Blick ins Buch

Warum Krieg?

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Über das Buch

1932 wurde Albert Einstein vom Völkerbund, dem Vorläufer der Vereinten Nationen, eingeladen, einen Brief an einen Zeitgenossen über ein Thema seiner Wahl zu verfassen. Einstein entschied, sein Schreiben an Sigmund Freud zu adressieren, und stellte die prägnante Frage: »Warum Krieg?« Der Briefwechsel, erstmals im Jahr von Hitlers Machtergreifung auf Deutsch, Englisch und Französisch erschienen, gehört längst zu den grundlegenden und berühmtesten Texten des Pazifismus des 20. Jahrhunderts. In diesem Band wird er um wichtige Essays und Zitate von Albert Einstein über Krieg und Frieden, Abrüstung und internationale Kriegssicherung ergänzt, die von seinem Engagement für eine Welt zeugen, in der Fremdenhass und Nationalismus durch ein vereintes Europa und, mehr noch, durch eine Völkergemeinschaft ersetzt werden. Denn Albert Einstein war nicht nur einer der wichtigsten Wissenschaftler des letzten Jahrhunderts – er verstand seine Bekanntheit auch für eine Herzensangelegenheit zu nutzen: Frieden.

Editionen (5)

ISBN9783311706168
VerlagKampa Verlag
Erscheinungsdatum20.08.26
Seitenzahl112

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

7 Rezensionen

4,0

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  • ebob
    ebob

    300 Follower

    5,0

    „Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft“, Immanuel Kant

    Okay, das Zitat von Kant habe ich jetzt mal einfach so hier reingeschmuggelt. Aber warum das seine Berechtigung hat, erschliesst sich euch gleich. Wenn ich mich heutzutage aller Schlagzeilen zum trotz als Pazifist zu erkennen gebe, schwingt gleich der Vorwurf der Dummheit, Verblendung oder Naivität mit. Klar, Mahatma Gandhi, John Lennon oder Martin Luther King gibt es nicht mehr. Man könnte meinen, ihr Erbe sei aus den Köpfen der Menschen verflogen… bis ich auf dieses Buch gestossen bin. In einem Briefwechsel im Jahre 1932 sinnieren keine geringeren als Albert Einstein und Sigmund Freud über die Notwendigkeit des Friedens und wie dieser hergestellt werden könnte und warum dieser notwendig ist. Dass dieses Buch noch mit einer Essay von Isaac Asimov bereichert wurde, rundet das Werk ab und beweist, dass die Geisteshaltung des Pazifismus sowohl Verstand als auch Vernunft und Mut bedarf. Es waren drei Personen, die ihrer Zeit weit voraus waren und wahrscheinlich auch heute manchem Politiker, ob nah oder fern, noch wären. Dieses Buch ist wichtiger denn je. Schaden wird es keinen, helfen vielleicht allen. Solange diese Worte gelesen und über deren Bedeutung nachgedacht wird, keimt die Hoffnung, die ja bekanntlich zuletzt stirbt. Albert Einstein: „Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten (…) Es gibt nichts, das mir wichtiger ist und mir mehr am Herzen liegt. Was ich sonst mache oder sage, kann die Struktur des Universums nicht ändern. Aber vielleicht kann meine Stimme der größten Sache dienen: Eintracht unter den Menschen und Friede auf Erden.“ Sigmund Freud: „Warum empören wir uns so sehr gegen den Krieg, Sie und ich und so viele andere, warum nehmen wie ihn nicht hin (…)? Er scheint doch naturgemäß, biologisch wohl begründet, praktisch kaum vermeidbar. Die Antwort wird lauten, weil jeder Mensch ein Recht auf sein eigenes Leben hat, weil der Krieg hoffnungsvolle Menschenleben vernichtet, den einzelnen Menschen in Lagen bringt, die ihn entwürdigen, ihn zwingt andere zu morden, was er nicht will (…).“ Isaac Asimov: „Die Aufgabe lautet ganz allgemein: zu erhalten. Wir müssen die Umwelt erhalten, die Verhaltensformen, die zur Konsistenz und Lebensfähigkeit der Biosphäre beitragen, die Schönheit und die Harmonie. (…), die Nationen streiten sich immer noch verbissen und stellen ihren provinziellen Stolz über Leben und Tod der menschlichen Art.“

    „Der Friede ist das Meisterstück der Vernunft“, Immanuel Kant

    2. Aug. 2025

  • suat
    suat

    134 Follower

    4,5

    Zwei der größten Denker ihrer Zeit, Albert Einstein und Sigmund Freud, setzen sich zusammen, um eine der tiefsten Fragen der Menschheit zu erörtern: Warum gibt es Krieg? Genau dieser faszinierende Briefwechsel aus dem Jahr 1932 bildet den Kern dieses außergewöhnlichen Buches.

    ➖️ Einstein ist zutiefst beunruhigt über die wiederkehrenden Konflikte. Er fragt sich, wie es sein kann, dass Bevölkerungen immer wieder in Kriege gezogen werden, obwohl sie selbst darunter leiden. Er vermutet, dass hier mehr als nur politische oder wirtschaftliche Gründe im Spiel sind, es muss eine tiefere, psychologische Ursache geben. Mit dieser Frage wendet er sich an Freud, um Licht ins Dunkel der menschlichen Psyche zu bringen. Freuds Antwort ist direkt und tiefgründig. Er erklärt, dass in jedem Menschen zwei grundlegende Triebe wirken: der Eros, ein Trieb zum Verbinden und Erschaffen, und der Thanatos, ein Trieb zur Aggression und Zerstörung. Freud argumentiert, dass dieser Zerstörungstrieb ein ursprünglicher Bestandteil unserer Natur ist, der nicht einfach verschwindet. Die Zivilisation, so Freud, ist der ständige Versuch, diesen Trieb durch Gesetze, Normen und die Entwicklung von Vernunft und Empathie zu zähmen und zu lenken. Er zeigt auf, wie die Stärkung gemeinsamer Bindungen und ein starkes, von allen akzeptiertes Rechtssystem entscheidend sein können, um den Frieden zu wahren. Dieses Buch ist weit mehr als nur ein historisches Dokument. Es fordert uns auf, über die psychologischen Wurzeln von Hass und Gewalt nachzudenken und darüber, wie wir als Gesellschaft und als Individuen dazu beitragen können, den Frieden zu fördern. Fazit: Ein fesselnder und aufschlussreicher Dialog, der zeitlose Fragen der Menschheit beleuchtet und ein tieferes Verständnis für die Komplexität des Friedens ermöglicht. Absolute Lese-Empfehlung.

    Zwei der größten Denker ihrer Zeit, Albert Einstein und Sigmund Freud, setzen sich zusammen, um eine der tiefsten Fragen der Menschheit zu erörtern: Warum gibt es Krieg?  Genau dieser faszinierende Briefwechsel aus dem Jahr 1932 bildet den Kern dieses außergewöhnlichen Buches.

    2. Juli 2025

  • jadeblatt
    jadeblatt

    60 Follower

    3,0

    Schmales Buch, um schnell zu lesen was nur langsam zu begreifen ist. Zwei kluge Köpfe, gegensätzliche Köpfe, die Briefe schreiben und lesen, weil sie begreifen wollen.

    Schmales Buch, um schnell zu lesen was nur langsam zu begreifen ist. Zwei kluge Köpfe, gegensätzliche Köpfe, die Briefe schreiben und lesen, weil sie begreifen wollen.

    20. März 2026

3 von 7 Rezensionen

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