Blick ins Buch

Jugendbücher

Mama Odessa

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Über das Buch

Die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie in Hamburg – voller Geheimnisse, Liebe und Literatur

Vom Zweiten Weltkrieg über die spätstalinistische Zeit bis in die Gegenwart erzählt Maxim Biller die Geschichte der Familie Grinbaum: Der Großvater entkommt dem Nazi-Massaker an den Juden von Odessa 1941 wie durch ein Wunder; der Vater entgeht einem KGB-Giftanschlag, der aber seine Ehefrau trifft; die Familie strandet im Hamburger Grindelviertel, wo nichts mehr an die jüdische Vergangenheit des Stadtteils erinnert – und wo der Vater wegen einer Deutschen seine Familie verlässt.
Das alles prägt die Beziehung von Mutter und Sohn, beide Schriftsteller, die sich lieben, aber auch immer wieder verraten. Zentraler Konfliktpunkt: das Schreiben.
Mit einem Nachwort und Anmerkungen von Kai Sina.

Editionen (5)

ISBN9783150147092
VerlagReclam, Philipp
Erscheinungsdatum15.07.26
Seitenzahl280

Rezensionen & Bewertungen

34 Bewertungen

4 Rezensionen

3,5

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  • rikwal
    rikwal

    358 Follower

    5,0

    Zionismus, Emigration, Odessa, Judentum, Familie, Ehe, Mutter-Sohn

    Lebensgeschichte der Familie von Maxim Biller. Jüdisch-ukrainisch-sowjetische Emigranten, die nach Hamburg kommen. Es geht viel um Ehe der Eltern, das Schreiben und den Zionismus des Vaters, der immer wieder zu Repression in der UdSSR führt. Immer wiederkehrend ist die Sehnsucht und die Angst vor und um Odessa. Toll gelesen, sehr schönes Buch. Nachdenklich, wehmütig, aber auch sehr aktuell. 4 1/2 Sterne

    9. Feb. 2024

  • hansdampf
    hansdampf

    200 Follower

    1,5

    Eigentlich müsste das Buch über seine Mutter "Mama Praha" heißen, kommt sie doch nicht aus Odessa sondern aus Prag. Traumaaufarbeitung in Buchform, die besser an seinen Therapeuten adressiert sein sollte. Macht wenig Lust auf ein weiteres Buch von ihm Es soll aber Leser geben, die gerade die düstere Lebensbeichten Billers mögen ...

    Nun wollte Biller nach dem russischen Überfall auf die Ukraine die Schriftstellertätigkeit aufgeben (Mama Odessa wurde zuvor geschrieben). Ob er das durchziehen wird und ob außer den Kritikern jemand darüber traurig sein wird, ist die Frage.

    26. Mai 2024

  • estrelas
    estrelas

    59 Follower

    3,0

    „Alles fing - für Lassik, meinen Vater und die anderen - am 21. Oktober 1941 an, als die Deutschen und Rumänen jeden Juden von Odessa, den sie finden konnten, in die verlassenen Baracken des alten Munitionslagers am Tolbuchinplatz hineintrieben, die Baracken mit Benzin übergossen und anzündeten.“ Elemente eines Lebens - eine intensive Auseinandersetzung mit dem Krieg, der Familie und dem Schriftstellerleben.

    4. Dez. 2024

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Maxim Biller

Maxim Biller, geb. 1960 in Prag, lebt seit 1970 in Deutschland. Seine Bücher wurden in neunzehn Sprachen übersetzt. 2023 erschien sein erfolgreicher Roman Mama Odessa. Als »großer Prosaist und streitbarer Essayist« wurde Biller 2024 mit dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet.

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