Yesteryear: A GMA Book Club Pick: A Novel

Yesteryear: A GMA Book Club Pick: A Novel

E-Book
4.226

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
E-Book
Seitenzahl
391
Preis
N/A

Beiträge

6
Alle
4

Holy shit! Bis auf eine Szene, die mich geärgert hat, hat mir das wirklich gut gefallen. Unterhaltsam und mit Tiefgang.

Achtung, am Ende der Besprechung folgt ein kurzer spoilerischer Text, nur lesen, wenn euch das egal ist oder ihr das Buch bereits gelesen habt ;-) Natalie ist eine phänomenal erfolgreiche Influencerin auf Instagram. Sie bezeichnet sich selbst nicht als Tradwife, aber das ist das, was sie ihren Followern präsentiert: eine traditionelle amerikanische Ehefrau, die mit ihrem gutaussehenden Cowboy-Ehemann und bisher fünf Kindern auf einer idyllischen Ranch mit Hühnern, Kühen und Gemüseanbau, selbstverständlich organic, den Traum der christlichen Konservativen lebt. Dass sie zwei Vollzeit-Nannies, eine Producerin und zahlreiche Farmarbeiter beschäftigt, erwähnt sie nicht. Schließlich leugnet sie es aber auch nicht. Als sie gerade im Supermarkt steht, den sie natürlich trotz Farm dennoch benötigt, kommt es zu einem Filmriss. Natalie wacht in einem ihr fremden Bett auf. Als sie dieses verlässt erwarten sie vier Kinder, die nicht ihre sind, und ein Ehemann, der ihrem gleicht, jedoch wesentlich älter ist. In einer Umgebung, die an die Pionierzeit im westlichen Amerika erinnert. Und nun muss Natalie plötzlich tatsächlich ohne jeglichen modernen Komfort zurechtkommen… Es ist im englischsprachigen Raum gerade das aktuelle Hype-Buch. Was ich verständlich finde, wen fasziniert das überwiegend amerikanische Tradwife-Phänomen nicht? „Yesteryear“ ist in drei Teile gegliedert: Im ersten befinden wir uns an einem Zeitpunkt, zu dem Natalie auf dem Höhepunkt ihres Erfolges steht, von vielen beneidet. Dann erfolgt der erwähnte Filmriss und wir werden Zeuge von Natalies verzweifelten Versuchen, in dem Vergangenheitsszenario zurechtzukommen, durchsetzt mit Rückblicken, in denen Natalies Werdegang erzählt wird. Und dann kommt die große Auflösung, die ich erst kurz vorher erahnt habe und mir wirklich gefallen hat, auch wenn sie vielleicht nicht absolut hundertprozentig glaubwürdig ist. Dass die Tradwives im Grund überhaupt nicht dem Ideal der christlichen Fundamentalisten entsprechen, da sie tatsächlich vielbeschäftigte Unternehmerinnen sind, hat sich nun durchaus bereits herumgesprochen. Natalies Producerin fasst es in einem kurzen Satz zusammen: „You don’t have a home, you have a business“. Jedoch führt uns Caro Claire Burke dies sehr schön vor Augen mit einer wirklich unsympathischen Protagonistin umgeben von Figuren, die das Bild ergänzen: der Cowboy-Ehemann, dessen White-Nationalist-MAGA-Vater, der eine Präsidentschaftskandidatur ins Auge fasst, und seine alkoholabhängige Ehefrau. Und den „Angry Women“, den progressiven, feministischen Frauen, die Natalie unter ihren Posts beschimpfen. Das liest sich alles sehr spannend und unterhaltsam und man fiebert schon sehr auf die Auflösung hin. Eine Szene hat mir heftige Bauchschmerzen bereitet, ist aber nach Abschluss des Buches nachvollziehbar. Für meine Begriffe hält der Roman dem Hype stand, er unterhält bestens, beschäftigt sich mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen und gibt den Lesenden die Gelegenheit, mitzudenken. Will heißen, das Pacing ist bis auf den letzten Teil eher langsam, weswegen manche sagen, es sei „off“, mir hat dieser Aspekt jedoch gerade gut gefallen. Kurzer, spoilerischer Zusatz: <spoiler>Ich kann gut nachvollziehen, wie der Ruby Franke-Fall dieses Buch beeinflusst hat, schließlich habe ich Shari Frankes „The House of My Mother“ ebenfalls gehört. Es gibt eine sehr interessante, ausführliche Besprechung der Booktuberin „Plant Based Bride“, in der diese darauf aufmerksam macht, dass wie im Falle von Ruby Franke der Ehemann Caleb, der ja doch eine beträchtliche Mitschuld am Schicksal seiner Kinder hat, scheinbar nicht juristisch belangt wird, d. h., zumindest erfahren wir nichts darüber. Dieser Kritik stimme ich zu und wollte dies auch äußern, dies in der eigentlichen Rezension zu tun, wäre ja aber ein ziemlicher Spoiler ;-)<spoiler/>

5

Ein sehr gelungener Take zur amerikanischen ultra-christlichen Rechten

Am beeindruckendsten fand ich, wie Burke das Level an Selbsttäuschung herausgearbeitet hat, das Menschen aufbringen müssen, um in diesem all-American-Christian-Values Spiel mitmachen zu können. Und das dafür eine riesengroße Menge an Zynismus und Skrupellosigkeit nötig ist. Denn ansonsten muss man früher oder später an der Diskrepanz zwischen dieser unheimlichen Fantasiewelt der traditionellen, konservativen Werte und der Realität scheitern. Das darzustellen ist Burke wunderbar mit viel schwarzem Humor gelungen. Sehr lesenswert.

5

This book will stay with me for a while I think

I just finished this book, and the story was equally as disturbing as it was enthralling. It was so well done that as a reader, you feel yourself spiral with Natalie as she sinks deeper and deeper into this online fantasy of a „good Christian women“ she tries to present online. This book showcases both the toxicity of the tradwife bubble and social media in general but also the impossible and contrasting standards women are supposed to adhere to. And all of that while still being page-turningly good and full of dry humor. This read packs a punch and won’t let you go after you‘ve finished it.

4

This book was engaging from beginning to end. While the middle section felt a little slow at times, the story never lost my interest. Without giving away any spoilers, I can say that the ending was genuinely surprising. I certainly did not expect the story to unfold the way it did, which made the conclusion all the more memorable. I have to admit that some of the time jumps occasionally left me feeling a bit confused and disrupted the flow for me, but they also added an interesting layer to the narrative and gradually helped build the bigger picture. What I found particularly fascinating was the combination of themes explored throughout the book. It touches on faith, social media, and family relationships, while also showing how far people can be pushed and the extremes they may reach. It was a thought-provoking and compelling story that felt very different from the books I usually read. Overall, I really enjoyed it and would definitely recommend it to others looking for something original and suspenseful.

4

Dieses Buch lässt mich etwas sprachlos zurück. Ich habe es gleichzeitig mit Abneigung und Faszination gelesen. Es entwickelte sich ein überraschend spannender Plot mit einigen Twists. Ich habe viele Fragen und bin überrascht, dass das Buch thematisch gar nicht so sehr - wie ich es mir zumindest vorgestellt hatte - das Thema Tradwifes in der jetzigen Generation behandelt, sondern dass es viel mehr um ein persönliches Schicksal geht und wie Kinder in den Social Media Hype mit reingezogen werden. Teilweise ist die Schreibweise so konfus (was vermutlich den verwirrten Geist der Protagonistin darstellen soll?), dass ich kaum hinterher kam. Definitiv ein aufrüttelndes Buch, das ich weiterempfehlen werde.

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5

Fever dream

I must say , even tho I knew the ruff plot of this book I was not prepared for what was happening . Natalie as protagonist is so infuriating and yet it’s so incredible enjoyable to be in her head . The back and forth the reader is presented with was confusing at first , but in the end was what kept me reading , since I simply needed to know what happend on yesteryear ranch . An amazing page turner !

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