Wir waren Kometen
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Daniel Gräfe, geb. 1971 in Biberach, arbeitete in sozialen Projekten in den USA und Ägypten und bereiste nach dem Studium in London recherchierend und schreibend Afrika, Asien und den Nahen Osten. Er arbeitete als Kultur- und Wirtschaftsredakteur in Ost und West und ist Reporter der Stuttgarter Zeitung. Seine Erzählungen, Reportagen und Lyrik wurden mehrfach ausgezeichnet. „Wir waren Kometen“ ist sein Debütroman und wurde mit dem Stipendium des Förderkreises der Schriftsteller in Baden-Württemberg unterstützt. In Daniel Gräfes Texten geht es um persönliche und gesellschaftliche Brüche, um Identität und die Suche nach Glück. Wie sein Romanheld fuhr er durch den europäischen Osten, zwischen der Freiheit des Unterwegsseins und der Sehnsucht anzukommen.
Beiträge
Eine fesselnde Liebesgeschichte ohne schmalzig zu sein. Die Beschreibungen verschiedenen Szenen und Umgebungen haben mir sehr gut gefallen, es hat sich angefühlt, als wäre ich mittendrin. Es hatte ein paar Längen, ich muss aber zugeben, dass ich generell kein Fan von Road Trip Geschichten bin und diese Teile stellenweise nur überflogen habe. Die beiden Protagonisten fand ich gut gezeichnet und charakterstark. Einfach überzeugend.
Von mir gibt es eine große Empfehlung für eine unbequeme Liebesgeschichte voll von glühender Hitze, Erschütterungen und Einschlägen - wie bei Kometen. ☄️
Luba und Lukas - zwei Menschen wie Kometen auf kollidierenden Bahnen. In Berlin treffen sie aufeinander, in einer Stadt, die pulsiert, atmet und lebt. Lukas kommt aus Stuttgart, ist still und wünscht sich Erdung. Luba ist in Rumänien aufgewachsen und trägt Enttäuschung, Wut und Verrat unumkehrbar in sich. Die beiden finden sich und verlieren sich. ☄️☄️☄️ Wie zwei Magnete mit wechselnden Polen, hin- und hergerissen zwischen Nähe und Distanz. Was die beiden verbindet, sind Narben - körperliche, seelische und gemeinsame. Ganz ohne Kitsch, ohne Romantik kommt diese Liebesgeschichte aus. Das ist, was mir an diesem Roman sehr gut gefällt. Diese zwischenmenschliche Beziehung ist echt und ungeschönt. Zum Teil war ich unschlüssig, ob sich die beiden guttun oder schaden. Bis zum Schluss bin ich nicht sicher. Doch genau das ist das Leben, aufreibend, schmerzhaft und versöhnlich. Mein Highlight ist die Sprache, die Daniel Gräfe wählt. Vermutlich muss man den poetischen Stil mögen, meinen Geschmack trifft es. Manche Sätze sind so schön, so bildhaft und warm, dass man sie am liebsten laut aussprechen möchte. Auch das Roadtrip-Feeling kommt nicht zu kurz, denn die Reise nach Rumänien ist beeindruckend. Skurrile Begegnungen, die flirrende Hitze des Sommers, die Donau, die Walachei - ich bin wirklich gerne mitgereist. Zu guter Letzt ist dieser Roman lehrreich und wichtig. Was ich alles über den rumänischen Geheimdienst zur Zeit von Lubas Kindheit erfahren habe, über die Schreckensherrschaft von Ceausescu, ist zwar grausam, aber so bereichernd. Geschichte in Büchern nachzufühlen, ist immer noch meine liebste Lernmethode. Von mir gibt es eine große Empfehlung für eine unbequeme Liebesgeschichte voll von glühender Hitze, Erschütterungen und Einschlägen - wie bei Kometen.

WIR WAREN KOMETEN Daniel Gräfe Die rumänische Luba lernt Lukas in Berlin kennen. Beide verlieben sich ineinander, obwohl ihre Lebensumstände und Charaktere kaum unterschiedlicher sein könnten. Luba ist introvertiert, schnell verletzt und leicht aufbrausend. Über ihre Kindheit schweigt sie beharrlich. Doch nach und nach erfährt Lukas, dass sie unter der Ceausescu-Diktatur in Rumänien aufgewachsen ist – einer Zeit, die sie tief geprägt und ihr Vertrauen in die Welt erschüttert hat. Anpassung war überlebensnotwendig, Abweichung wurde bestraft – am eigenen Körper hat sie erfahren, was es bedeutet, nicht ins System zu passen. Lukas, ein ehemaliger Reporter, ist wach, neugierig und vom Drang getrieben, zu verstehen. Die Ungewissheit über Lubas Vergangenheit lässt ihn nicht los – doch je mehr er erfährt, desto mehr Distanz zieht zwischen ihnen ein. Luba, die in Deutschland nie wirklich Fuß fassen konnte, träumt von einem Neuanfang in Italien – frei, unabhängig, nicht vom Geld getrieben. Doch Lukas zögert, und mit seiner Entscheidung gegen diesen gemeinsamen Weg endet ihre Beziehung. Jahre später erhält Lukas einen unerwarteten Anruf: Luba ist auf dem Weg nach Rumänien, bereit, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Kurzentschlossen reist er ihr hinterher, um ihr beizustehen. Daniel Gräfe gelingt in seinem Debüt ein feinfühliges Porträt zweier verletzter Seelen, deren Liebe an der Last ihrer Geschichten zerbricht. Der Sprachstil ist poetisch und berührend, mit einer klaren, eindringlichen Erzählweise. Besonders gefallen haben mir die Rückblicke und Tagebucheinträge, die dem Roman Tiefe und Struktur verleihen. Die Protagonistin Luba hingegen war für mich mit ihrer derben Art eher schwer zu ertragen Die Verbindung aus Liebesgeschichte, Roadtrip und historisch-politischem Hintergrund hat mich sehr bewegt und durch die Seiten getragen. Eine empfehlenswerte Lektüre, die nachhallt. Lieber @Daniel , herzlichen Dank, dass ich dein Buch lesen durfte. Ich freue mich schon auf weitere Werke von dir. 4/5

Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Daniel Gräfe, geb. 1971 in Biberach, arbeitete in sozialen Projekten in den USA und Ägypten und bereiste nach dem Studium in London recherchierend und schreibend Afrika, Asien und den Nahen Osten. Er arbeitete als Kultur- und Wirtschaftsredakteur in Ost und West und ist Reporter der Stuttgarter Zeitung. Seine Erzählungen, Reportagen und Lyrik wurden mehrfach ausgezeichnet. „Wir waren Kometen“ ist sein Debütroman und wurde mit dem Stipendium des Förderkreises der Schriftsteller in Baden-Württemberg unterstützt. In Daniel Gräfes Texten geht es um persönliche und gesellschaftliche Brüche, um Identität und die Suche nach Glück. Wie sein Romanheld fuhr er durch den europäischen Osten, zwischen der Freiheit des Unterwegsseins und der Sehnsucht anzukommen.
Beiträge
Eine fesselnde Liebesgeschichte ohne schmalzig zu sein. Die Beschreibungen verschiedenen Szenen und Umgebungen haben mir sehr gut gefallen, es hat sich angefühlt, als wäre ich mittendrin. Es hatte ein paar Längen, ich muss aber zugeben, dass ich generell kein Fan von Road Trip Geschichten bin und diese Teile stellenweise nur überflogen habe. Die beiden Protagonisten fand ich gut gezeichnet und charakterstark. Einfach überzeugend.
Von mir gibt es eine große Empfehlung für eine unbequeme Liebesgeschichte voll von glühender Hitze, Erschütterungen und Einschlägen - wie bei Kometen. ☄️
Luba und Lukas - zwei Menschen wie Kometen auf kollidierenden Bahnen. In Berlin treffen sie aufeinander, in einer Stadt, die pulsiert, atmet und lebt. Lukas kommt aus Stuttgart, ist still und wünscht sich Erdung. Luba ist in Rumänien aufgewachsen und trägt Enttäuschung, Wut und Verrat unumkehrbar in sich. Die beiden finden sich und verlieren sich. ☄️☄️☄️ Wie zwei Magnete mit wechselnden Polen, hin- und hergerissen zwischen Nähe und Distanz. Was die beiden verbindet, sind Narben - körperliche, seelische und gemeinsame. Ganz ohne Kitsch, ohne Romantik kommt diese Liebesgeschichte aus. Das ist, was mir an diesem Roman sehr gut gefällt. Diese zwischenmenschliche Beziehung ist echt und ungeschönt. Zum Teil war ich unschlüssig, ob sich die beiden guttun oder schaden. Bis zum Schluss bin ich nicht sicher. Doch genau das ist das Leben, aufreibend, schmerzhaft und versöhnlich. Mein Highlight ist die Sprache, die Daniel Gräfe wählt. Vermutlich muss man den poetischen Stil mögen, meinen Geschmack trifft es. Manche Sätze sind so schön, so bildhaft und warm, dass man sie am liebsten laut aussprechen möchte. Auch das Roadtrip-Feeling kommt nicht zu kurz, denn die Reise nach Rumänien ist beeindruckend. Skurrile Begegnungen, die flirrende Hitze des Sommers, die Donau, die Walachei - ich bin wirklich gerne mitgereist. Zu guter Letzt ist dieser Roman lehrreich und wichtig. Was ich alles über den rumänischen Geheimdienst zur Zeit von Lubas Kindheit erfahren habe, über die Schreckensherrschaft von Ceausescu, ist zwar grausam, aber so bereichernd. Geschichte in Büchern nachzufühlen, ist immer noch meine liebste Lernmethode. Von mir gibt es eine große Empfehlung für eine unbequeme Liebesgeschichte voll von glühender Hitze, Erschütterungen und Einschlägen - wie bei Kometen.

WIR WAREN KOMETEN Daniel Gräfe Die rumänische Luba lernt Lukas in Berlin kennen. Beide verlieben sich ineinander, obwohl ihre Lebensumstände und Charaktere kaum unterschiedlicher sein könnten. Luba ist introvertiert, schnell verletzt und leicht aufbrausend. Über ihre Kindheit schweigt sie beharrlich. Doch nach und nach erfährt Lukas, dass sie unter der Ceausescu-Diktatur in Rumänien aufgewachsen ist – einer Zeit, die sie tief geprägt und ihr Vertrauen in die Welt erschüttert hat. Anpassung war überlebensnotwendig, Abweichung wurde bestraft – am eigenen Körper hat sie erfahren, was es bedeutet, nicht ins System zu passen. Lukas, ein ehemaliger Reporter, ist wach, neugierig und vom Drang getrieben, zu verstehen. Die Ungewissheit über Lubas Vergangenheit lässt ihn nicht los – doch je mehr er erfährt, desto mehr Distanz zieht zwischen ihnen ein. Luba, die in Deutschland nie wirklich Fuß fassen konnte, träumt von einem Neuanfang in Italien – frei, unabhängig, nicht vom Geld getrieben. Doch Lukas zögert, und mit seiner Entscheidung gegen diesen gemeinsamen Weg endet ihre Beziehung. Jahre später erhält Lukas einen unerwarteten Anruf: Luba ist auf dem Weg nach Rumänien, bereit, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Kurzentschlossen reist er ihr hinterher, um ihr beizustehen. Daniel Gräfe gelingt in seinem Debüt ein feinfühliges Porträt zweier verletzter Seelen, deren Liebe an der Last ihrer Geschichten zerbricht. Der Sprachstil ist poetisch und berührend, mit einer klaren, eindringlichen Erzählweise. Besonders gefallen haben mir die Rückblicke und Tagebucheinträge, die dem Roman Tiefe und Struktur verleihen. Die Protagonistin Luba hingegen war für mich mit ihrer derben Art eher schwer zu ertragen Die Verbindung aus Liebesgeschichte, Roadtrip und historisch-politischem Hintergrund hat mich sehr bewegt und durch die Seiten getragen. Eine empfehlenswerte Lektüre, die nachhallt. Lieber @Daniel , herzlichen Dank, dass ich dein Buch lesen durfte. Ich freue mich schon auf weitere Werke von dir. 4/5







