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1913

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Über das Buch

1913 ist das Jahr, in dem unsere Gegenwart beginnt. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Proust sucht nach der verlorenen Zeit, Benn liebt Lasker-Schüler, Rilke trinkt mit Freud, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer und in München stellt ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine Werke aus. Anfang und Ende, Triumph und Melancholie alles verschmilzt, alles wird Kunst. Virtuos wie kein anderer entfaltet Florian Illies das Panorama eines unvergleichlichen Jahres und setzt der Geburtsstunde unserer Moderne ein literarisches Denkmal.

Editionen (4)

ISBN4057664011398
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum01.11.12

Rezensionen & Bewertungen

179 Bewertungen

24 Rezensionen

3,9

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  • 12drue
    12drue

    110 Follower

    5,0

    Was für eine geniale Art, Geschichte zu erzählen! Florian Illies reiht Monat für Monat Ereignisse und Anekdoten berühmter Personen des Jahres 1913 hintereinander. Belangloses wechselt sich ab mit großen (persönlichen) Tragödien (mein Highlight ist vermutlich die sich durch das gesamte Jahr ziehende Liebesgeschichte zwischen Franz Kafka und Felice Bauer).. Durch lakonische Kommentare oder auch Parallelsetzungen verschiedener Ereignisse entstehen so unglaublich lustige und teils absurde Situationen. "1913" ist ein lehrreiches und dabei so amüsantes Werk. Ich schiebe den zweiten Teil gleich hinterher. 😀

    3. Okt. 2024

  • missyliest
    missyliest

    312 Follower

    4,0

    Ich gehe davon aus, dass Florian Illies einen Riesenspaß hatte, als er die Auswahl aus seinen vielen Quellen für dieses Sachbuch traf! Mit viel Humor und Sinn fürs Besondere und Skurrile kombiniert Illies Begebenheiten aus dem Jahre 1913, die teilweise nichts miteinander zu tun haben - außer dass sie sich im selben Monat ereigneten. Für den Lesefluss ist meiner Meinung nach enorm förderlich, dass er einige berühmte Persönlichkeiten über mehrere Monate hinweg begleitet. Hier fand ich am spannendsten die Brautwerbung Kafkas (arme Felice Bauer), die Windsbraut Alma Mahler, die nach einer sehr engen Beziehung dann doch vor Oskar Kokoschka flieht und den Mann, der gerne viele Bräute hat und am allerliebsten auf Distanz: Rainer Maria Rilke. Über diesen schreibt Illies gewitzt und pointiert Folgendes: "Es ist ein anstrengender Frühling für Rainer Maria Rilke in Paris. Er kommt schon wieder kaum zum Dichten. Er muss leben. Zumindest sowas in der Art. Freunde und Bekannte wollen ihn sehen, er geht frühstücken, mittagessen, abendessen, trifft André Gide, Henry van de Velde, den Insel-Verleger Anton Kippenberg, Romain Rolland und Stefan Zweig. Rilke klagt: "Menschen bekommen mir schlecht.""

    15. Nov. 2024

  • hansdampf
    hansdampf

    199 Follower

    5,0

    Zeitbild In diesem Jahr ist so viel Bahnbrechendes entstanden, wie sonst vielleicht nur in einem Jahrzehnt. In gewohnt flüssigen Stil beschreibt der Autor die Stimmungen und Befindlichkeiten von Künstlern, Autoren und wichtigen Personen vor dem Ausbruch der Weltkatastrophe. Welche Recherchearbeit hinter den ganzen Literatur- und Tagebuchauszügen steckt, verdient größte Bewunderung. Sehr lesenswert! (Vor allem für Leser, die sich nicht scheuen, ab und zu mal nachzurecherchieren, wer da im Text gemeint ist)

    9. Mai 2026

3 von 24 Rezensionen

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