Blick ins Buch

Thriller

Playback

3,6(11)
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Über das Buch

Privatdetektiv Philip Marlowe wird von Rechtsanwalt Clyde Unmey beauftragt, eine junge Dame zu beschatten. Die rothaarige Eleanor King ist eine Augenweide, und der Auftrag ganz nach Marlowes Geschmack. Bis die erste Leiche auftaucht. Denn Miss Kings größtes Talent besteht darin, in Schwierigkeiten zu geraten. Und Marlowe ist nicht der Einzige, der ihr folgt.

Editionen (4)

ISBN9783257203134
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum24.02.09
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

4 Rezensionen

3,6

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  • norinka
    norinka

    172 Follower

    2,5

    Chandlers letzter Marlowe

    Der Funke ist nicht ganz übergesprungen.

    27. Apr. 2024

  • saschamalz
    saschamalz

    119 Follower

    5,0

    Vielen Dank an Diogenes für das Rezensionsexemplar Neuübersetzung durch Ulrich Blumenbach Philip Marlowe soll eigentlich nur eine Frau beschatten. Ein scheinbar einfacher Auftrag, der ihn schon bald in ein Netz aus Lügen, Erpressung und Mord hineinzieht. Je tiefer Marlowe gräbt, desto deutlicher wird, dass wieder einmal niemand sauber ist - und dass er selbst der Einzige zu sein scheint, der noch irgendeiner Form von Moral folgt. Zwischen heruntergekommenen Hotels, reichen Auftraggebern und gescheiterten Existenzen kämpft er sich durch einen Fall, der weniger von spektakulären Wendungen lebt als von Atmosphäre, Dialogen und den Menschen, denen er begegnet. Und genau darin liegt für mich auch die große Stärke des Romans. Playback fühlt sich durchgehend an wie ein Abschied von Marlowe - und irgendwie auch von Chandler selbst. Der Ton ist ruhiger, melancholischer und deutlich müder als in den früheren Romanen. Marlowe wirkt abgeklärter, fast einsam, und oft schwingt zwischen den Zeilen eine gewisse Erschöpfung mit. Gerade deshalb hat mich das Buch aber so gepackt. Dass dies Chandlers letzter vollendeter Marlowe-Roman war und nur kurz vor seinem Tod erschien, merkt man dem Roman meiner Meinung nach in jeder Zeile an. Einerseits wirkt alles reduzierter und weniger verspielt als etwa in Der lange Abschied oder Tote schlafen fest, andererseits steckt gerade darin eine besondere Stimmung, die mich komplett abgeholt hat. Kein großes Finale, kein übertriebener Knall - eher ein leiser, melancholischer Abschied von einer Figur, die das Hardboiled-Genre geprägt hat wie kaum eine andere. Und trotzdem ist Chandler natürlich immer noch Chandler. Die Dialoge sitzen, Marlowe hat diesen trockenen Humor, und selbst kleine Szenen entfalten sofort eine unglaubliche Atmosphäre. Genau das ist es, was Chandler für mich bis heute von vielen anderen Krimiautoren abhebt: Es geht nie nur um den Fall, sondern immer auch um die Menschen, die Stimmung und die Sprache. Vielleicht nicht der komplexeste Marlowe-Fall - aber definitiv einer der emotionalsten. Gerade weil man spürt, dass hier etwas zu Ende geht. Von mir 5/5 und eine klare Empfehlung an alle Fans klassischer Noir- und Hardboiled-Krimis.

    17. Mai 2026

  • berni
    berni

    87 Follower

    4,0

    Wenn Hard Boiled Krimis immer so wären wie dieser, würde ich viel mehr davon lesen. Man versteht gut was Bukowski und Fauser daran mochten.

    30. Dez. 2023

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Raymond Chandler

Raymond Chandler, geboren 1888 in Chicago, wuchs in England auf. Er übte verschiedenste Berufe aus, bevor er ab 1932 ernsthaft zu schreiben begann. Chandler wurde nicht nur mit seinen Romanen um den Privatdetektiv Philip Marlowe zum Klassiker der Kriminalliteratur. Er verfasste auch berühmte Drehbücher für Billy Wilder und Alfred Hitchcock. Raymond Chandler starb 1959 in La Jolla, Kalifornien.

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