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Romane

Ósmann

4,3(50)
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Über das Buch

Der hohe Norden Islands um die Jahrhundertwende. Dort setzt Jón Magnússon Ósmann mit seiner Seilfähre Menschen, Tiere und Waren über die Gewässer des Skagafjords. Er ist ein Fischer und Robbenjäger, er sieht Geister und Elfen, er ist ein Menschenfreund, der Bedürftige verpflegt und beherbergt, und er ist ein gottesfürchtiger Trinker und Poet. Überlebensgroß, kräftig, gesellig und dabei versehrt vom eigenen Schicksal, sodass ihn die Fluten zu locken beginnen, die er über vierzig Jahre lang befahren hat. Eine lebenspralle und beinahe unglaubliche Geschichte nach einem wahren Leben.

Editionen (3)

ISBN9783257696073
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum26.03.25

Rezensionen & Bewertungen

50 Bewertungen

14 Rezensionen

4,3

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  • yaduria1982
    yaduria1982

    268 Follower

    4,5

    Der Roman um eine wahren Figur, den Fährmann Jon Magnusson Osmann spielt in Island. Es ist atmosphärisch unglaublich dicht und beschreibt die Kälte und Kargheit Islands sehr eindrucksvoll. Die Lebensgeschichte des Fährmann wird erzählt, es gibt immer wieder Zeitsprünge und Rückblenden. Der Roman lebt von der Figur des Fährmann, von den Menschen und der Natur Islands. Eine große Empfehlung und der Wille noch mehr von dem Autor zu lesen!

    11. Jan. 2026

  • eni
    eni

    64 Follower

    4,0

    Zwischen Einsamkeit und Mythen – eine stille Reise nach Island

    Osmann, der neueste Roman von Joachim B. Schmidt, ist ein stiller, atmosphärisch dichter Text, der das Leben eines isländischen Einzelgängers um die Jahrhundertwende nachzeichnet. Der Autor orientiert sich an einer realen Figur und verbindet biografische Elemente mit einer poetischen, fast mythischen Erzählweise. Die Geschichte führt in den abgelegenen Norden Islands, wo karge Landschaften, harsches Klima und soziale Isolation den Alltag bestimmen. Zentral ist das Leben eines Mannes, der in dieser Einöde versucht, seinen Platz in der Welt zu behaupten. Die Präsenz von Geistern, Elfen und überlieferten Mythen vermittelt ein feines Gefühl dafür, wie eng Natur, Glaube und Existenz in jener Zeit miteinander verwoben waren – ganz ohne ins Fantastische abzudriften. Besonders beeindruckt hat mich die Sprache des Romans: Sie ist bildhaft, ruhig und von einer poetischen Klarheit, die die Landschaft beinahe körperlich spürbar macht. Die Naturbeschreibungen gehören für mich zu den stärksten Momenten des Buches, ebenso die präzise Beobachtung der sozialen Härten und der tiefen Einsamkeit dieser Region. Gleichzeitig empfand ich die Erzählweise als bewusst langsam und sehr zurückhaltend; Spannung im klassischen Sinn entsteht kaum. Osmann ist ein leises Buch, das sich viel Zeit nimmt, seine Figuren und seine Welt zu entfalten – für mich passte dieses gemächliche Tempo jedoch gut zum Thema und zum Leben der dargestellten Menschen. Wer rasante Handlungen oder starke dramaturgische Entwicklungen erwartet, könnte hier weniger fündig werden. Im Fazit würde ich Osmann all jenen empfehlen, die sprachlich fein gearbeitete Literatur schätzen, Interesse an Island und historischen Lebenswelten mitbringen und sich gerne von Atmosphäre tragen lassen. Es ist ein Roman, der weniger durch Ereignisse wirkt als durch Stimmung, Sprache und seine stille Eindringlichkeit.

    Zwischen Einsamkeit und Mythen – eine stille Reise nach Island

    18. März 2026

  • lenafederleicht
    lenafederleicht

    113 Follower

    4,5

    Die Geschichte eines einfachen und kargen Lebens, gespickt mit Mythen, Sagen und doch auch hin und wieder außergewöhnlichen Vorkommnissen. Joachim Schmidt erzählt hier über einen rauen Mann, der jedoch einen vielschichtigen Charakter hat und einem ans Herz wächst. Eine wunderbare Erzählung!

    30. März 2026

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Joachim B. Schmidt

Joachim B. Schmidt, geboren 1981, aufgewachsen im Schweizer Kanton Graubünden, ist 2007 nach Island ausgewandert. Seine Romane, darunter ›Kalmann‹ und ›Tell‹, sind Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Crime Cologne Award und zuletzt mit dem Glauser-Preis. Der Doppelbürger lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík.

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