Blick ins Buch

Duma key

3,9(214)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

ISBN9782226190949
VerlagALBIN MICHEL
Erscheinungsdatum01.04.09
Seitenzahl656

Rezensionen & Bewertungen

214 Bewertungen

45 Rezensionen

3,9

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  • jinx
    jinx

    877 Follower

    4,5

    Dies ist die Verkörperung aller Schrecken. Dies ist alles, was du jemals im Dunkeln lauernd anzutreffen gefürchtet hast. Sieh nur, wie ihr Grinsen im Mondschein überbordet. Sieh nur, wie die Ertrunkenen ihr ihren Gruß entbieten. 🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨

    Was soll ich noch über Stephen King sagen, was ich nicht schon zigmal gesagt habe? 😅 Ich liebe seine Geschichten einfach. Kein anderer vermag es – zumindest für mich – so brillante, lebendige Charaktere zu erschaffen wie er. Und genau das sorgt jedes Mal dafür, dass ich tief in seine Geschichten hineingezogen werde. Bei King stimmt einfach alles: Schreibstil, Atmosphäre, Figuren, Spannung. Es gibt einen Grund, warum selbst Menschen, die selten lesen, seinen Namen kennen. Ja, Kings Bücher haben oft einen langsamen Aufbau, manchmal auch ein paar Längen. Aber mich stört das nicht im Geringsten – im Gegenteil. Diese Stunden, die er sich nimmt, um Figuren und Welt zu entfalten, intensivieren mein Leseerlebnis nur noch mehr. Es fühlt sich nie überflüssig oder langweilig an, sondern einfach nach guter, solider Erzählkunst. Wahn bildet da keine Ausnahme. Eine zutiefst menschliche Lebensgeschichte führt unseren Protagonisten ganz langsam in einen übernatürlichen Alptraum. Ich fand das Buch stellenweise richtig creepy. Ich konnte mich so gut hineinversetzen, dass ich beim Lesen mehrfach Gänsehaut hatte – weil ich mir nur allzu gut vorstellen konnte, wie es wäre, selbst in dieser Situation zu stecken. Besonders gefallen hat mir die Vielfalt der Altersklassen. Es ist erfrischend, dass wir nicht ständig junge, schöne Menschen begleiten, sondern dass eine Geschichte auch einmal mit einem Mann in seinen Fünfzigern beginnt. Das macht das Ganze authentischer, spannender und emotional greifbarer. Für mich ist Wahn ein wirklich starkes Buch: kreativ, berührend, beängstigend und absolut fesselnd. ✨️Fazit: Ein atmosphärisch dichter, klug erzählter und zutiefst menschlicher Horrorroman, der zeigt, warum King für mich unerreicht bleibt. Creepy, bewegend und meisterhaft aufgebaut – absolut empfehlenswert.

    Dies ist die Verkörperung aller Schrecken. Dies ist alles, was du jemals im Dunkeln lauernd anzutreffen gefürchtet hast. Sieh nur, wie ihr Grinsen im Mondschein überbordet. Sieh nur, wie die Ertrunkenen ihr ihren Gruß entbieten. 

🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨🎨

    19. Nov. 2025

  • alex95
    alex95

    305 Follower

    4,0

    Der WAHNsinn kommt langsam

    Obwohl über 900 Seiten nur wenig passiert, hat King in seiner typischen Art eine Geschichte verfasst, die man nur schlecht aus der Hand legen kann. Ein wenig erinnert das Ganze an "Es" - etwas altes, Böses, welches immer wieder auftaucht und mordet und durch symbolische Handlungen vertrieben werden kann. Die letzten Abschnitte des Buches fand ich durchaus etwas verwirrend. Spannend und mit unterschwelligem Gruselfaktor.

    16. Mai 2026

  • maric82
    maric82

    118 Follower

    4,0

    Chronologische Lesereise Stephen King Part 57: Seit Juli 2019 lese ich mich nun chronologisch durch das Werk von Stephen King. Mit ein paar Ausnahmen bin ich linear an diese Mammutaufgabe heran gegangen. Seit vielen Jahren versuche ich auch, King auf Englisch zu lesen, weil ich es schon öfter erlebt habe, dass die deutsche Übersetzung nicht gut ist und manchmal sogar die Intention des Textes völlig falsch übermittelt. Mittlerweile bin ich am Ende der 2000er Jahre angekommen. Die Werke aus diesem Jahrzehnt habe ich damals bei Erscheinen teilweise noch gar nicht gelesen und manche Werke habe ich bei meinem chronologischem Lesen nun doppelt oder sogar zum dritten Mal gelesen. Was mir vor allem in diesem Jahrzehnt aufgefallen ist, dass King in den 2000ern seine Art zu Schreiben noch weiter ausgefeilt hat, insbesondere nachdem sein fast tödlicher Unfall immer mehr in die Ferne gerückt ist. Er hat auch bei einer Reihe mitgeschrieben, die hier in Deutschland nicht bekannt ist (Hard Case Crime) und sogar eine Liebesgeschichte ist in seinem Schaffen nun dabei und für mich sogar eines seiner besten Bücher. Oder kurz gesagt: Er ist sehr vielfältig geworden. Insgesamt betrachtet waren in den 2000ern kaum „schlechte" Werke dabei, aber doch ein paar, die mir wirklich nicht weiter im Gedächtnis bleiben werden, aber auch einige, die sich mir wirklich eingeprägt haben. Heute möchte ich euch mit Wahn beziehungsweise Duma Key eines der Bücher vorstellen, die sich nun wirjlich bei mir eingebrannt haben und dessen Ende ich von meiner Erstlektüre ganz anders in Erinnerung hatte und nun nochmal völlig neu lesen konnte. Ein Unfall erweckt unentdeckte Talente mit dem gewissen Extra Das Buch ist aus der Sicht von Edgar Freemantle geschrieben, der auch als Erzähler fungiert. Deswegen sind wir sozusagen ständig an seiner Seite und erleben das komplette Buch aus seiner Sicht. Man merkt sofort, dass da einer etwas aus der Vergangenheit zu erzählen hat und alles beginnt mit einem tragischen Unfall. Edgar ist der Chef eines Bauunternehmens und in dieser Funktion auch öfter auf Baustellen unterwegs. Auf einer dieser Baustellen kommt es zu dem Unfall, bei dem ihm ein Kran rückwärts ins Auto fährt. Dabei verliert er seinen rechten Arm und trägt auch so sehr schwerwiegende Verletzungen davon, aber er kommt mit dem Leben davon. Die anschließende Reha ist langwierig und erfordert nicht nur von ihm viel Kraft. Edgars Wesen hat sich durch den Unfall auch verändert und er hat öfter Wutanfälle, die sich vor allem gegen seine Frau richten, die irgendwann keine Kraft mehr hat und die Scheidung einreicht. Dunkle Gedanken umwölken Edgars Kopf , weshalb sein Psychiater ihm rät, einen Ortswechsel vorzuziehen und sich vielleicht ein Hobby gegen die düsteren Gedanken zu suchen. All diese Gründe führen Edgar letztendlich auf die Insel Duma Key vor der Küste Floridas, wo er mti dem Zeichnen und Malen anfängt. Auf Duma Key hat auf Duma Key einen Assistenten namens Jack Cantori, einen Studenten, der ihm bei den alltäglichen Aufgaben behilflich ist. Außerdem lernt er noch die demente Elisabeth Eastlake kennen und ihren Betreuer Jeroem Wireman, ein ehemaliger Anwalt, der durch einen erfolglosen Selbstmordversuch nun mit der Kugel im Kopf und irreperablen Folgeschäden leben muss. Edgar erholt sich auf der Insel immer besser und beginnt bald obsessiv zu malen, teilweise wie in Trance, kann er sich manchmal nicht mehr daran erinnern, wie er die Bilder gemalt hat. Unheimlich wird es dann, als er zweierleit bemerkt. Das erste komische Anzeichen ist, dass sein fehlender rechter Arm wie eine Art Eigenleben führt und er Phantombewegungen spürt, die später zu den tranceartigen Malsessions führen. Und der andere Punkt ist, dass seine Bilder eine Art Eigenleben beziehungsweise Vorhersage bilden. Er kann aus manchen Bildern lesen, was andere Menschen gerade so treiben. So sieht er zum Beispiel, dass seine Ex-Frau mit seinem ehemaligem Co-Chef aus der Firma vergnügt oder das dieser besagte Freund bald Selbstmord begehen wird, was Edgar aber durch ein beherztes Telefonat bei seiner Ex-Frau verhindert. Nach und nach findet Edgar mit Hilfe von Jerome Wireman heraus, was es mit seinen Fähigkeiten auf sich hat und was das mit Elisabeth Eastlake und ihrer eigenen Vergangenheit zu tun hat. Ich habe für dieses Buch lange gebraucht, es zu lesen. Das lag an mehreren Punkten. Zum einen wollte ich dieses Buch richtig einatmen und dazu war in den zurpckliegenden Wochen kaum Zeit gewesen, weswegen ich das Buch immer nur in kleinen Häppchen lesen konnte oder es sogar manchmal ganz liegen ließ. Zum anderen ist die Exposition in diesem Buch wirklich sehr lang geraten, auch für Stephen King- Verhältnisse. Aber das macht das Buch in meinen Augen auch sehr besonders, dennn dadurch bekommt das, was den Figuren widerfährt, eine ganz andere Fallhöhe. Sehr behutsam wird man in die Geschichte um den Unfall von Edgar eingeführt und was für Auswirkungen das auf ihn als Person und sein persönliches Umfeld hat. Die Konsequenz des Umzugs nach Florida ergibt sich aus diesem Ereignis ganz automatisch und King kann sich damit in einem Gebiet austoben, was er vorher noch nicht so oft besucht hat. Dabei ist Duma Key als Handlungsort ganz anders gelagert als seine Romane, die in Maine spielen. Ganz dem Thema der Malerei verschrieben, geht es hier mit den Farben satter zu, da die Umgebung eine andere, farbenfrohere ist. Durch diese ganze Malerthematik wird man als Leser lange Zeit im Unklaren gelassen, woher denn nun das ganze Mysteriöse auf Duma Key herkommt. Und die große Stärke in diesem Buch ist, dass man das allen Beteiligen auch so abkauft. Und dann ist man auch schon im großen Showdown. Manch einer mag da bemängeln, dass King wieder einmal ein zu dickes Brett bohrt und sich quasi verlabert. Doch genau das macht ihn aus, dass alle kleinen Bausteine zum großen Ganzen führen und ich selber empfand in diesem Roman nichts als unbedeutend oder redundant, sondern vielmehr als der gesamten Geschichte dienlich. Dazu schafft es King hier, anders als ich es in Erinnerung hatte, einen Showdown auf die Beine zu stellen, der trtozt der langen Vorgeschichte, nicht alzu überraschend daher kommt und dann auch nicht auf zu große Knalleffekte über die Bühne geht, sondern wirklich eher ruhig vonstatten geht. Man mag schon fast sagen besonnen. Ob das wohl an dem gewählten Setting lag? Jedenfalls gefiel mir das Buch nun um einiges besser als damals beim ersten Mal lesen. Und noch ein Punkt gefiel mir in dem Buch diesmal gut. King verwendet in seinen Geschichten ja immer das Stilmittel der Vorhersage kommender Ereignisse, sogenanntes Foreshadowing. Meist ist es recht unpassend, aber hier ist es durch die Wahl, wie die Geschichte erzählt wird, richtig gut eingesetzt und auch nicht allzu oft im Zentrum, sondern bis auf eine Ausnahme wie nebenbei eingebracht. Das erzeugt in diesem Roman zusätzlich Spannung, was denn noch passieren wird. Alles in allem ist Duma Key/Wahn ein weiteres Buch aus dem Schaffen von Stephen Kuing, das mich begeistert hat. Es reicht zwar für mich persönlich nicht ganz an seine ganz großen Werke heran, aber es ist aus meiner persönlichen Sicht weit über seinem Durchschnitt angesiedelt in der Qualität der Geschichte, der Stilmittel und der Sprache. Kein großer Horrorroman, vielmehr eine Schauermär mit einer Hauptfigur, die einiges einstecken muss. Ein einziger Haken hat die Geschichte. Es wird mindestens eine Figur sehr lieblos „entsorgt", was ich als traurig für diese Figur empfand und als Motivation für den Showdown dient. Aber irgendwie wollte das in meinen Augen nicht so recht ins Gesamtkonzept passen. Ohne diesen kleinen Knick in der Geschichte wäre es vielleicht sogar eines der Bücher für meine persönliche Top 10 geworden. Aber dieser Roman fühlt sich sicher auch im erweiterten Kreis wohl.

    2. Apr. 2026

3 von 45 Rezensionen

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