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Auch wenn sich Über Leben wie eine Dystopie liest, so wird doch auf jeder Seite deutlich, dass es sich hier weder um eine düstere Zukunftsvision noch um Schwarzmalerei handelt. Stattdessen erklärt das Buch mittels zahlreicher exemplarischer Beispiele eindrucksvoll und eindrücklich die Zusammenhänge von Mensch und Natur, berichtet von den Konsequenzen, die mangelnder Respekt und fehlende Achtung vor Tieren, Pflanzen und der Umwelt haben werden und leistet so einen wichtigen Beitrag zur im Buch selbst beschworenen Problematisierung der Folgen des „Zeitalters des Menschen“. Der Fokus liegt in Über Leben weniger auf dem Klimawandel als auf dem Erhalt der Biodiversität, die im Bewusstsein der meisten Menschen noch nicht als Überlebensthema des Planeten angekommen ist. Nach der Lektüre des Buches weiß man nicht nur, was Biodiversität ist, sondern auch, warum sie so fundamental für alles Leben auf der Erde ist. Neben den Beispielen und den diese manchmal ergänzenden anekdotischen Einschüben, bietet Über Leben einen klaren Blick auf „das große Ganze“ und vor allem nicht nur darauf, wie alles Leben auf der Erde miteinander verbunden sind, sondern auch, wie es nur durch ein vernetztes Handeln von Politik, Wirtschaft und Rechtsprechung auf der Basis eines Mehrheitsdrucks in der Bevölkerung gelingen kann, die fatalen Entwicklungen noch aufzuhalten. Das Buch vermittelt insgesamt viel Wissen und zahlreiche Fakten, allerdings ist es oftmals recht vereinfachend und populärwissenschaftlich – das ist gut für die Lesbarkeit und sehr einprägsam, aber leider zeitweise etwas zu oberflächlich. Und auch wenn Über Leben am Ende versucht, einen Hoffnungsschimmer zu vermitteln, erscheint der Ausblick auf die Zukunft sehr düster. Insgesamt ist Über Leben ein sehr lesenswertes, interessantes und natürlich problembewusstes Buch. Im direkten Vergleich mit David Attenboroughs Ein Leben auf unserem Planeten (A Life on Our Planet), welches ebenfalls die Biodiversität zum Dreh- und Angelpunkt des (menschlichen) Überlebens auf der Erde macht, ziehe ich letzteres vor. Es ist inhaltlich anspruchsvoller und zeigt deutlicher Rettungs- und Heilungsmöglichkeiten auf.
23. Sept. 2022
Auch wenn sich Über Leben wie eine Dystopie liest, so wird doch auf jeder Seite deutlich, dass es sich hier weder um eine düstere Zukunftsvision noch um Schwarzmalerei handelt. Stattdessen erklärt das Buch mittels zahlreicher exemplarischer Beispiele eindrucksvoll und eindrücklich die Zusammenhänge von Mensch und Natur, berichtet von den Konsequenzen, die mangelnder Respekt und fehlende Achtung vor Tieren, Pflanzen und der Umwelt haben werden und leistet so einen wichtigen Beitrag zur im Buch selbst beschworenen Problematisierung der Folgen des „Zeitalters des Menschen“. Der Fokus liegt in Über Leben weniger auf dem Klimawandel als auf dem Erhalt der Biodiversität, die im Bewusstsein der meisten Menschen noch nicht als Überlebensthema des Planeten angekommen ist. Nach der Lektüre des Buches weiß man nicht nur, was Biodiversität ist, sondern auch, warum sie so fundamental für alles Leben auf der Erde ist. Neben den Beispielen und den diese manchmal ergänzenden anekdotischen Einschüben, bietet Über Leben einen klaren Blick auf „das große Ganze“ und vor allem nicht nur darauf, wie alles Leben auf der Erde miteinander verbunden sind, sondern auch, wie es nur durch ein vernetztes Handeln von Politik, Wirtschaft und Rechtsprechung auf der Basis eines Mehrheitsdrucks in der Bevölkerung gelingen kann, die fatalen Entwicklungen noch aufzuhalten. Das Buch vermittelt insgesamt viel Wissen und zahlreiche Fakten, allerdings ist es oftmals recht vereinfachend und populärwissenschaftlich – das ist gut für die Lesbarkeit und sehr einprägsam, aber leider zeitweise etwas zu oberflächlich. Und auch wenn Über Leben am Ende versucht, einen Hoffnungsschimmer zu vermitteln, erscheint der Ausblick auf die Zukunft sehr düster. Insgesamt ist Über Leben ein sehr lesenswertes, interessantes und natürlich problembewusstes Buch. Im direkten Vergleich mit David Attenboroughs Ein Leben auf unserem Planeten (A Life on Our Planet), welches ebenfalls die Biodiversität zum Dreh- und Angelpunkt des (menschlichen) Überlebens auf der Erde macht, ziehe ich letzteres vor. Es ist inhaltlich anspruchsvoller und zeigt deutlicher Rettungs- und Heilungsmöglichkeiten auf.
23. Sept. 2022






