Wir schlechten guten Väter

Wir schlechten guten Väter

Hardcover
3.96
Moderne FamilieHaushaltElterngeldPapa

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Beschreibung

Es ist wahnsinnig einfach, für seine Vatertugenden gelobt zu werden. Vom Gemüsehändler bis zur Schwiegermutter scheinen alle beeindruckt zu sein, wenn Tobias Moorstedt Zeit mit seinen Kindern verbringt oder sogar die kleine Tochter trösten kann. Aber das positive Feedback spiegelt die eklatant niedrigen Erwartungen an Väter wider, denn Frauen leisten immer noch viel mehr Care-Arbeit als Männer. Jeden Tag. Selbstkritisch und ehrlich erzählt Tobias Moorstedt, was ihn und andere Männer davon abhält. Und plötzlich wird sichtbar, dass nicht nur Frauen unter der Unvereinbarkeit von Familie und Karriere leiden und wie schwer es auch für Männer ist, den Fesseln des Patriarchats zu entkommen. Der Autor kombiniert aktuelle wissen- schaftliche Erkenntnisse mit einer exklusiven Studie über die Vater- perspektive auf ›Mental Load‹. Seine Analyse umfasst die Berichte von ganz unterschiedlichen Männern sowie seine eigenen Erfahrungen als Vater zweier Kinder.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Gesellschaft & Sozialwissenschaften
Format
Hardcover
Seitenzahl
224
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Tobias Moorstedt, geboren 1977, ist Journalist und Autor. Er hat die Redaktionsagentur Nansen & Piccard mitgegründet und leitet heute deren Hamburger Büro. Moorstedt besuchte die Deutsche Journalistenschule und studierte Politik, Soziologie und Literaturwissenschaft in München und New York. Regelmäßig schreibt er für verschiedene renommierte Medien und hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht. Heute lebt er mit seiner Familie in Kronberg, Taunus.

Beiträge

1
Alle
3.5

Solider Einstieg in ein wichtiges Thema👨‍👦

Mit seinem Buch bietet der Autor einen guten Einstieg in die Themen Vaterschaft, Care-Arbeit und Familienpolitik in Deutschland. Seine große Stärke ist, dass er die aktuelle Lage mithilfe von Studien und Statistiken widerspiegelt. Während in anderen Büchern jedoch meist konkrete Schlussfolgerungen gezogen werden, bleiben die Schlussfolgerungen von Tobias Moorstedt eher oberflächlich. Ganz nach dem Motto: „Es gibt da ein Problem, das muss geändert werden.” Die Frage nach dem „Wie” bleibt oftmals aus. Auch sein eigens für das Buch geführtes Interview mit mehreren Vätern bleibt mir ein Rätsel. Natürlich ist es schön, auch die Sicht anderer Väter zur Vaterschaft und Familienrollen zu hören. Einige Aussagen sind jedoch durchaus kritisierbar. Der Autor verpasst es, die Interviews einzuordnen oder gar richtigzustellen. So wirken die Interviewaussagen oftmals wie Deko, um das Buch etwas zu strecken. Das Buch macht definitiv Lust tiefer in das Thema einsteigen zu wollen.

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