Wie uns die Liebe fand
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Beschreibung
Ein ganzes Dorf erliegt dem Zauber der Liebe: sinnlich, charmant, lebensweise
In ihrem zauberhaften Wohlfühlroman über ein kleines Dorf im Elsass erzählt Claire Stihlé, was die Liebe so anstellt – nicht nur mit Madam Nanon und ihren vier Töchtern.
Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen.
Und als endlich Ruhe einkehrt, kommt Madame Nans älteste Tochter Marie mit einer Erfindung daher, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld beschert: Plötzlich erliegt das ganze Dorf dem Zauber der Liebe. Das Glück scheint perfekt – gäbe es da nicht Madame Nans Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sie sich verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet.
Madam Nan ist eine ebenso warmherzige wie humorvolle Erzählerin, die diesen Wohlfühlroman über die Liebe und ein kleines Dorf im Elsass zu etwas ganz Besonderem macht.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Claire Stihlé wurde in der Nähe von Colmar geboren, studierte in Frankreich und in Deutschland, wo sie auch lebt.
Beiträge
Vorab muss ich leider wieder einmal den Klappentext kritisieren, den ich nun immer und immer wieder gelesen habe, um mir darüber klar zu werden, was zwischen mir und Madame Nan schiefgelaufen ist. Zusammengefasst verhält es sich wohl so: der Klappentext hat mir suggeriert, dass Madame Nan sich mit 92 Jahren in Monsieur Boberschram verliebt und dass diese Tatsache zu allerlei Tohuwabohu und Verwirrungen führt. Diese Idee fand ich im Zeitalter der "Golden Ager" und des allgemein verbreiteten Jugendwahns so rasend ansprechend, dass ich mich wirklich wahnsinnig auf dieses freche und ungewöhnliche Thema gefreut habe. ABER: was dann kam, hat leider meine Erwartungen sehr enttäuscht. Tatsächlich handelt der Roman nämlich nicht von der 92-jährigen, sondern von der 52-jährigen Madame Nan, die sich im Jahr 1979 in Monsieur Boberschram verliebt. Daneben werden allerlei (amouröse) Ereignisse im Dorf Bois-de-Val geschildert und es gibt ein paar Rückblicke in die 40er-Jahre. Die 92-jährige wird hier auf das erzählende Ich reduziert. Das Erleben ist ausschließlich der jüngeren Version vorbehalten (scheinbar ist der Ofen mit 92 doch schon mehr oder weniger aus) und dass ist dann leider auch der Grund, dass dieser Roman nichts Besonderes, sondern lediglich netter Durchschnitt ist. Von der Art her hat mich viel an Joanne Harris Chocolat erinnert (ein Roman, der vermutlich auch eher nur noch wegen der Verfilmung in Erinnerung ist), nur dass hier die Menschen nicht durch Schokolade verändert, sondern durch Voodoo-Liebesbomben betört werden. Sobald diese ihre Wirkung entfalten, kommt es zu Schmetterlingsstürmen. Wenn man magischen Realismus mag, dann freut einen dieser Umstand sicherlich sehr, wenn man kein Freund dieser Richtung ist, dann hat man es mit dem Roman schwer, denn ein wesentlicher Teil ist den Liebesbomben gewidmet. Auch sonst hat mich die meines Erachtens sehr belanglose Handlung leider nicht mitgerissen. Für meinen Geschmack war das Konstrukt insgesamt etwas zu artifiziell und oberflächlich. Dies führe ich zum einen darauf zurück, dass mir das gesamte Zeitkolorit des Jahres 1979 fehlte. Zwar gibt Tochter Chloé immer wieder ihren gerade erwachenden Feminismus zum Besten, aber das reicht mir nicht - vor allem nicht aus der Perspektive von heute. Der Teil, der 1979 spielt, ist nur deshalb in jenem Jahr angesiedelt, damit Madame Nan die 40er-Jahre erleben konnte. Zum anderen erschließt sich mir nicht, warum der Roman eine 92-jährige Erzählfigur braucht. Auch wenn auf der letzten Seite eine melancholische Note über das Ende des Lebens erreicht wird, spielt das Alter der Erzählerfigur ansonsten keine Rolle und prägt ihre Erzählstimme auch nur marginal. Überhaupt - die Erzählstimme. Ich bin ein großer Fan von authentischen und lebendigen Erzählstimmen, zu Madame Nans Stimme habe ich keine Nähe aufbauen können. Der gesamte Schreibstil war mir emotional zu distanziert und vor allem zu albern, sodass immer wieder der Eindruck entstand, dass viele Dinge ins Lächerliche gezogen werden. Ich finde Humor bei der Erzählinstanz immer großartig, aber hier war es für mich einfach nicht stimmig. Ich bin mir bewusst, dass all die Aspekte, die ich hier kritisiere, durchaus auch von der Autorin für ihren Roman so gewollt sein können: der spöttische, alberne Grundton des Schreibstils, die Magie, die überzogenen Figuren, aber es hat für mich nicht funktioniert und mich leider nicht berührt.
WIE UNS DIE LIEBE FAND Ein ruhiger, unaufgeregter Liebesroman über eine über neunzigjährigen Frau, die auf ihr Leben zurück blickt. Der Schauplatz des Buches befindet sich in einem kleinen beschaulichen Örtchen mitten in Elsass. Jeder kennt jeden und man läuft sich ständig über den Weg. Diese Kulisse im schönen Elsass hat mir sehr gefallen und ich habe dadurch akuten Hunger auf Flammkuchen. Die Idee, dass eine Familie einen kleinen Laden übernimmt ist total schön. Die Veränderung des Ladens und wie die Menschen sich über diesen neuen Treffpunkt freuen, waren schön zu begleiten. Im Gegensatz dazu konnte mich der Inhalt nicht so recht überzeugen. Die Handlung kam nur wenig in Fahrt und ich hätte mir erhofft mehr von dem Leben Nans zu erfahren. Die zahlreichen Rezepte am Ende des Buches sind nett, hätten jedoch nicht sein müssen, da sie jetzt nicht so prägnant sind. Trotzdem nett. Es ist ein Buch über Liebe, Zusammengehörigkeit und Familie, welches vorhersehbar und ruhig die Handlung im wunderschönen Elsass über eine Frau und ihre Familie wiedergibt.
„Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé Darum geht es: Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf mit der guten Luft. Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen. Dann kehrt endlich Ruhe ein - bis Madame Nans älteste Tochter Marie plötzlich mit einer Erfindung daherkommt, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld, sondern den Dorfbewohnern auch jede Menge Liebestaumel beschert. Das Glück scheint perfekt zu sein, gäbe es da nicht die Geschichte mit ihrem Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sich Madame Nan verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet. Eine süße Geschichte wie ein französisches Chanson! Oder eine Geschichte wie “Chocolat”. Ein ruhiger, kleiner Ort, eine sympathische Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt und ihre vier Töchter, die das Leben ihrer Mutter bereichern. Dann gibt es noch das “Chez Malou”, der kleine Laden der Familie, der den Mittelpunkt des Ortes darstellt. Alle kommen hierher, um ihren Einkauf zu erledigen und bei einem Glas Wein zu tratschen und Neuigkeiten auszutauschen. Die “Liebesbomben”, erfunden von der ältesten Tochter und ihren Freund, fügen eine Spur Magie in die Geschichte. Menschen, dies diese Bomben mit sich tragen, finden früher oder später zusammen, begleitet von einen Schwarm Schmetterlingen. Ich habe dieses Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen und war verzaubert. Eine schöne Geschichte für zwischendurch und zum wegträumen. Von mir gibt es: 4 von 5 Sternen
Abgebrochen bei ca 80 Seiten
Eigentlich mochte ich die Idee von diesem Buch. Ich dachte, wir erleben eine alte Liebe der 92jährigen Protagonistin (zumindest habe ich das dem Klappentext entnommen). Tatsächlich springen wir mit ihr aber durch Erzählungen aus ihrem Leben, die zu meinem Leidwesen nicht in Kapitel unterteilt waren. Gut, dachte ich, dann erzählt sie halt Geschichten aus ihrem Dorf in den Siebzigern. Was ist jetzt mein Problem? Ich traue mich fast nicht, das hier anzusprechen, weil es sonst irgendwie niemand in den bisherigen Rezensionen getan hat. Aber wie diskriminierend ist dieses Buch bitte? In den Siebzigern waren Menschen mit Migrationshintergrund anschreibend zu „fremd“ (so wird es beschrieben), um sie als Teil der Gemeinschaft anzusehen. Behinderte Menschen bezeichnete man anscheinend als „Dorftrottel“. Und eine Nicht-Landes-Flagge zu hissen wird als Provokation gesehen. An alle, die jetzt sagen, dass das in den Siebzigern eben so war: meinetwegen. Aber das Buch wird nicht in den Siebzigern erzählt. Wir hören es durch die Stimme einer 92jährigen aus dem Jahr 2019 (oder 2020? Ich weiß es nicht mehr). Eine Erzählerin, die keinerlei Einordnung des Themas vornimmt, stattdessen lieber sämtliche Diskriminierungen in ihren Wortfluss einstreut. Muss das wirklich sein? Mir hat es das Leseerlebnis vermiest. Dazu kommt, dass genannte 92jährige sehr viel Spaß daran findet, uns das Sexleben ihrer Töchter darzubieten. Die Wortwahl hier ist mitunter wirklich seltsam, „Liebesstöße“ ist am meisten hängengeblieben. Und wollt ihr wissen, was das diskriminierende Dorf noch seltsamer macht? Wenn die Tochter sich mal wieder nicht mit ihrem Lover zurückhalten kann, stehen vor dem Haus „Zaungäste“, die zuhören. Was auch sonst? Als die Story schlussendlich kitschig geworden ist und ich den Faden verloren habe, hat es mir dann auch nicht wehgetan, dieses gebleichte Holz wieder zur Seite zu legen.
„Wie uns die Liebe fand“ ist der Debütroman von Claire Stihlé und erscheint am 04. Mai 2020 beim Doemer Taschenbuch Verlag.Schauplatz des Buches ist das fiktive Dorf im Elsass Bois-de-Val. Madam Manon, von allen nur Madam Nan genannt, lebt schon ihr ganzes Leben in diesen Ort - 92 Jahre um genau zu sein - und sie wollte nie woanders hin. Über die Jahre hat sie so einiges erlebt. aber nichts war so aufregend wie das Jahr 1979. Es begann damit, dass Madam Nan und ihre vier Töchter einen kleinen Laden geschenkt bekommen. Doch zu Ansehen und Geld gelang die Familie erst durch die Erfindung der ältesten Tochter und ihren Freund Malon - Liebeskugeln. Diese halfen unglücklich verliebten ihren Schwarm näher zu kommen. Dies stürzte das Dorf in ein wahres Liebeswirrwarr.Das Leben scheint perfekt zu sein, wäre Madam Nan nicht in ihren Nachbarn Monsieur Bomberschram verliebt. Madam ahnt nicht, dass die beiden eine gemeinsame Vergangenheit haben.„Wie uns die Liebe fand“ ist ein Roman über die Liebe, aber auch über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Madam Nan und ihre Töchter sind ein eingespieltes Team. Stihlé schuf Madam Nan nach dem Vorbild ihrer Großmutter, welche einen ähnlichen Humor wie die Hauptcharakterin besitzt. Canon versucht stets etwas positives in den Dingen zu sehen.Die Geschichte von „Wie uns die Liebe fand“ ist sehr originell, besonders durch die Verwendung von Voodoo. Eine Religion, welche selbst heutzutage, nicht von jeden verstanden wird. Lieder ist der Lesefluss ab der Hälfte des Buches sehr zäh, weil die Handlung ins Stocken gerät. Wirklich schade, weil der Schreibstil der Autorin ansonsten sehr gut ist.„Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé ist eins dieser Bücher, die ideal für die Sommermonate ist, wo man gerne locker, leichte Bücher mit positiver Note liest. Man muss aber in der Stimmung für diese Buch sein, sonst liest es sich sehr zäh.
"Du bist ich, und deswegen liebe ich Dich!" "Wie uns die Liebe fand" spielt in einem fiktiven Dorf im Elsass. Wir lernen Madame Nan und ihre Familie kennen und begleiten sie ein Stück ihres Lebens. Ich war etwas enttäuscht, denn ich hatte nicht damit gerechnet die Geschichte aus der Zukunft erzählt zu bekommen. Zusätzlich ist Madame Nan in ihrer Erzählung hin und wieder in andere, noch vergangenere Zeiten abgerutscht, was es mir etwas erschwerte, dem Zeitstrang zu folgen. Die Geschichte mit den Liebesbomben und Schmetterlingen (entweder viel zu magisch oder eine Metapher) verleiht dem ganzen eine sommerliche Frische, die kurz vor Ende des Romans durch historische Schilderungen urplötzlich umschwingt (das hätte meiner Meinung nach schon früher passieren können). Ziemlich witzig fand ich gelegentliche Wiederholungen (bspw. Dass Anne grundsätzlich ihren Kopf in Jeromes Nacken versteckt oder Madame Nan jedesmal, wenn sie Bernard erwähnt, ein "Gott, hab ihn seelig" anfügt), die sich konstant durch den Roman zogen und somit das Gefühl vermittelten, man hätte eigene Insider mit der Geschichte. Alles in allem eine frische und kurzweilige Lektüre, allerdings keine Empfehlung.
Beschreibung
Ein ganzes Dorf erliegt dem Zauber der Liebe: sinnlich, charmant, lebensweise
In ihrem zauberhaften Wohlfühlroman über ein kleines Dorf im Elsass erzählt Claire Stihlé, was die Liebe so anstellt – nicht nur mit Madam Nanon und ihren vier Töchtern.
Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen.
Und als endlich Ruhe einkehrt, kommt Madame Nans älteste Tochter Marie mit einer Erfindung daher, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld beschert: Plötzlich erliegt das ganze Dorf dem Zauber der Liebe. Das Glück scheint perfekt – gäbe es da nicht Madame Nans Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sie sich verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet.
Madam Nan ist eine ebenso warmherzige wie humorvolle Erzählerin, die diesen Wohlfühlroman über die Liebe und ein kleines Dorf im Elsass zu etwas ganz Besonderem macht.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Claire Stihlé wurde in der Nähe von Colmar geboren, studierte in Frankreich und in Deutschland, wo sie auch lebt.
Beiträge
Vorab muss ich leider wieder einmal den Klappentext kritisieren, den ich nun immer und immer wieder gelesen habe, um mir darüber klar zu werden, was zwischen mir und Madame Nan schiefgelaufen ist. Zusammengefasst verhält es sich wohl so: der Klappentext hat mir suggeriert, dass Madame Nan sich mit 92 Jahren in Monsieur Boberschram verliebt und dass diese Tatsache zu allerlei Tohuwabohu und Verwirrungen führt. Diese Idee fand ich im Zeitalter der "Golden Ager" und des allgemein verbreiteten Jugendwahns so rasend ansprechend, dass ich mich wirklich wahnsinnig auf dieses freche und ungewöhnliche Thema gefreut habe. ABER: was dann kam, hat leider meine Erwartungen sehr enttäuscht. Tatsächlich handelt der Roman nämlich nicht von der 92-jährigen, sondern von der 52-jährigen Madame Nan, die sich im Jahr 1979 in Monsieur Boberschram verliebt. Daneben werden allerlei (amouröse) Ereignisse im Dorf Bois-de-Val geschildert und es gibt ein paar Rückblicke in die 40er-Jahre. Die 92-jährige wird hier auf das erzählende Ich reduziert. Das Erleben ist ausschließlich der jüngeren Version vorbehalten (scheinbar ist der Ofen mit 92 doch schon mehr oder weniger aus) und dass ist dann leider auch der Grund, dass dieser Roman nichts Besonderes, sondern lediglich netter Durchschnitt ist. Von der Art her hat mich viel an Joanne Harris Chocolat erinnert (ein Roman, der vermutlich auch eher nur noch wegen der Verfilmung in Erinnerung ist), nur dass hier die Menschen nicht durch Schokolade verändert, sondern durch Voodoo-Liebesbomben betört werden. Sobald diese ihre Wirkung entfalten, kommt es zu Schmetterlingsstürmen. Wenn man magischen Realismus mag, dann freut einen dieser Umstand sicherlich sehr, wenn man kein Freund dieser Richtung ist, dann hat man es mit dem Roman schwer, denn ein wesentlicher Teil ist den Liebesbomben gewidmet. Auch sonst hat mich die meines Erachtens sehr belanglose Handlung leider nicht mitgerissen. Für meinen Geschmack war das Konstrukt insgesamt etwas zu artifiziell und oberflächlich. Dies führe ich zum einen darauf zurück, dass mir das gesamte Zeitkolorit des Jahres 1979 fehlte. Zwar gibt Tochter Chloé immer wieder ihren gerade erwachenden Feminismus zum Besten, aber das reicht mir nicht - vor allem nicht aus der Perspektive von heute. Der Teil, der 1979 spielt, ist nur deshalb in jenem Jahr angesiedelt, damit Madame Nan die 40er-Jahre erleben konnte. Zum anderen erschließt sich mir nicht, warum der Roman eine 92-jährige Erzählfigur braucht. Auch wenn auf der letzten Seite eine melancholische Note über das Ende des Lebens erreicht wird, spielt das Alter der Erzählerfigur ansonsten keine Rolle und prägt ihre Erzählstimme auch nur marginal. Überhaupt - die Erzählstimme. Ich bin ein großer Fan von authentischen und lebendigen Erzählstimmen, zu Madame Nans Stimme habe ich keine Nähe aufbauen können. Der gesamte Schreibstil war mir emotional zu distanziert und vor allem zu albern, sodass immer wieder der Eindruck entstand, dass viele Dinge ins Lächerliche gezogen werden. Ich finde Humor bei der Erzählinstanz immer großartig, aber hier war es für mich einfach nicht stimmig. Ich bin mir bewusst, dass all die Aspekte, die ich hier kritisiere, durchaus auch von der Autorin für ihren Roman so gewollt sein können: der spöttische, alberne Grundton des Schreibstils, die Magie, die überzogenen Figuren, aber es hat für mich nicht funktioniert und mich leider nicht berührt.
WIE UNS DIE LIEBE FAND Ein ruhiger, unaufgeregter Liebesroman über eine über neunzigjährigen Frau, die auf ihr Leben zurück blickt. Der Schauplatz des Buches befindet sich in einem kleinen beschaulichen Örtchen mitten in Elsass. Jeder kennt jeden und man läuft sich ständig über den Weg. Diese Kulisse im schönen Elsass hat mir sehr gefallen und ich habe dadurch akuten Hunger auf Flammkuchen. Die Idee, dass eine Familie einen kleinen Laden übernimmt ist total schön. Die Veränderung des Ladens und wie die Menschen sich über diesen neuen Treffpunkt freuen, waren schön zu begleiten. Im Gegensatz dazu konnte mich der Inhalt nicht so recht überzeugen. Die Handlung kam nur wenig in Fahrt und ich hätte mir erhofft mehr von dem Leben Nans zu erfahren. Die zahlreichen Rezepte am Ende des Buches sind nett, hätten jedoch nicht sein müssen, da sie jetzt nicht so prägnant sind. Trotzdem nett. Es ist ein Buch über Liebe, Zusammengehörigkeit und Familie, welches vorhersehbar und ruhig die Handlung im wunderschönen Elsass über eine Frau und ihre Familie wiedergibt.
„Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé Darum geht es: Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf mit der guten Luft. Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen. Dann kehrt endlich Ruhe ein - bis Madame Nans älteste Tochter Marie plötzlich mit einer Erfindung daherkommt, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld, sondern den Dorfbewohnern auch jede Menge Liebestaumel beschert. Das Glück scheint perfekt zu sein, gäbe es da nicht die Geschichte mit ihrem Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sich Madame Nan verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet. Eine süße Geschichte wie ein französisches Chanson! Oder eine Geschichte wie “Chocolat”. Ein ruhiger, kleiner Ort, eine sympathische Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt und ihre vier Töchter, die das Leben ihrer Mutter bereichern. Dann gibt es noch das “Chez Malou”, der kleine Laden der Familie, der den Mittelpunkt des Ortes darstellt. Alle kommen hierher, um ihren Einkauf zu erledigen und bei einem Glas Wein zu tratschen und Neuigkeiten auszutauschen. Die “Liebesbomben”, erfunden von der ältesten Tochter und ihren Freund, fügen eine Spur Magie in die Geschichte. Menschen, dies diese Bomben mit sich tragen, finden früher oder später zusammen, begleitet von einen Schwarm Schmetterlingen. Ich habe dieses Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen und war verzaubert. Eine schöne Geschichte für zwischendurch und zum wegträumen. Von mir gibt es: 4 von 5 Sternen
Abgebrochen bei ca 80 Seiten
Eigentlich mochte ich die Idee von diesem Buch. Ich dachte, wir erleben eine alte Liebe der 92jährigen Protagonistin (zumindest habe ich das dem Klappentext entnommen). Tatsächlich springen wir mit ihr aber durch Erzählungen aus ihrem Leben, die zu meinem Leidwesen nicht in Kapitel unterteilt waren. Gut, dachte ich, dann erzählt sie halt Geschichten aus ihrem Dorf in den Siebzigern. Was ist jetzt mein Problem? Ich traue mich fast nicht, das hier anzusprechen, weil es sonst irgendwie niemand in den bisherigen Rezensionen getan hat. Aber wie diskriminierend ist dieses Buch bitte? In den Siebzigern waren Menschen mit Migrationshintergrund anschreibend zu „fremd“ (so wird es beschrieben), um sie als Teil der Gemeinschaft anzusehen. Behinderte Menschen bezeichnete man anscheinend als „Dorftrottel“. Und eine Nicht-Landes-Flagge zu hissen wird als Provokation gesehen. An alle, die jetzt sagen, dass das in den Siebzigern eben so war: meinetwegen. Aber das Buch wird nicht in den Siebzigern erzählt. Wir hören es durch die Stimme einer 92jährigen aus dem Jahr 2019 (oder 2020? Ich weiß es nicht mehr). Eine Erzählerin, die keinerlei Einordnung des Themas vornimmt, stattdessen lieber sämtliche Diskriminierungen in ihren Wortfluss einstreut. Muss das wirklich sein? Mir hat es das Leseerlebnis vermiest. Dazu kommt, dass genannte 92jährige sehr viel Spaß daran findet, uns das Sexleben ihrer Töchter darzubieten. Die Wortwahl hier ist mitunter wirklich seltsam, „Liebesstöße“ ist am meisten hängengeblieben. Und wollt ihr wissen, was das diskriminierende Dorf noch seltsamer macht? Wenn die Tochter sich mal wieder nicht mit ihrem Lover zurückhalten kann, stehen vor dem Haus „Zaungäste“, die zuhören. Was auch sonst? Als die Story schlussendlich kitschig geworden ist und ich den Faden verloren habe, hat es mir dann auch nicht wehgetan, dieses gebleichte Holz wieder zur Seite zu legen.
„Wie uns die Liebe fand“ ist der Debütroman von Claire Stihlé und erscheint am 04. Mai 2020 beim Doemer Taschenbuch Verlag.Schauplatz des Buches ist das fiktive Dorf im Elsass Bois-de-Val. Madam Manon, von allen nur Madam Nan genannt, lebt schon ihr ganzes Leben in diesen Ort - 92 Jahre um genau zu sein - und sie wollte nie woanders hin. Über die Jahre hat sie so einiges erlebt. aber nichts war so aufregend wie das Jahr 1979. Es begann damit, dass Madam Nan und ihre vier Töchter einen kleinen Laden geschenkt bekommen. Doch zu Ansehen und Geld gelang die Familie erst durch die Erfindung der ältesten Tochter und ihren Freund Malon - Liebeskugeln. Diese halfen unglücklich verliebten ihren Schwarm näher zu kommen. Dies stürzte das Dorf in ein wahres Liebeswirrwarr.Das Leben scheint perfekt zu sein, wäre Madam Nan nicht in ihren Nachbarn Monsieur Bomberschram verliebt. Madam ahnt nicht, dass die beiden eine gemeinsame Vergangenheit haben.„Wie uns die Liebe fand“ ist ein Roman über die Liebe, aber auch über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt. Madam Nan und ihre Töchter sind ein eingespieltes Team. Stihlé schuf Madam Nan nach dem Vorbild ihrer Großmutter, welche einen ähnlichen Humor wie die Hauptcharakterin besitzt. Canon versucht stets etwas positives in den Dingen zu sehen.Die Geschichte von „Wie uns die Liebe fand“ ist sehr originell, besonders durch die Verwendung von Voodoo. Eine Religion, welche selbst heutzutage, nicht von jeden verstanden wird. Lieder ist der Lesefluss ab der Hälfte des Buches sehr zäh, weil die Handlung ins Stocken gerät. Wirklich schade, weil der Schreibstil der Autorin ansonsten sehr gut ist.„Wie uns die Liebe fand“ von Claire Stihlé ist eins dieser Bücher, die ideal für die Sommermonate ist, wo man gerne locker, leichte Bücher mit positiver Note liest. Man muss aber in der Stimmung für diese Buch sein, sonst liest es sich sehr zäh.
"Du bist ich, und deswegen liebe ich Dich!" "Wie uns die Liebe fand" spielt in einem fiktiven Dorf im Elsass. Wir lernen Madame Nan und ihre Familie kennen und begleiten sie ein Stück ihres Lebens. Ich war etwas enttäuscht, denn ich hatte nicht damit gerechnet die Geschichte aus der Zukunft erzählt zu bekommen. Zusätzlich ist Madame Nan in ihrer Erzählung hin und wieder in andere, noch vergangenere Zeiten abgerutscht, was es mir etwas erschwerte, dem Zeitstrang zu folgen. Die Geschichte mit den Liebesbomben und Schmetterlingen (entweder viel zu magisch oder eine Metapher) verleiht dem ganzen eine sommerliche Frische, die kurz vor Ende des Romans durch historische Schilderungen urplötzlich umschwingt (das hätte meiner Meinung nach schon früher passieren können). Ziemlich witzig fand ich gelegentliche Wiederholungen (bspw. Dass Anne grundsätzlich ihren Kopf in Jeromes Nacken versteckt oder Madame Nan jedesmal, wenn sie Bernard erwähnt, ein "Gott, hab ihn seelig" anfügt), die sich konstant durch den Roman zogen und somit das Gefühl vermittelten, man hätte eigene Insider mit der Geschichte. Alles in allem eine frische und kurzweilige Lektüre, allerdings keine Empfehlung.












