Blick ins Buch

Romane

Die Königin von Dirt Island

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Über das Buch

Nach dem Tod ihres Mannes bringt Eileen ihre Tochter allein durch und verzweifelt fast, als sich die Geschichte wiederholt und auch ihre eigene Tochter jung und unehelich Mutter wird. Doch in den Frauen der Familie Aylward stecken Kraft und Mut, und es reicht ihnen längst nicht, nur eine Nebenrolle im Leben zu spielen.

Editionen (2)

ISBN9783257615869
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum23.07.25
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

15 Bewertungen

4 Rezensionen

4,2

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  • aygen_e
    aygen_e

    139 Follower

    5,0

    Sternebewertung fiktiv

    Ein dynamischer Roman über starke Frauen. Die Frauen der Familie Aylwards sind besonders. Sie sind hart im nehmen, selbstbestimmt und unerschrocken. Nicht umsonst hat der Autor seiner Mutter den Roman gewidmet. Der Roman beginnt mit der hochschwangeren Eileen, die kurz nach der Geburt ihrer Tochter, ihren Mann verliert. Ihr bleibt nur die Möglichkeit ihre Tochter allein mit Hilfe ihrer Mutter großzuziehen. Wir begleiten vier Generationen an Frauen durch ihre Lebenslagen, ob Geburt, Schulzeit, Liebe und das Leben. Auch Männer kommen vor, meist jedoch im Hintergrund und ruhig. Was mir besonders gefallen hat: Ich mag irische Romane, die in den 80igern spielen. Irland ist zu dem Zeitpunkt katholisch und protestantisch geprägt, was häufig zu Konflikten führt, ebenso ist die Arbeitslosigkeit hoch, die Armut präsent. Ein guter Roman, ein Wechselspiel aus rauem Realismus und leiser Melancholie. Die Charaktere jedoch für mich mit zu wenig Tiefe, obwohl man gerne viel mehr hätte über diese besonderen Frauen erfahren wollen. Der Vorteil, die Kapitel gehen knapp über 1,5 bis 2 Seiten. Schade, konnte mich nicht wirklich überzeugen, obwohl es auch starke Kapitel gab. Meine Erwartungshaltung war so mehr Claire Keegan Like, aber da hat es dann doch noch viel gefehlt.

    17. Aug. 2025

  • wildeskopfkino
    wildeskopfkino

    148 Follower

    5,0

    Ein stiller Sturm aus Liebe und Trotz

    Ein Dorf irgendwo in Irland, ein kleines Haus, vier Generationen Frauen, die sich mit Stolz, Zorn und Liebe durchs Leben kämpfen – so leise und doch so eindringlich erzählt Donal Ryan in Die Königin von Dirt Island von Stärke, Verlust und dem unausweichlichen Kreislauf der Familie. Von der ersten Seite an war ich gefangen in dieser eigenwilligen Mischung aus poetischer Zartheit und rauem Realismus. Die Sprache schimmert in kurzen, fast rhythmischen Kapiteln, jedes wie ein Atemzug, und doch bleibt sie fest verwurzelt im Alltag. Eileen, die Mutter, trägt ihre Welt auf den Schultern – trotzig, stolz, verletzlich. Ihre Tochter Saoirse wächst in dieser Schwere auf, kämpft um Freiheit und Liebe und erkennt viel zu spät, wie sehr sie ihrer Mutter gleicht. Ich habe beim Lesen oft innegehalten, weil einzelne Sätze so tief trafen. Diese Frauen weinen nicht über ihr Schicksal – sie leben es, mit einer stoischen Würde, die still bewundert werden will. Es sind nicht die großen Dramen, sondern die leisen Momente, die dieses Buch so besonders machen. Donal Ryan schreibt über Frauen, als würde er sie seit Jahrhunderten kennen. Über Mütter und Töchter, deren Liebe manchmal weh tut, aber immer bleibt. Die Königin von Dirt Island ist kein Buch, das laut glänzt – es leuchtet leise, lange nach dem letzten Satz.

    Ein stiller Sturm aus Liebe und Trotz

    18. Okt. 2025

  • 4,0

    Ein gutes Buch, das emanzipierte Frauen in den Vordergrund stellt

    Ein Buch über drei Generationen von Frauen in Irland Eileens Mann stirbt drei Tage nach der Geburt ihrer Tochter Saoirse. Sie zieht diese alleine mit Hilfe ihrer Stiefmutter auf. Ihre eigene Familie will nichts mehr von ihr wissen. Wir begleiten diese über viele Jahre, später kommt noch Pearl, die Tochter von Saoirse hinzu. Über vier Frauengenerationen wird die Geschichte der Aylwards erzählt. Dies geschieht in kurzen Kapiteln, die von verschiedenen Episoden ihres Lebens, wie z.B. Schuldramen, Erbstreitigkeiten, ungewollter Schwangerschaft, Dorfgerede und der Entstehung von Beziehungen berichten. Donal Ryan spricht viele Themen an. Es geht um Mutterschaft, eine bigotte Gesellschaft, die IRA und Jugendgewalt. Dies ist einbettet in ein typisch irisches Dorfleben. Leider empfand ich die Erzählweise sehr distanziert, vielleicht war es für mich befremdlich, dass die Kapitel immer genau 500 Wörter lang sind. Ich kann es nicht genau bezeichnen, was dazu geführt hat, dass ich mich nicht hundertprozentig auf die Geschichte einlassen konnte. Alles in allem ist es ein gutes Buch, das emanzipierte Frauen in den Mittelpunkt stellt.

    23. Juli 2025

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Donal Ryan

Donal Ryan, geboren 1976 in Nenagh, Tipperary, studierte Bauingenieurwesen und Jura und unterrichtet Creative Writing an der Universität von Limerick. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Castletroy, Limerick. Seine Romane ›Die Gesichter der Wahrheit‹ und ›Die Stille des Meeres‹ waren auf der Longlist des Man Booker Prize.

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