns eine Art Rundgang durch den poison garden „The Alnewick“ in Northumberland, jedes Kapitel widmet sich einer anderen Giftpflanze und denjenigen, die damit schon mal gemordet haben bzw. ermordet wurden. Das Buch liest sich wie eine Mischung aus einem Sachbuch, True Crime und einer Art Podcast, weil die Autorin auch eigene Anekdoten und ihre Liebe zu Harry Potter und Agatha Christie mit dem Leser teilt. Einige Kapitel waren sehr spannend, von vielen behandelten Giftmorden hatte ich entweder noch nie oder bisher erst wenig gehört. Kennt Ihr zum Beispiel die Curry Killerin? Oder habt Ihr schon mal von dem Regenschirmattentat auf den bulgarischen Schriftsteller Georgi Markow gehört? Andere Kapitel waren für mich persönlich etwas schwieriger zu verstehen oder vom Thema etwas weniger spannend. Ich denke, das ist normal. Die Autorin hat auf jeden Fall einen schönen Mix hergestellt und insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten und ich habe viel Neues erfahren. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Fand es kurzweilig und unterhaltsam
3

Unstrukturiert zwischen Sachbuch und True Crime Fällen

Die Kombination hat mich gelockt. Giftpflanzen kurz vorgestellt und dann Giftmorde als Spannung für einen Krimifan. 135 Seiten habe ich geschafft. Leider war mir der Schreibstil zu unstrukturiert. Ich fand es wurde von einem zum anderen gesprungen und manchmal habe ich den Überblick verloren. Viele der Giftmorde waren dann aus Büchern, sehr alt, kein wirklicher True Crime. Vielleicht dann doch eher etwas für Sachbuchliebhaber.

4.5

Morbide und faszinierend. Stellenweise lehrreich. True-Crime Freunde werden es lieben!

Als bekennender True-Crime-Fan weiß ich, dass Gifte einen ganz besonderen Stellenwert in der Historie einnehmen. Aber auch in der Gegenwart gibt es einige hoch interessante Fälle von Giftmorden. Nicht selten liegt aller Anfang dieser Geschichten vor allen an einem Ort: dem heimischen Garten! Dunkel, düster und gemein. Heimtückisch, schmerzhaft, langsam mordend und voller Qualen. Wenn du dich bin hierhin nicht schaudernd abwenden musstest, wird dich das Buch wohl ebenso sehr faszinieren wie mich. Hatte Fakten, unschöne Tode und kaltblütige Killer Treffen hier aufeinander. Wir treffen auf viele bekannte, aber auch einige weniger bekannte Pflanzengifte und verlieren uns in grausigen Details. Stellenweise aber auch zu sehr. Es kam zu einigen Längen, die nicht unbedingt so hätten gestreckt werden müssen. Dennoch hochinteressant!

Morbide und faszinierend. Stellenweise lehrreich. 
True-Crime Freunde werden es lieben!
5

Die Dosis macht das Gift

Was für eine fantastische Reise das war!Wir begleiten hier nicht nur Noemi durch den giftigsten Garten der Welt, den Poison Garden in Nordengland (neuer Punkt auf meiner bucket list) und lernen die faszinierendsten und tödlichsten Pflanzen der Welt kennen. Sondern wir begleiten sie auch in die Vergangenheit zu den berühmtesten Giftmorden der Geschichte. Und auch wir Literaturfans kommen hier auf unsere Kosten, denn besonders Agatha Christie und auch Arthur Conan Doyle haben sich mehr als einmal zu einem literarischen Giftmord hinreißen lassen und finden ihren Platz in diesem tollen Buch. Besonders spannend sind dabei auch die beschriebenen Einflüsse, die Pflanzen schon immer auf Kultur und Menschen haben und wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse hier ist- in einer Form heilt das Gift des Rizinusbaums, in einer anderen tötet es mit nur einem Tropfen. Wie nah stets die heilende Dosis an der tödlichen ist, wird einem hier sehr schnell bewusst. Die genaue Wirkung der Gifte im menschlichen Körper wird zusätzlich präzise und doch sehr leicht verständlich erklärt. Und überraschend ist auch, wie viele giftige Pflanzen wir selbst tagtäglich um uns herum finden. Wer also schon immer wissen wollte, was Rhabarber im giftigsten Garten der Welt zu suchen hat (ich mag Rhabarber jetzt noch weniger als vorher), ob die Alraune wirklich magische Fähigkeiten besitzt und was der Kirschlorbeer mit dem zweiten Weltkrieg zu tun hat, der sollte sich sehr schnell in dieses Buch vertiefen und voller neuem Wissen aus dieser Lektüre auftauchen, es lohnt sich!

4

Als True Crime Fan...

Sehr interessant. Manche Fälle die im Buch beschrieben waren kannte ich tatsächlich schon aus diversen Podcasts. Trotzdem sehr kurzweilig und teilweise lehrreich was giftige Pflanzen angeht.

3

Bei Interesse an Giftpflanzen und Pflanzen im allgemeinen kommt hier sicherlich auf seine Kosten

Willkommen im giftigen Garten☠️ Wir bekommen hier ein Buch, das sowohl als Sachbuch, als auch als Roman daher kommt. Mal was anderes und zudem ziemlich aufschlussreich. In einzelnen Kapiteln werden unterschiedliche Pflanzen behandelt, die alle endemisch bei uns zu finden sind (Engelstrompete, Schlafmohn,...) Zu jeder Pflanze erhalten wir sachliche Informationen zu Herkunft, lateinischen Bezeichnungen, chemischen Zusammensetzungen, Giftmorden, Unfällen oder sonstigen Vorfällen. An einigen Passagen wird zb Bezug auf die grieschische Mythologie genommen und die Bedeutung der Nachtschattengewächse dieser Epoche. Auch der Bezug auf Agatha Christies Werke, die sich des öfteren der Mordwaffe Gift bemächtigt, durfte hier nicht fehlen. Agatha's Wissen über Gifte soll phenomenal gewesen sein. Wer jetzt denkt: "Puuuh! Nur langweilig" der irrt eigentlich, zum Teil. Ok, zugegebenermaßen sollte ein kleines Interesse am Thema bestehenund ein paar unnötige Längen sollten auch dringend übersehen werden 🤣 Viel zu oft verliert sich das Buch dann doch in Details, wie wissenschaftliches Fachsimpeln, lateinische Ausdrücke, anatomische Erklärungsmodelle,... Mich hat das Thema Giftplanzen, Gift in der Medizin aber auch als Tatwaffe immer schon fasziniert, so konnte mich das Buch für sich gewinnen. Fazit: Ein Buch, das ich jedem empfehlen würde, der sich an der Thematik interessiert und sich nicht vor theoretischen Konzepten abstoßen lässt. Sicherlich nicht für jeden was... Vorsichtige Leseempfehlung 3/5 🍄🍄🍄

Bei Interesse an Giftpflanzen und Pflanzen im allgemeinen kommt hier sicherlich auf seine Kosten
4

Noemi Harnickell gelingt mit "Fatale Flora" ein ungewöhnlicher Zugriff auf Pflanzenkunde: Sie verbindet wissenschaftliche Präzision mit einer essayistischen, fast literarischen Stimme. Das Buch ist kein klassisches populärwissenschaftliches Werk, sondern eher ein Streifzug durch die dunklen, widersprüchlichen und oft übersehenen Seiten der Pflanzenwelt. Harnickell rückt Pflanzen aus der Rolle des passiven Hintergrunds heraus und zeigt sie als aktive Akteure, die manipulieren, täuschen, sich verteidigen und überleben. Dieser Perspektivwechsel wirkt erfrischend und intellektuell stimulierend. Trotz der wissenschaftlichen Fundierung bleibt der Ton zugänglich. Die Autorin schreibt mit Witz, Neugier und einer gewissen erzählerischen Lust, die das Lesen angenehm fließen lässt. Biologie trifft auf Kulturgeschichte, Mythologie und Alltagsbeobachtung. Allerdings werden einige Themen mit großer Sorgfalt entfaltet, andere bleiben skizzenhaft. "Fatale Flora" ist ein kluges, charmant eigenwilliges Buch, das Pflanzen nicht erklärt, sondern neu erfahrbar macht. Es eignet sich besonders für Leserinnen, die Freude an essayistischen Naturbetrachtungen haben und bereit sind, sich auf ein Denken einzulassen, das nicht linear, sondern rhizomatisch wächst. Harnickell schreibt nicht, um abzuschließen, sondern um zu öffnen — und genau das macht das Buch reizvoll.

5

Flashback in die Toxikologie Vorlesungen im Bachelor.

Für alle die mehr über giftige Pflanzen in unseren heimischen Gärten und Feldern wissen wollen und wer damit schon Morde begangen hat. Erste Lektion in jeder Toxikologie Vorlesung: Die Dosis macht das Gift!

4

Das war mal eine schöne Abwechslung. In Fatale Flora unternehmen wir ausgehend vom Poison Garden in Alnwick, England eine Reise in die Welt der natürlichen Gifte - Engelstrompete, Tollkirsche, Eisenhut. Noemi Harnickell erzählt hier super unterhaltsam und interessant, wie Pflanzen zu zu mörderischen Werkzeugen wurden, sei es in der der Realität oder in Agatha Christies Romanen. Wissenschaft, True Crime Giftmorde, Medizingeschichte, und gefährliche Kulinarik - das hab ich wirklich gern gehört. Und ich bin einigermaßen erleichtert, dass ich 35kg Marzipan essen müsste, um eine tödliche Dosis Bittermandel zu mir zu nehmen. Das kann ich, glaub ich, ausschließen 😊.

4

Geniales Thema, teils nicht ganz ausgereifte Kapitel.

3

An sich war es ganz interessant,für mich war es eher ein Sachbuch über viele giftige Pflanzen. Die Geschichten dazwischen von realen "Gift" morden haben sich gut lesen lassen..

5

Der Garten von Alnwick Castle in Northumberland im Norden Englands ist ein ganz besonderer Ort. Dort existiert seit 2005 der „Poison Garden“, der über 100 Gift- und narkotische Pflanzen beherbergt und nur im Rahmen einer Führung besucht werden darf. Das tat auch die Journalistin Noemi Harnickell und verfasste daraufhin ihr zweites Sachbuch „Fatale Flora“. In diesem widmet sie sich 12 verschiedenen Giftpflanzen, beschreibt sie und ihre Wirkung, berichtet aus der Forschung und erzählt von historischen Fällen. Darüber hinaus webt sie auch immer wieder Szenen aus der Führung durch Alnwick Garden ein. Der Schweizer Arzt und Philosoph Paracelsus prägte im 16. Jahrhundert die Feststellung, dass es die Dosis sei, die ein Gift ausmache. Pflanzen ernähren uns, liefern uns Kleidung und heilen uns, sie können uns aber auch schaden. So wird beispielsweise der giftige Fingerhut zur Herstellung von Digitalis, einem Herzmedikament verwendet. Auch die Droge Heroin aus der Gruppe der Opiate diente zunächst als Schmerz- und Hustenmittel. Diese Zusammenhänge stellt die Autorin sehr übersichtlich und gut verständlich dar. Obwohl „Fatale Flora“ eine kurzweilige und unterhaltsame Lektüre ist, spricht das Buch auch sehr ernste Themen an, worauf die Autorin auch in ihrem Vorwort hinweist. Gifte dienten historisch immer wieder als furchtbare Waffen, sei es Zyanid in den Händen der Nationalsozialisten oder des Sektenführers Jim Jones, Nowitschok, das in den Anschlägen auf Alexei Nawalny sowie Sergei und Yulia Skripal verwendet wurde oder Rizin, das in der Spitze eines Regenschirms Georgi Markow das Leben kostete. Auch bekannte Serienmörder, wie der Lambeth Poisoner Thomas Neill Cream oder der berüchtigte Dr. Crippen werden erwähnt. In einem separaten Kapitel widmet sich die Autorin auch der Frage, warum weibliche Serienmörderinnen, wie bspw. Mary Ann Cotton (tötete mehr Menschen als Jack the Ripper), lieber übersehen werden. Die meisten Gifte in Noemi Harnickells Buch sind solche, die man erwarten würde: Tollkirsche, Stechapfel, Brechnuss, Engelstrompete – eines überrascht jedoch und eigentlich auch wieder nicht, der Tabak. Allein in Deutschland sterben jährlich 143.000 Menschen an den Folgen des Konsums. Alkohol, wie die Autorin im Nachwort erwähnt, ist ein noch stärker akzeptiertes Gift. Ein spannendes, unterhaltsames Sachbuch, das auch zum Nachdenken anregt.

5

Wie schon Reinhard Mey wusste, kommt das Klischee »Der Mörder ist immer der Gärtner« nicht von ungefähr: Welche Berufsgruppe hat schon so leichten Zugriff auf zahlreiche mehr oder weniger schwer nachweisbare Gifte? Noemi Harnickell nimmt uns mit auf eine Führung durch den Poison Garden von Alnwick im Norden Englands. Jedes Kapitel ist einer anderen Pflanze und ihren giftig-tödlichen Inhaltsstoffen gewidmet. Von Atropin bis Zyanid erfahren wir, welche die tödlichste Pflanze der Welt ist (die hat man übrigens nicht unbedingt auf dem Schirm, auch wenn es absolut Sinn ergibt), welche Gifte Agatha Christie in ihren Erzählungen vornehmlich verwendete und wie nah heilende und letale Dosis oftmals beieinander liegen. Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Fakten liegt der Schwerpunkt auf den mit den unterschiedlichen Pflanzen verbundenen Geschichten. Harnickell erzählt von Giftmördern und Giftmischerinnen aus der Geschichte und vermittelt auf diese Weise gekonnt, kurzweilig und unterhaltsam jede Menge Wissen. Ein wenig irritierend fand ich die wiederholte Erwähnung von Harry Potter in nahezu jedem Kapitel, die auf mich manchmal erzwungen wirkte. Auch ein, zwei wohl humorvoll gemeinte Bemerkungen (gerade in den ersten Kapiteln) habe ich als eher unsensibel wahrgenommen und hätte diese lieber vom Lektorat gestrichen gesehen. Letztendlich tun diese Kritikpunkte der wirklich lohnenswerten Lektüre aber keinen Abbruch. Ich hatte bei einem Sachbuch bisher nur selten das Bedürfnis »nur noch ein Kapitel!« zu lesen. Hier war das jedoch der Fall und so hatte ich das Buch ruckzuck durchgelesen. Ganz große Empfehlung für alle, die sich für giftige Pflanzen interessieren und für die Geschichten, die mit ihnen verbunden sind.

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