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Les heures souterraines

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Über das Buch

Chaque jour, Mathilde prend la ligne 9, puis la ligne 1, puis le RER D jusqu’au Vert-de-Maisons. Chaque jour, elle effectue les mêmes gestes, emprunte les mêmes couloirs de correspondance, monte dans les mêmes trains. Chaque jour, elle pointe, à la même heure, dans une entreprise où on ne l’attend plus. Car depuis quelques mois, sans que rien n’ait été dit, sans raison objective, Mathilde n’a plus rien à faire. Alors, elle laisse couler les heures. Ces heures dont elle ne parle pas, qu’elle cache à ses amis, à sa famille, ces heures dont elle a honte.
Thibault travaille pour les Urgences Médicales de Paris. Chaque jour, il monte dans sa voiture, se rend aux adresses que le standard lui indique. Dans cette ville qui ne lui épargne rien, il est coincé dans un embouteillage, attend derrière un camion, cherche une place. Ici ou là, chaque jour, des gens l’attendent qui parfois ne verront que lui. Thibault connaît mieux que quiconque les petites maladies et les grands désastres, la vitesse de la ville et l’immense solitude qu’elle abrite.
Mathilde et Thibault ne se connaissent pas. Ils ne sont que deux silhouettes parmi des millions. Deux silhouettes qui pourraient se rencontrer, se percuter, ou seulement se croiser. Un jour de mai. Autour d’eux, la ville se presse, se tend, jamais ne s’arrête. Autour d’eux s’agite un monde privé de douceur.
Les heures souterraines est un roman sur la violence silencieuse. Au cœur d’une ville sans cesse en mouvement, multipliée, où l’on risque de se perdre sans aucun bruit.

Editionen (6)

ISBN9782709630405
VerlagLATTES
Erscheinungsdatum26.08.09
Seitenzahl280

Rezensionen & Bewertungen

32 Bewertungen

8 Rezensionen

4,1

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  • lesejunkie.ela
    lesejunkie.ela

    128 Follower

    5,0

    Ein sehr intensives Leseerlebnis, welches zum Nachdenken anregt und man nicht so leicht vergessen kann.

    Ich danke dem Verlag und NetGalley für das kostenlose Rezensionsexemplar. Delphine de Vigan hat einen besonderen Schreibstil, bei dem ich erstmal eine Zeit brauche um mich in der Geschichte zurechtzufinden. Ist man aber endlich drin in der Geschichte, verfliegt sie wie im Nu. Die zwei Handlungsstränge, die die Autorin hier darbietet sind emotional, ergreifend und regen zum Nachdenken an. Zum einen geht es um Mathilda, die durch ihren Chef Mobbing über sich ergehen lassen muss. Diese Schilderungen lassen einen die Haare zu Berge stehen und bei dem sich der Magen zusammenzieht. Selbst wenn ich jetzt noch daran denke, läuft mir ein Schauer über den Rücken. Dann ist da noch die Story um Thibault, der von Trennungsschmerz, seelischer Belastung die sein Job ihm abverlangt (Allgemeinmediziner), Frustration und Einsamkeit heimgesucht wird. Beide Geschichten sind authentisch, realistisch und glaubwürdig sowie extrem bildhaft beschrieben. Die Emotionen sind zu 100% nachzuempfinden. Man wütet, leidet, verzweifelt, weint und hofft mit ihnen. Voller Spannung fiebert man dem 20. Mai entgegen. Werden Sie sich begegnen? Werden sie die jeweilige Erlösung füreinander sein? Fragen über Fragen..... Fazit: Ein sehr intensives Leseerlebnis, welches zum Nachdenken anregt und man nicht so leicht vergessen kann.

    9. Jan. 2025

  • tina71
    tina71

    150 Follower

    4,5

    Ich bin ein großer Fan von Delphine de Vigans Büchern und die Schlichtheit ihrer Werke überzeugt mich immer wieder. Und so hat sie auch hier in ihrer typisch eher nüchternen, präzisen Erzählweise die Tragödien zweier Menschen sehr berührend erzählt. Ihre feinfühligen und genauen Beobachtungen und Beschreibungen schaffen es immer mich ganz mit der Geschichte zu verbinden und Bilder und Stimmungen entstehen zu lassen. Als Leser fieberte ich einer bestimmten Begegnung entgegen, wurde zum Ende hin aber sehr überrascht und finde das Ende, im Nachhinein, sehr passend zur ganzen Atmosphäre der Geschichte. Kann ich sehr empfehlen, aber vielleicht nicht als erstes Buch von der Autorin.

    3. Jan. 2025

  • wien_erleserin
    wien_erleserin

    127 Follower

    4,0

    realistisch, deprimierend, hoffnungslos

    „Ich habe vergessen, dass ich verwundbar bin“ ist mein erstes Buch von Delphine de Vigan. Ein Buch über Mobbing und Machtmissbrauch. Mathilde ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern, erfolgreich in ihrem Job und fühlt sich sehr wohl in ihrem Leben. Bis sie eines Tages eine Veränderung an ihrem Chef bemerkt. Der Chef, mit dem sie acht Jahre lang Seite an Seite zusammengearbeitet hat, beginnt sich von ihr zu distanzieren, ihr immer weniger Informationen zu geben – Mathilde sieht sich zunehmend in der Firma isoliert. Sie wird depressiv. Bis eine Wahrsagerin ihr prophezeit: Der 20. Mai wird ihr Leben verändern. Sie wagt es kaum zu hoffen und startet hoffnungsvoll in diesen schicksalshaften Tag. Es ist eines dieser Bücher, die mich triggern und ich als Leserin der Protagonistin völlig hilflos zugesehen habe, wie sie gewissermaßen in ihr Unglück rennt. Ich hätte sie so gerne angeschrien, ihr gesagt, was sie tun sollte, um ihre Lage zu verbessern. Es war kaum auszuhalten, dieses unglaubliche Verhalten ihres Chefs. Ich hatte diesen unerträglichen Blick von außen, der einem das Gefühl gibt, es besser zu wissen, es besser machen zu können und das eigentlich nur in der Hoffnung, man selbst könne deshalb nie von dieser Art von Mobbing betroffen sein. Mathilde nimmt die Veränderung zuerst gar nicht wahr, tut sie als Phase ab, handelt nicht und ist dann, als die Situation eskaliert, kraftlos und gebrochen. Sie rettet sich nicht. Und das war wohl das Schlimmste für mich. Es hat mich eben getriggert: dieses Kapitulieren vor der Situation. Die Autorin schreibt sehr gut. Da sitzt jeder Satz, auch wenn es mehr das Verhalten der Protagonistinnen an sich ist, das hier die Resonanz erzeugt, weniger das Gewicht des Wortes. Die Autorin schreibt sehr realistisch, mir fast zu pessimistisch. Es ist kein hoffnungsvoller Text. Das sollte man wissen, bevor man das Buch zur Hand nimmt.

    realistisch, deprimierend, hoffnungslos

    4. Apr. 2023

3 von 8 Rezensionen

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