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Romane

Die Wanderbücherei

4,0(5)
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Über das Buch

Eine große heimliche Liebe. Und die Macht der Fantasie. Im weiß-blauen Tramwagen, der als Wanderbücherei durch München fährt, lernen Vera und Hans sich kennen – und verlieben sich. Aber als »Halbjüdin« muss Vera jetzt, 1937, alles daransetzen, nicht aufzufallen. Das gilt auch für den Sozialisten Hans. Die beiden verstecken verschlüsselte Botschaften füreinander in den Büchern verfemter Autoren. Thomas Mann, Kästner, Tucholsky: als Leihbücher werden sie für Vera und Hans zum heimlichen Überlebensmittel. Bis Hans nicht mehr in die Wanderbücherei kommt… Heute: In einem alten Tramwagen stößt die Restauratorin Sophie auf verblichene Ausleihkarten – und entdeckt den geheimen Code einer großen Liebe. Lesen als Überlebensmittel: eine Feier der Bücher und der Zivilcourage.

Editionen (1)

ISBN9783104921808
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum01.04.26
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • lesehexe_sheena
    lesehexe_sheena

    121 Follower

    5,0

    Die Geschichte von Vera und Hans hat mich von Anfang an mitgerissen. Zwischen Bücherregalen und den Ausleihkarten der Wanderbücherei entsteht eine leise, wunderschöne Liebe, die gerade deshalb so intensiv ist, weil sie im Schatten der NS-Zeit stattfinden muss. Vera, die als „Halbjüdin“ ständig Angst haben muss aufzufallen, und Hans, der seine sozialistischen Ansichten verstecken muss, wirken unglaublich authentisch und nahbar. Ihre heimlichen Botschaften in den Büchern von Thomas Mann, Kästner oder Tucholsky waren für mich eines der schönsten Elemente des Romans: zart, mutig und voller Sehnsucht. Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr Bücher hier zu einem Symbol des Überlebens werden. Lesen bedeutet in diesem Roman weit mehr als Unterhaltung: Es bedeutet Hoffnung, Widerstand, Freiheit und Menschlichkeit. Auch die zweite Zeitebene mit Sophie war wunderbar eingebunden. Ihre Entdeckung der alten Ausleihkarten und des geheimen Codes hat der Geschichte etwas Geheimnisvolles verliehen und die Vergangenheit auf emotionale Weise wieder lebendig gemacht. Stück für Stück entfaltet sich ein Bild einer großen Liebe, die Jahrzehnte überdauert. Der Schreibstil war atmosphärisch und gleichzeitig zum Teil bedrückend, wenn die historischen Ereignisse immer näher rückten. Vor allem die Figuren machen dieses Buch so besonders: Vera ist mutig und sensibel zugleich, Hans voller Herz und Idealismus, und selbst die Nebenfiguren wirken lebendig und glaubwürdig. Fazit: „Die Wanderbücherei“ war für mich ein absolutes Lesehighlight, es ist ein Roman, der nicht nur erzählt, sondern mich tief berührt.

    28. Mai 2026

Autorin / Autor

Über Thomas Montasser

Thomas Montasser verarbeitet in »Die Wanderbücherei« Motive und Begebenheiten seiner eigenen Familiengeschichte. Seine Großmütter waren zur Zeit des »Dritten Reichs« Dienstmädchen bei einer jüdischen Familie bzw. Kellnerin in einem von Hitlers Lieblingslokalen, die Großväter Sozialist bzw. Kommunist – und beide Eisenbahner. Thomas Montasser ist Autor, Literaturagent und Lehrbeauftragter für Buchwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und waren in mehreren Ländern auf den Bestsellerlisten.

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