Bender, Ida

1 Bücher

Über Bender, Ida

Ida Bender (18.06.1922 – 12.11.2012) geboren im deutschen Dorf Rothammel an der Wolga. Nach Absolvierung der deutschen Mittelschule in der Stadt Engels/Wolga 1940 folgte ein Studium an der Pädagogischen Hochschule für Fremdsprachen in Leningrad. 1941, weil Deutsche, Deportation in den hohen Norden an den sibirischen Fluss Jenissej. Dort Zwangsarbeit als Fischerin, Holzfällerin und Treidlerin in der sogenannte Trud-Armee, sowjetische KZ für deportierte Russlanddeutsche. Ab 1948 lebte sie unter Kommandanturaufsicht im Nord-Ural (Krassnoturjinsk, Sewerouralsk), ab 1958 in Kasachstan (Rudny, Zelinograd), wo sie als Schweinewärterin, Elektromontagearbeiterin, Krankenpflegegehilfe arbeitete. Seit der ersten Ausgabe der Wochenschrift „Neues Leben“ (Moskau 1957) ehrenamtliche Korrespondentin derselben. Seit Gründung der deutschsprachigen Zeitung „Freundschaft“ in Zelinograd (heute Astana) 1965 – literarische Mitarbeiterin der Redaktion. Nach Rückkehr an die Wolga 1973 (Stadt Kamyschin) und Pensionierung Gründungsmitglied und erste Vorsitzende des deutschen „Neues-Leben-Leserklub“, der ersten deutschen Kulturstätte der Nachkriegszeit in der UdSSR. Hat sich ihr Leben lang für die Erhaltung und Popularisierung der russlanddeutschen Literatur eingesetzt. Aktive Mitstreiterin der Bewegung für die Rehabilitation der Russlanddeutschen. 1991 Übersiedlung nach Deutschland, Hamburg. Gründungsmitglied der Interessengemeinschaft KEdR – Kultur