Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Ilias und Odyssee

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Über das Buch

Johann Heinrich Voß prägte mit seinen Übersetzungen das Homer-Bild der deutschen Leser. Er schuf die weithin akzeptierten deutschen Fassungen der homerischen Epen »Ilias« und »Odyssee«, die inzwischen längst kanonisch geworden sind. Zeit seines Lebens hat er sich damit beschäftigt und seine Übertragungen dabei zum Teil stark überarbeitet. In späteren Auflagen war es sein Bestreben, sich dem griechischen Original wieder stärker anzunähern als in seinen Erstfassungen. Diesem jahrzehntelangen Ringen um den besten »deutschen Homer« wird in dieser Ausgabe Rechnung getragen: Sie bietet erstmals wieder seit 1821 den Text der fünften Auflage, der letzten zu Voß' Lebzeiten erschienenen. Im Sinne der authentischen Wiedergabe des ungewöhnlichen Sprachduktus wurde auf eine orthographische Modernisierung bewusst verzichtet. In je einem eigenen Nachwort beleuchten der Gräzist Ernst Heitsch und der Germanist Günter Häntzschel die Epen Homers und ihre Übersetzungen aus Voß' Hand.

Editionen (17)

ISBN9783150107775
VerlagReclam, Philipp
Erscheinungsdatum01.10.10
Seitenzahl1008

Rezensionen & Bewertungen

17 Bewertungen

1 Rezensionen

3,8

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  • gedankenlabor
    gedankenlabor

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    5,0

    Homer, einer der frühsten Dichter des westlichen Teils von Europa… seine Werke „Ilias“ & „Odyssee“ zählen zu den ältesten fiktionalen Werken der Weltliteratur. In „Illias“ wird ein Abschnitt des trojanischen Krieges geschildert, während wir in der „Odyssee“ die Abenteuer des Königs Odysseus von Ithaka und die Rückkehr des Königs und seiner Gefährten aus dem trojanischen Krieg begleiten. Beide Erzählungen schrieb Homer in Gesängen nieder, die für mich einen ganz wundervollen poetischen Aspekt mit sich brachten. Gleichzeitig verbindet Homer seine Geschichten oftmals mit der Natur, was mir sehr gefallen hat! Trotz der Schönheit dieses literarischen Schatzes, muss ich auch sagen, dass es nicht immer ganz so einfach ist Homers Gesängen zu lauschen. So manches Mal brauchte ich wirklich Geduld, viel Muße und einen langen Atem um folgen zu können. Insgesamt hat es sich aber sehr sehr gelohnt sich mit beiden seiner Werke näher zu beschäftigen und dies auch weiterhin zu tun. Denn beide Werke tragen viel mit sich und lassen einen ganz besonderen Blick in die ersten literarischen Werke überhaupt zu und fordern vom Leser Aufmerksamkeit und wie ich finde auch den Willen sich mit teilen der frühen Geschichte, Glaube etc. auseinander zu setzen. Sicher werde ich nicht mein Leben lang Homer studieren, doch werden diese beiden Werke stets präsent sein und sicher immer mal wieder meine Aufmerksamkeit fordern. Vorallem in dieser, wie ich finde gelungene Ausgabe des Anaconda Verlages (Schuber mit beiden Bänden), die gespickt ist mit vielen Illustrationen macht es zudem wirklich was her! Wer sich literarisch einfach mal an die Anfänge begeben möchte und sich nicht scheut Geduld und Aufmerksamkeit mitzubringen, dem sei dieser Schuber mit beiden Bänden des Dichters Homer sehr ans Herz gelegt!

    19. Sept. 2022

Autorin / Autor

Über Homer

Homer (Homeros, etwa 7. oder 8. Jhd. v. Chr.) ist das größte Mysterium der frühen abendländischen Literaturgeschichte: Weder ist bekannt, wann er geboren wurde, wann er gestorben ist noch ob es ihn überhaupt gegeben hat. So wird z. B. angenommen, dass es sich weniger um eine reale Person als um einen künstlerischen Stil handelt, der von einer Gruppe von Dichtern gepflegt wurde. Homers »Ilias« ist bevölkert von berühmten Mythen wie etwa dem Raub der Helena durch Paris oder dem Kampf zwischen Achilles und Hektor. Daneben steht Odysseus, der es schafft, den Trojanischen Krieg mit seiner List – dem Trojanischen Pferd – für die Griechen zu entscheiden. Die »Odyssee«, Homers zweites Epos, handelt von Odysseus’ darauffolgender langer und beschwerlicher Heimkehr. Dabei muss sich der Held beispielsweise gegen den Zyklopen Polyphem oder die Sirenen behaupten. Homer gehört zu den fundamentalen Mythenstiftern der abendländischen Tradition. So bearbeiten Nachfolger den trojanischen Sagenkreis, indem sie ihn etwa wie in »Nostoi« mittels weiterer Rückreisen von Helden wie Agamemnon oder Menelaos anreichern, oder ihn wie in »Batrachomyomachia«, auch bekannt unter »Der Froschmäusekrieg«, parodieren.

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