NOFX
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Beschreibung
NOFX: The Hepatitis Bathtub and Other Stories is the first tell-all autobiography from one of the world's most influential and controversial punk bands. Fans and non-fans alike will be shocked by the stories of murder, suicide, addiction, counterfeiting, riots, bondage, terminal illness, the Yakuza, and drinking pee. Told from the perspective of each of the band's members, this book looks back at more than thirty years of comedy, tragedy, and completely inexplicable success.
Buchinformationen
Beiträge
„The first time I drank piss was on a fire escape overlooking downtown Los Angeles.“ 🍹🛁
Genau so beginnt das Buch und dieser Satz ist sinnbildlich auch das, was den Leser auf den kommenden 368 Seiten erwartet: Derbe Anekdoten, krasser Humor und schonungslose Offenheit. „The Hepatitis Bathtub“ ist nicht einfach nur eine Biografie der Punkrock-Band NOFX – es ist eine Tour durch die Exzesse, Dramen und absurden Momente einer Band, die seit den 80ern die Punk-Szene geprägt hat. Im Gegensatz zu den üblichen Hochglanz-Biografien, die gerne mal die Ecken und Kanten wegbügeln, gewährt dieses Buch einen schonungslos ehrlichen Blick ins Innere der Jungs. Die Kapitel werden aus den Perspektiven der Bandmitglieder erzählt, wobei jede Figur ihre eigene Stimme und Sichtweise hat. So gibt es oft mehrere Versionen derselben Begebenheit – und der Leser kann selbst entscheiden, wem er glaubt. Im Fokus stehen die Geschichten der einzelnen Bandmitglieder: Frontmann Fat Mike, der seine Faszination für BDSM und Drogen nicht verschweigt; Schlagzeuger Erik Sandin (Smelly), der schonungslos über seine Heroinsucht und den Versuch, sie zu überwinden, spricht; Gitarrist Eric Melvin, der sich mit den Absurditäten des Tourlebens und einigen verrückten Frauengeschichten auseinandersetzt; El Hefe, der als später Neuzugang mit musikalischer Vielseitigkeit und Humor frischen Wind in die Band brachte; und Ex-Mitglieder, deren Lebenswege genauso tragisch wie faszinierend sind. Von der Punk-Szene in den 80ern in LA, dem Rüberschwappen der Hardcore-Szene von der East Coast bis hin zu Tour-Anekdoten, die von urkomisch bis absolut verstörend reichen – das Buch ist ein wildes Potpourri aus Chaos, Wut, Schmerz, Lachen und Verzweiflung. Dazu kommen Einblicke in die düsteren Seiten des Musikgeschäfts: Gewalt, Drogen, Übergriffe und das permanente Ringen mit den eigenen Dämonen. Ich habe schon einige Musiker-Biografien gelesen, aber kaum eine war so schonungslos ehrlich wie „The Hepatitis Bathtub“. Hier wird nichts geschönt, nichts verharmlost, und genau das macht dieses Buch so sympathisch. Man spürt bei jedem Kapitel, dass die Jungs einfach nichts zu verlieren haben - erst recht keinen Ruf 😉 Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Dadurch, dass die Kapitel abwechselnd von den einzelnen Bandmitgliedern geschrieben wurden, bekommt man zu vielen Ereignissen mehrere Perspektiven. Da erzählt einer von einer Anekdote – und der nächste springt direkt rein und korrigiert: „So war das gar nicht!“ Das sorgt für einen unterhaltsamen Perspektivwechsel und macht das Lesen extrem kurzweilig. Ein besonderes Highlight ist für mich die Erzählweise von Erik Sandin (Smelly). Seine Offenheit über seine Drogenprobleme hat mich echt überrascht. Er spricht über seine Sucht so reflektiert, dass ich stellenweise mit offenem Mund da saß. Diese Art von Ehrlichkeit findet man selten in Musiker-Biografien. Es wird nichts beschönigt – nicht die Sucht, nicht die Rückfälle, nicht die Scham. Das hat mich wirklich beeindruckt. Natürlich gibt es auch den typischen Punkrock-Humor. Fat Mike ist da mit seinen BDSM-Storys und bizarren Fantasien nicht gerade der subtilste Erzähler, aber das erwartet man von ihm auch nicht. Was mir gut gefallen hat, ist, dass der Humor in der einen Sekunde noch zum Lachen einlädt – und einem im nächsten Moment das Lachen im Hals stecken bleibt. Es ist die perfekte Mischung aus Absurdem, Tragischem und der Reflexion über die eigene Zerstörung. Wer bei einer „Punkrock-Biografie“ an eine Sammlung von Geschichten über wilde Partys, Exzesse und unzählige Drogen denkt – ja, die bekommt man hier. Aber das Buch ist mehr als das. Es ist auch eine Art Selbsttherapie der Bandmitglieder, die ehrlich auf ihre Fehler blicken und sich dabei selbst hinterfragen. Es ist erfrischend, Musiker so selbstkritisch zu erleben – und das macht die Biografie so besonders. Sprache und Stil: Ich hab das Buch auf Englisch gelesen und kann es jedem nur ans Herz legen, der halbwegs sicher in der Sprache ist. Denn die Authentizität der Texte lebt von der Sprache der Bandmitglieder. Ihre Stimmen sind direkt, ungefiltert und roh. Es ist, als würde man mit den Jungs bei zwei bis zwölf Bier zusammensitzen und ihre Geschichten direkt erzählt bekommen. Viele der Sprachwitze gehen in der Übersetzung sicher verloren – also: Wenn möglich, im Original lesen (oder hören). Fazit: Wer eine glatte, oberflächliche Band-Biografie mit ein paar Tour-Anekdoten erwartet, ist hier falsch. „The Hepatitis Bathtub“ ist ein unverblümter Einblick in das Leben einer der vermutlich bekanntesten Punkbands – mit all seinen Höhen und vor allem seinen Tiefen. Die Geschichten sind wild, chaotisch, manchmal schwer zu ertragen und manchmal unglaublich komisch. Das Buch ist nichts für schwache Nerven – wer eine niedrige Ekelschwelle hat oder mit Drogengeschichten und BDSM-Praktiken nicht klar kommt, sollte hier die Finger von lassen. Aber für alle, die ehrliche Einblicke in die Psyche und das Leben von einem Haufen schriller Chaoten schätzen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Beschreibung
NOFX: The Hepatitis Bathtub and Other Stories is the first tell-all autobiography from one of the world's most influential and controversial punk bands. Fans and non-fans alike will be shocked by the stories of murder, suicide, addiction, counterfeiting, riots, bondage, terminal illness, the Yakuza, and drinking pee. Told from the perspective of each of the band's members, this book looks back at more than thirty years of comedy, tragedy, and completely inexplicable success.
Buchinformationen
Beiträge
„The first time I drank piss was on a fire escape overlooking downtown Los Angeles.“ 🍹🛁
Genau so beginnt das Buch und dieser Satz ist sinnbildlich auch das, was den Leser auf den kommenden 368 Seiten erwartet: Derbe Anekdoten, krasser Humor und schonungslose Offenheit. „The Hepatitis Bathtub“ ist nicht einfach nur eine Biografie der Punkrock-Band NOFX – es ist eine Tour durch die Exzesse, Dramen und absurden Momente einer Band, die seit den 80ern die Punk-Szene geprägt hat. Im Gegensatz zu den üblichen Hochglanz-Biografien, die gerne mal die Ecken und Kanten wegbügeln, gewährt dieses Buch einen schonungslos ehrlichen Blick ins Innere der Jungs. Die Kapitel werden aus den Perspektiven der Bandmitglieder erzählt, wobei jede Figur ihre eigene Stimme und Sichtweise hat. So gibt es oft mehrere Versionen derselben Begebenheit – und der Leser kann selbst entscheiden, wem er glaubt. Im Fokus stehen die Geschichten der einzelnen Bandmitglieder: Frontmann Fat Mike, der seine Faszination für BDSM und Drogen nicht verschweigt; Schlagzeuger Erik Sandin (Smelly), der schonungslos über seine Heroinsucht und den Versuch, sie zu überwinden, spricht; Gitarrist Eric Melvin, der sich mit den Absurditäten des Tourlebens und einigen verrückten Frauengeschichten auseinandersetzt; El Hefe, der als später Neuzugang mit musikalischer Vielseitigkeit und Humor frischen Wind in die Band brachte; und Ex-Mitglieder, deren Lebenswege genauso tragisch wie faszinierend sind. Von der Punk-Szene in den 80ern in LA, dem Rüberschwappen der Hardcore-Szene von der East Coast bis hin zu Tour-Anekdoten, die von urkomisch bis absolut verstörend reichen – das Buch ist ein wildes Potpourri aus Chaos, Wut, Schmerz, Lachen und Verzweiflung. Dazu kommen Einblicke in die düsteren Seiten des Musikgeschäfts: Gewalt, Drogen, Übergriffe und das permanente Ringen mit den eigenen Dämonen. Ich habe schon einige Musiker-Biografien gelesen, aber kaum eine war so schonungslos ehrlich wie „The Hepatitis Bathtub“. Hier wird nichts geschönt, nichts verharmlost, und genau das macht dieses Buch so sympathisch. Man spürt bei jedem Kapitel, dass die Jungs einfach nichts zu verlieren haben - erst recht keinen Ruf 😉 Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen. Dadurch, dass die Kapitel abwechselnd von den einzelnen Bandmitgliedern geschrieben wurden, bekommt man zu vielen Ereignissen mehrere Perspektiven. Da erzählt einer von einer Anekdote – und der nächste springt direkt rein und korrigiert: „So war das gar nicht!“ Das sorgt für einen unterhaltsamen Perspektivwechsel und macht das Lesen extrem kurzweilig. Ein besonderes Highlight ist für mich die Erzählweise von Erik Sandin (Smelly). Seine Offenheit über seine Drogenprobleme hat mich echt überrascht. Er spricht über seine Sucht so reflektiert, dass ich stellenweise mit offenem Mund da saß. Diese Art von Ehrlichkeit findet man selten in Musiker-Biografien. Es wird nichts beschönigt – nicht die Sucht, nicht die Rückfälle, nicht die Scham. Das hat mich wirklich beeindruckt. Natürlich gibt es auch den typischen Punkrock-Humor. Fat Mike ist da mit seinen BDSM-Storys und bizarren Fantasien nicht gerade der subtilste Erzähler, aber das erwartet man von ihm auch nicht. Was mir gut gefallen hat, ist, dass der Humor in der einen Sekunde noch zum Lachen einlädt – und einem im nächsten Moment das Lachen im Hals stecken bleibt. Es ist die perfekte Mischung aus Absurdem, Tragischem und der Reflexion über die eigene Zerstörung. Wer bei einer „Punkrock-Biografie“ an eine Sammlung von Geschichten über wilde Partys, Exzesse und unzählige Drogen denkt – ja, die bekommt man hier. Aber das Buch ist mehr als das. Es ist auch eine Art Selbsttherapie der Bandmitglieder, die ehrlich auf ihre Fehler blicken und sich dabei selbst hinterfragen. Es ist erfrischend, Musiker so selbstkritisch zu erleben – und das macht die Biografie so besonders. Sprache und Stil: Ich hab das Buch auf Englisch gelesen und kann es jedem nur ans Herz legen, der halbwegs sicher in der Sprache ist. Denn die Authentizität der Texte lebt von der Sprache der Bandmitglieder. Ihre Stimmen sind direkt, ungefiltert und roh. Es ist, als würde man mit den Jungs bei zwei bis zwölf Bier zusammensitzen und ihre Geschichten direkt erzählt bekommen. Viele der Sprachwitze gehen in der Übersetzung sicher verloren – also: Wenn möglich, im Original lesen (oder hören). Fazit: Wer eine glatte, oberflächliche Band-Biografie mit ein paar Tour-Anekdoten erwartet, ist hier falsch. „The Hepatitis Bathtub“ ist ein unverblümter Einblick in das Leben einer der vermutlich bekanntesten Punkbands – mit all seinen Höhen und vor allem seinen Tiefen. Die Geschichten sind wild, chaotisch, manchmal schwer zu ertragen und manchmal unglaublich komisch. Das Buch ist nichts für schwache Nerven – wer eine niedrige Ekelschwelle hat oder mit Drogengeschichten und BDSM-Praktiken nicht klar kommt, sollte hier die Finger von lassen. Aber für alle, die ehrliche Einblicke in die Psyche und das Leben von einem Haufen schriller Chaoten schätzen, ist dieses Buch eine absolute Empfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️




