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Romane

Eine Frau verschwindet

3,7(8)
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Über das Buch

Als Alice von ihrem Mann verlassen wird, ist sie geschockt. Sie ist ratlos, weiß nicht, wie sie vor ihrer Tochter die Fassung bewahren soll. Sicher ist nur, dass sie nicht in der gemeinsamen Wohnung bleiben kann.

Ohne ihrem Mann oder ihrer Tochter Bescheid zu sagen, mietet sie sich eine unscheinbare Zwei-Zimmer-Wohnung, weit genug entfernt, um den beiden nicht versehentlich über den Weg zu laufen. Statt sich der Trennung zu stellen, hat sie ihr Leben sozusagen auf Pause gesetzt. Tagsüber geht sie zur Arbeit, nachts streift sie schlaflos durch die Stadt, bis sie einer jungen Frau namens Siham begegnet. Obwohl die Lebenslagen der beiden Frauen kaum unterschiedlicher sein könnten – Siham ist gerade mal zwanzig und in Ausbildung –, erkennen die beiden bald, dass sie sich gegenseitig unterstützen können.

Eindrucksvoll erzählt Cécile Tlili in ihrer präzisen Sprache von zwei Frauen und ihrem Wunsch nach Freiheit.

Editionen (1)

ISBN9783036995403
VerlagKein & Aber
Erscheinungsdatum11.05.26
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

4 Rezensionen

3,7

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  • claudiax
    claudiax

    138 Follower

    3,5

    EINE FRAU VERSCHWINDET - Cécile Tlili - Kein & Aber - ET 11.05.2026 - 144 Seiten Worum geht‘s? Zerbrechen einer Beziehung, Neuanfang, Kraft von Freundschaft, Identitätssuche Mein Leseeindruck: Alice wird von ihrem Mann verlassen, sie ist ratlos, haltlos, fassungslos. Zieht ohne ihre Tochter aus und in eine unscheinbare Zwei-Zimmer-Wohnung ein. Verschwindet. Findet Freundschaft in ihrer wesentlich jüngeren Nachbarin. Zwei Frauen, sehr unterschiedlich und doch haben sie etwas gemeinsam, versuchen sich aus familiären, festen Strukturen zu lösen. Sie verbindet die Suche nach sich selbst, nach neuer Freiheit. Die Grundidee fand ich interessant, doch konnte mich der poetische, ausfüllende Schreibstil und die Umsetzung leider nicht vollumfänglich erreichen. Eine bildhafte, einfühlsame Geschichte einer Ehefrau und Mutter über das Zerbrechen einer Beziehung, Trauer, Verluste, Einsamkeit, Loslassen, Neubeginn und Freundschaft.

    20. Mai 2026

  • anja._liest
    anja._liest

    332 Follower

    4,0

    Nachdem Alice von ihrem Mann verlassen wurde, verschwindet sie. Sie zieht sich zurück in ein kleines Apartment und reagiert weder auf Anrufe, noch auf Nachrichten ihres Mannes. Dort versucht sie mit der Situation irgendwie umzugehen und zu überlegen, wie es weitergeht. Als sie Siham, einer jungen Nachbarin, begegnet, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Beide Frauen haben ihre eigenen Ängste und Sorgen und versuchen sich zu unterstützen. Ein eindringliches Buch über Verlust und Selbstfindung. Wie will Alice weiterleben? Der Verlust ihres Mannes tut weh. Das Leben als Familie mit ihm, gibt es so für sie nicht mehr. Also zieht sie sich zurück. Das Kind lässt sie beim Mann, meldet sich auch nicht mehr. Das war für mich schon recht grausam zu lesen. Die Protagonistin hat allein dadurch sicher schon nicht alle Sympathien auf ihrer Seite. Ob man es jetzt schafft, in wenigen Wochen so loszulassen, ist vielleicht auch fraglich. Der Schreibstil ist ruhig, unaufgeregt und poetisch. Eine melancholische Stimmung zieht sich durch das Buch. Alices Einsamkeit ist deutlich spürbar, ihre Handlungen für mich meistens nicht nachvollziehbar. Die langsame Annäherung zu Siham war schön beschrieben. Siham als Charakter war mich spannend. Da hätte ich gern noch mehr gelesen. Insgesamt bin ich mit der Story nicht ganz fein aber mochte den Schreibstil sehr gern.

    14. Juni 2026

  • jacq_roe
    jacq_roe

    74 Follower

    Lektüre bei 50 % abgebrochen

    Eine Verlassene verlässt. Nachdem ihr Mann ihr eröffnet hat, dass er sie verlassen und sich scheiden lassen wird, flüchtet Alice in eine Ferienwohnung am anderen Ende der Stadt. Auf Nachrichten und Anrufe reagiert sie einfach nicht. Die ersten Tage sind eine Spirale aus Selbstmitleid und Schlaflosigkeit. Alice Verhalten nervt mich zunehmend. Als Rettung für Alice in Gestalt einer jungen Nachbarin naht, hoffe ich auf eine baldige Wendung. Doch das selbstmitleidige Verhalten von Alice setzt sich leider fort. Sie pflegt ausgiebig einen Kummer, der mir unverständlich und fremd bleibt. Der Text hat einen sehr blumigen Stil. Ich mag poetische Texte oft sehr. Diesen aber fand ich mit Adjektiven überladen. Auch die regelmäßig auftauchenden Metaphern erschienen mir stellenweise unnötig dramatisch. Nach etwa der Hälfte, beschließe ich abzubrechen. Ich blätterte vor und lese noch die letzten beiden Kapitel. Kein Bedauern, keine Neugier - es bleibt für mich beim Abbruch.

    11. Mai 2026

3 von 4 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Cécile Tlili

Cécile Tlili hat in Paris Ingenieurwesen studiert. Sie ist Mitbegründerin einer alternativen Schule für neuro-atypische Kinder. Nach ihrem Debüt Ein Sommerabend erscheint bei Kein & Aber jetzt ihr zweiter Roman Eine Frau verschwindet. Cécile Tlili lebt in Paris.

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