Blick ins Buch

Romane

Satanstango

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Über das Buch

Eine heruntergekommene Ansiedlung in Südostungarn. Keine Arbeit, keine Hoffnung, keine Zukunft. Ringsum Verfall, von strömendem Oktoberregen in tiefe Trostlosigkeit getaucht. Nur eine Handvoll Menschen sind geblieben und warten auf ein Wunder, das ihr Los zum Besseren wenden könnte. Eines Tages kommt einer und verheißt Erlösung: Irimias, ein ehemaliger Dorfbewohner mit dem Charisma eines Propheten. Er verspricht anderswo einen neuen Anfang, Arbeit und ein besseres Leben. Die Dorfbewohner können sich der Suggestionskraft seiner Verheißungen nicht entziehen, wenngleich sie ahnen, daß sie wie schon so oft in ihr Unglück rennen werden. Und richtig, Irimias ist ein Gaukler und Gauner, der, seinerseits den Zwängen eines übermächtigen Systems ausgeliefert, Spitzeldienste für die Polizei verrichtet. Während aus dem Mund eines Irren Warnlaute erklingen und rätselhaftes Glockengeläut das Dorf erzittern läßt, tanzen dessen Bewohner zur Feier ihrer bevorstehenden Befreiung in der Kneipe einen infernalischen nächtlichen Tango... Eine Parabel über das Versagen von Ideologien, über Indoktrination und Manipulation, über politische Hörigkeit und Spitzelwesen, über die Macht von Worten und das Unglück der Zeit.

Editionen (3)

ISBN9783100422286
VerlagS. FISCHER
Erscheinungsdatum19.07.07
Seitenzahl250

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

7 Rezensionen

3,7

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  • bookochino
    bookochino

    162 Follower

    1,0

    Ich habe einfach über drei Monate für dieses Buch gebraucht. Mein Ehrgeiz lässt mich Bücher nicht abbrechen…leider. Bestimmt gibt es viele schlaue Erklärungen, was dieses Buch soll. -Mir erschließt sich der Sinn nicht. Falls mich jemand aufklären möchte, meine dms sind offen…

    2. März 2026

  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    4,0

    Ein fast komplett von der Außenwelt abgeschnittenes Dorf in Ungarn. Einwohner, die den Moment verpasst haben, das Dorf zu verlassen und ihr Leben in der Stadt zu verbessern. Abgehängtheit, Trunksucht, Depression wo man auch hinschaut. Da kommt Irimias, ein ehemaliger Dorfbewohner zurück, schildert eine Zukunft in schillernden Farben für alle in der Stadt, er bräuchte nur etwas Startkapital. Die Lesenden ahnen schon, wie es kommen wird und so ist es auch. Irimias ist ein Betrüger und verschwindet mit dem Geld, nachdem er alle Dorfbewohner getrennt voneinander irgendwohin in der Stadt geschickt hat Die Geschichte ist sehr düster und deprimierend. Der Verfall der Gebäude und die Abgehängtheit der Bewohner*innen aber sprachlich so gekonnt und empathisch erzählt, dass ich das Buch dennoch sehr gerne gelesen habe. Das Buch ist unfassbar düster, die Geschichte sehr deprimierend. Die Charaktere, die Trostlosigkeit und der Verfall aber grandios erzählt. Die Sprache und

    26. Dez. 2025

  • alexamuc
    alexamuc

    26 Follower

    3,0

    Nachdem ich fast abgebrochen hätte, fand ich sie zweite Hälfte dann doch noch ganz gut.

    30. Juni 2026

3 von 7 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2410%
alexamuc
alexamuc22. Juni 2026

Diese langen verschachtelten Sätze machen die Lektüre nicht gerade einfach, transportieren aber die Stimmung exzellent.

Seite 11847%

1 Kommentar verdeckt

Seite 20682%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über László Krasznahorkai

»Jedes meiner Bücher soll die literarische Landkarte verschieben«, sagt László Krasznahorkai, dem 2015 der International Man Booker Prize verliehen wurde. 1954 in Gyula/Ungarn geboren, gilt er als einer der innovativsten Schriftsteller Europas, dessen Romane »Satanstango« und »Melancholie des Widerstands« überall auf der Welt begeistert aufgenommen werden. Die internationale Beachtung begann jedoch 1993 in Deutschland mit dem SWR-Bestenliste-Preis für »Melancholie des Widerstands«. In den letzten Jahren erschienen die Erzählbände »Seiobo auf Erden« (Brücke-Berlin-Preis und Literaturpreis Leuk 2010) sowie »Die Welt voran« (2014). Für seinen Roman »Baron Wenckheims Rückkehr« (2018) wurde er mit dem National Book Award 2019 for Translated Literature ausgezeichnet. 2021 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur sowie 2024 den spanischen Literaturpreis Prix Formentor. 2025 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Zuletzt erschienen der Roman »Herscht 07769« und der Erzählband »Im Wahn der Anderen«. Heute lebt László Krasznahorkai in Triest, Italien.

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