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Allem voran ist das eine Geschichte über Machtlosigkeit, wie man Alles tun kann, Alles versuchen kann, aber trotzdem dazu verdammt ist Andere über sich entscheiden zu lassen und unter deren Macht zu stehen. Der Prozess dem man dabei unterliegt ist dabei undurchsichtig und scheint an Stellen fast arbiträt und doch nimmt mich jede Entscheidung und jede Wendung mit. Jedes Bestreben und jede Wendung im Gespräch kann ganz unverhoffte Konsequenzen haben und das ist es was Das Schloß für mich so spannend macht. Die Charaktere sind dabei ganz eigen und es ist wirklich unglaublich interessant zu lesen wie jedem ein so reichhaltiges Innenleben bestimmt ist. Jeder Charakter hat ganz eigene Vorstellungen, ganz eigene Beweggründe, und scheint ein Charakter noch so sehr ein Nebencharakter zu sein, unterscheidet er sich in den meisten Fällen doch trotzdem grundlegend von allen Anderen. Was mir auch besonders gefallen hat, ist dass der Protagonist als Fremder in diese Welt und in dieses Dorf kommt und damit zusammen mit den Lesenden seine komischen Eigenheiten und Gesetze kennenlernt. Ich glaub das macht das Ganze auch erst so interessant, man kann als Außenstehender beobachten und gleichzeitig ist man mit dem Protagonisten K. seinen Gesetzlichkeiten unterworfen. Dann ist da der Schreibstil: Obwohl mir das sonst kaum auffällt ist es hier doch sehr herausstechend. Die Sprache ist sehr hochgestochen und vor allem manche Dialoge sind so lang, wie ich sie selten in einem anderen Buch je gelesen habe. Ein Charakter kann manchmal über mehrere Seiten hinweg reden bis ein anderer wieder zu Wort kommt und auch wenn ich mich zuerst daran gewöhnen musste, ist mir das zum Ende hin gar nicht mehr besonders aufgefallen. (*Spoiler ab hier!!*) Was mich am meisten mitgenommen hat war bis zum Ende die Geschichte der Familie des Barnabas, in der die älteste Tochter die Avancen eines hochgestellten Beamten ablehnt und die gesamte Familie dafür in den sozialen Abgrund fällt und vom gesamten Dorf verstoßen wird. Es ist das eine Mal, dass jemand sich gegen diese Fremdbestimmung wehrt, hier geht es sogar um die sexuelle Selbstbestimmung, und daraufhin bis ins Gänzliche abgestraft wird.
5. Apr. 2026
Allem voran ist das eine Geschichte über Machtlosigkeit, wie man Alles tun kann, Alles versuchen kann, aber trotzdem dazu verdammt ist Andere über sich entscheiden zu lassen und unter deren Macht zu stehen. Der Prozess dem man dabei unterliegt ist dabei undurchsichtig und scheint an Stellen fast arbiträt und doch nimmt mich jede Entscheidung und jede Wendung mit. Jedes Bestreben und jede Wendung im Gespräch kann ganz unverhoffte Konsequenzen haben und das ist es was Das Schloß für mich so spannend macht. Die Charaktere sind dabei ganz eigen und es ist wirklich unglaublich interessant zu lesen wie jedem ein so reichhaltiges Innenleben bestimmt ist. Jeder Charakter hat ganz eigene Vorstellungen, ganz eigene Beweggründe, und scheint ein Charakter noch so sehr ein Nebencharakter zu sein, unterscheidet er sich in den meisten Fällen doch trotzdem grundlegend von allen Anderen. Was mir auch besonders gefallen hat, ist dass der Protagonist als Fremder in diese Welt und in dieses Dorf kommt und damit zusammen mit den Lesenden seine komischen Eigenheiten und Gesetze kennenlernt. Ich glaub das macht das Ganze auch erst so interessant, man kann als Außenstehender beobachten und gleichzeitig ist man mit dem Protagonisten K. seinen Gesetzlichkeiten unterworfen. Dann ist da der Schreibstil: Obwohl mir das sonst kaum auffällt ist es hier doch sehr herausstechend. Die Sprache ist sehr hochgestochen und vor allem manche Dialoge sind so lang, wie ich sie selten in einem anderen Buch je gelesen habe. Ein Charakter kann manchmal über mehrere Seiten hinweg reden bis ein anderer wieder zu Wort kommt und auch wenn ich mich zuerst daran gewöhnen musste, ist mir das zum Ende hin gar nicht mehr besonders aufgefallen. (*Spoiler ab hier!!*) Was mich am meisten mitgenommen hat war bis zum Ende die Geschichte der Familie des Barnabas, in der die älteste Tochter die Avancen eines hochgestellten Beamten ablehnt und die gesamte Familie dafür in den sozialen Abgrund fällt und vom gesamten Dorf verstoßen wird. Es ist das eine Mal, dass jemand sich gegen diese Fremdbestimmung wehrt, hier geht es sogar um die sexuelle Selbstbestimmung, und daraufhin bis ins Gänzliche abgestraft wird.
5. Apr. 2026





