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Abschied von Sidonie

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Über das Buch

Am achtzehnten August 1933 entdeckte der Pförtner des Krankenhauses von Steyr ein schlafendes Kind. Neben dem Säugling, der in Lumpen gewickelt war, lag ein Stück Papier, auf dem mit ungelenker Schrift geschrieben stand: "Ich heiße Sidonie Adlersburg und bin geboren auf der Straße nach Altheim. Bitte um Eltern." Erich Hackl ist einem unerhörten, jahrzehntelang verschwiegenen Fall nachgegangen; in einer knappen, präzisen Sprache erzählt Hackl das bewegende Schicksal Sidonies, ihr kurzes Glück bei den Pflegeeltern und deren verzweifelte Bemühungen, das Kind vor dem ihm zugedachten Ende zu bewahren. ›Abschied von Sidonie‹ ist nicht nur eine Chronik der Gewalt, von ›Trägheit des Herzens‹ und Bestialität des Anstands, sondern auch eine Liebeserklärung an Menschen, die in großen wie in kleinen Zeiten Mitgefühl und Selbstachtung vor falsch verstandene Pflichterfüllung gestellt haben. Zugleich gibt das Buch einen tiefen Einblick in den Zustand eines Landes und seiner Bewohner, zeigt, was möglich war und was wirklich wurde, und was davon geblieben ist.

Editionen (4)

ISBN4056198001202
VerlagSWR Mediaservices GmbH
Erscheinungsdatum05.12.13

Rezensionen & Bewertungen

56 Bewertungen

8 Rezensionen

3,4

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  • bookxdiary_
    bookxdiary_

    205 Follower

    1,0

    FÜR DIE SCHULE

    Habe dieses Buch für die Schule gelesen. Unsere Lehrerin hat gemeint, dass das Buch auf wahrer Begebenheit beruht. Also Sidonie ist das wirklich passiert. Aber die echte Frau ist damals nicht verstorben. Ich verstehe die Message des Buches total, aber ein Happy End wäre schon nett gewesen. (Ja ich weiß, dass es für viele Menschen kein Happy End gab.)

    30. Juni 2025

  • der.buecherschrank
    der.buecherschrank

    125 Follower

    4,0

    Dramatisch. Emotional. Belehrend.

    Vorab: Es handelt sich hierbei um eine wahre Geschichte. Der Autor hat durch Augenzeugenberichte und Archivdokumente die traurige und dramatische Story der kleinen Familie zusammengefügt und nacherzählt. Abschied von Sidonie, erzählt die Geschichte des kleinen Zigeunermädchens, dass von ihrer echten Mutter ausgesetzt wird und von Josefa und Hans als Pflegeltern aufgenommen wird. Die Ereignisse spielen in der Vor- Während- und Nach-NS Zeit. Durch die politischen Entwicklungen werden die Familie und die Dorfgesellschaft, in der das dunkelhäutige Mädchen (unter lauter Weißen) wohnt vermehrt unter Druck gesetzt. Ist es zu Beginn noch alles relativ „normal“ wird das Kind vermehrt rassistisch behandelt. Auch die Pflegeltern, die sich für sie einsetzen werden schikaniert und viele Einzelpersonen tragen ihren kleinen Beitrag dazu bei, dass das Mädchen am Ende deportiert wird und im KZ im Alter von zehn Jahren verstirbt. In einer Parallelgeschichte, die zum Schluss erzählt wird, gibt es ein ähnliches Mädchen, die unter ähnlichen Umständen lebt jedoch sich die Dorfgesellschaft (Lehrer, Bürgermeister, Nachbarn etc.) gegen die Naziregierung stark macht. Das Ende vom Lied: Das Mädchen wurde nicht deportiert und überlebte, da die ansässigen Regierungsbeamten sich nicht mit dem gesamten Dorf anlegen wollten. Die Geschichte zeigt uns wie wichtig es ist, dass Menschen sich in Momenten in denen offensichtlich Unrecht geschieht, sich für andere stark machen und nicht blind gehorsam zeigen auch wenn es die Autorität fordert. Sidonie hätte weiterleben können, wenn die Menschen in Ihrem Umfeld sich für sie eingesetzt hätten. ⭐⭐⭐⭐ 4 Sterne gibt es von mir für diese rührende und lehrende Geschichte – ein Stern Abzug weil an einigen Stellen für mich zu detailliert und Abseits des Geschehens Dinge ausschweifend erzählt worden sind, die für die Handlung nicht 100% relevant, jedoch Nice-To-Know waren.

    3. Juli 2024

  • 1,5

    Mein Herz!

    Ach, wir Menschen ein Kind lieben und Familie leben können und aus jeder Zeit das Beste machen. Mein Herz hat geblutet und ich habe mitgefühlt.

    1 Tage vor

3 von 8 Rezensionen

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