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Gerechtigkeit

2,8(6)
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Über das Buch

Alle wollen Gerechtigkeit – immer für sich, manchmal auch für andere, selten für alle. Aber was ist Gerechtigkeit, und wie ist sie zu haben? Bernhard Schlink bietet weder ein ideales Konzept noch eine einfache Formel. Sein Anliegen ist bescheidener. Er zeigt auf, wie wir immer wieder neu nach gerechten Lösungen suchen müssen und sie finden können. Das ist Arbeit, der Text ist eine Anleitung zur Gerechtigkeitsarbeit.

Editionen (1)

ISBN9783257616217
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum25.02.26
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

3 Rezensionen

2,8

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  • daggi19
    daggi19

    32 Follower

    3,0

    Ich habe mir einfach mehr von diesem Buch versprochen

    Das ist mein 4. Buch von Bernhard Schlink, den ich immer sehr gut verstehen und lesen konnte und immer gute Informationen aus seinen Texten und Romanen ziehen konnte. Dieses Mal ist es anders; schon in seinem Vorwort schreibt er: "Wenn der folgende Text zunächst denen, die keine Philosophen sind, zu philosophisch und den Philosophen nicht philosophisch genug ist, bitte ich um Geduld." Ich hatte Geduld, aber es hat sich nur teilweise gelohnt. Wenn ich auch manche Sätze immer wieder gelesen hatte, habe ich den Sinn nicht erfassen können, waren mir die Wortspielereien oft zu verwirrend. Ich kam mir vor wie bei Loriot, der englischen Ansage von Evelin Hamann in dem sie sich ständig wiederholt und verhaspelt.... Andere Passagen wiederum waren mit Beispielen hinterlegt, gut nachvollziehbar und verständlich, aber dennoch vielleicht besser geeignet für Juristen und Philosophen, welches ich sehr schade finde. Der Ansatz war gut

    7. Juni 2026

  • rocher
    rocher

    35 Follower

    4,0

    Ein guter und wichtiger Gedankenanreger über Gerechtigkeit.

    15 Stunden vor

  • wildeskopfkino
    wildeskopfkino

    147 Follower

    4,0

    Gerechtigkeit als leiser Kompass durch komplexe Gedankenwelten

    Gedanken über Gerechtigkeit entfalten sich wie leise Wellen, die immer wieder an denselben Strand zurückkehren und doch jedes Mal neue Spuren hinterlassen. Bernhard Schlink nimmt mich mit in einen stillen Denkraum, in dem einfache Antworten keinen Platz haben. Stattdessen entsteht ein tastendes Suchen, das sich ehrlich und menschlich anfühlt. Jede Seite lädt dazu ein, eigene Überzeugungen zu prüfen und vertraute Maßstäbe neu zu betrachten. Besonders berührt hat mich die ruhige Klarheit, mit der Schlink schwierige Fragen öffnet, ohne sie zu dominieren. Gerechtigkeit erscheint nicht als starres Ziel, sondern als fortwährende Bewegung zwischen Menschen, Erfahrungen und Entscheidungen. Während des Lesens entstand das Gefühl, an einem langen Tisch zu sitzen, an dem unterschiedliche Stimmen gehört werden und niemand den endgültigen Anspruch erhebt. Manche Passagen wirken bewusst zurückhaltend und lassen Raum zum Weiterdenken. Genau darin liegt ihre Stärke. Der Text fordert, ohne zu überfordern, und begleitet, ohne zu belehren. Am Ende bleibt kein fertiges Konzept, sondern ein wacher Blick auf die Welt. Dieses Buch fühlt sich wie ein leiser Kompass an, der nicht den Weg vorgibt, aber hilft, ihn achtsam zu gehen.

    Gerechtigkeit als leiser Kompass durch komplexe Gedankenwelten

    2. Apr. 2026

Autorin / Autor

Über Bernhard Schlink

Bernhard Schlink, 1944, Jurist, lebt in Berlin und New York. Sein erster Roman ›Selbs Justiz‹ erschien 1987; sein 1995 veröffentlichter Roman ›Der Vorleser‹, in über 50 Sprachen übersetzt, mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet und 2009 von Stephen Daldry mit Kate Winslet unter dem Titel ›The Reader‹ verfilmt, machte ihn weltweit bekannt. Zuletzt erschien von ihm der Roman ›Das späte Leben‹ (2023).

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