Wie schwer wiegt ein Schatten
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
CHRISTIANE WIRTZ, 1970 geboren, studierte Rechtswissenschaften in Berlin. Sie arbeitete als Journalistin für die Süddeutsche Zeitung und den Deutschlandfunk. Als freie Journalistin war sie ein Jahr in Tel Aviv tätig. 2014–2016 war sie stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Danach wechselte sie als Staatssekretärin ins Bundesjustizministerium. Seit 2020 ist sie wieder freie Journalistin und Autorin. Christiane Wirtz lebt in Berlin. www.christiane-wirtz.de
Beiträge
Mit fehlte der Zugang
**** Mein Eindruck **** Ich habe mich sehr auf diese Geschichte gefreut, weil ich mehr über Israel und seine Kultur lernen wollte. Einige Einblicke bekam ich zwar, doch letztlich liegt der Fokus der Geschichte stark auf den Figuren. Nach dem Klappentext war das zu erwarten – und das wäre völlig in Ordnung gewesen, hätte ich die Affäre zwischen ihnen nachvollziehen können. Leider konnte ich die Emotionen kaum spüren, und vor allem Davids Handeln blieb mir ein Rätsel. Die erste Szene war wirklich stark, doch danach suchte ich vergeblich nach diesem emotionalen Zugang. Inhaltlich hat die Geschichte durchaus Interessantes zu bieten, und die Atmosphäre besitzt etwas Eigenes. Der Schreibstil ist gelungen, die Sätze fließen gut und regen zum Mitdenken an. Gleichzeitig ist er aber sehr nüchtern, sodass weder Gefühle noch die Tragik mancher Momente wirklich transportiert werden. Die Geschichte bewegt in der Tiefe kaum – entweder war sie emotional zu schwach oder inhaltlich zu wenig, um mich komplett mitzuziehen. Themen wie Identität, Herkunft und Liebe werden zwar gut eingebettet, doch ohne spürbare Emotionen. **** Empfehlung **** Ein nettes Leseerlebnis für alle, die etwas über den journalistischen Beruf und Israel erfahren möchten. Die Idee ist gut umgesetzt, und ich denke, das Buch wird seine Leser*innen finden.
Ein lesenswerter Roman zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, Familie, Herkunft, Liebe und Verlust mit Setting in Israel
🩷❤️🩵WIE SCHWER WIEGT EIN SCHATTEN von Christiane Wirtz🩷❤️🩵, erschienen im DuMont Verlag, ET 11.03.2025, 208 Seiten ✨ Leseempfehlung ✨ „Wenn die Trauer erstarrt, ist sie unbeweglich wie ein Eisblock“. Wenn die Trauer lebendig ist, flüssig, kann sie abfließen“. David Worum geht’s? Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft, Tel Aviv, Liebe, Trauerverarbeitung Mein Leseeindruck: Durch Instagram wurde ich neugierig auf diesen Roman. Wir lernen die Radiojournalistin Mia im Jahre 2008 kennen, die gerade um ihre Großmutter trauert, als sie von ihrem Sender in Tel Aviv eingesetzt wird. Ihre Mutter hat sie ebenfalls früh verloren. So begibt sie sich mithilfe einer Freundin ihrer Großmutter auf Spurensuche, sucht nach Antworten hinsichtlich ihrer Identität und Familiengeschichte. Währenddessen lernt sie den Kameramann David kennen, Sohn polnisch, bulgarischer Juden eine Begegnung, die sie beide mit diversen Lebensthemen konfrontiert. David beschäftigt das Thema seines Großvaters, Mia setzt sich mit dem frühem Tod ihrer Mutter und Onkel auseinander. David stützt Mia auf diesem Weg in die Vergangenheit. Doch er ist verheiratet und hat eine Adoptivtochter. Wie wird die Geschichte weitergehen und wie tief taucht man in das Leben Tel Avivs ein? Kann sie ihre Mutterwunde schließen? Das geschmackvolle, in modernen Farben gestaltete Cover und der Titel finde ich passend gewählt. Wirtz erzählt hier einfühlsam und solide vom Leben und der Liebe einer Frau, die trotz Widrigkeiten ihren Weg voranschreitet. Eine solide Geschichte. Fazit: Ein lesenswerter Roman zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, Familie, Herkunft, Liebe und Verlust mit Setting in Israel Eure, Claudia
Entwickelt einen starken Sog
Die Art, wie die Autorin ihre Protagonistin in ihre Kindheit und in die Vergangenheit von deren Mutter eintauchen lässt, ist atemberaubend. Wie sie Erinnerungen aus sich herausholt und lebendig werden lässt, habe ich so noch nicht gelesen. Dazu die Liebesgeschichte, die jüdische Kultur, die eine Rolle spielt, der Umgang mit dem Tod … Ein schöner Roman, der einen starken Sog entwickelt, mit einer klugen, sympathischen Protagonistin. Auch sprachlich sticht der Roman hervor, die Briefe der Mutter, die Gespräche mit David, die Sprache der Kindheit – hier bemerkt man als Leser:in feine Unterschiede, die Spaß machen.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
CHRISTIANE WIRTZ, 1970 geboren, studierte Rechtswissenschaften in Berlin. Sie arbeitete als Journalistin für die Süddeutsche Zeitung und den Deutschlandfunk. Als freie Journalistin war sie ein Jahr in Tel Aviv tätig. 2014–2016 war sie stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung. Danach wechselte sie als Staatssekretärin ins Bundesjustizministerium. Seit 2020 ist sie wieder freie Journalistin und Autorin. Christiane Wirtz lebt in Berlin. www.christiane-wirtz.de
Beiträge
Mit fehlte der Zugang
**** Mein Eindruck **** Ich habe mich sehr auf diese Geschichte gefreut, weil ich mehr über Israel und seine Kultur lernen wollte. Einige Einblicke bekam ich zwar, doch letztlich liegt der Fokus der Geschichte stark auf den Figuren. Nach dem Klappentext war das zu erwarten – und das wäre völlig in Ordnung gewesen, hätte ich die Affäre zwischen ihnen nachvollziehen können. Leider konnte ich die Emotionen kaum spüren, und vor allem Davids Handeln blieb mir ein Rätsel. Die erste Szene war wirklich stark, doch danach suchte ich vergeblich nach diesem emotionalen Zugang. Inhaltlich hat die Geschichte durchaus Interessantes zu bieten, und die Atmosphäre besitzt etwas Eigenes. Der Schreibstil ist gelungen, die Sätze fließen gut und regen zum Mitdenken an. Gleichzeitig ist er aber sehr nüchtern, sodass weder Gefühle noch die Tragik mancher Momente wirklich transportiert werden. Die Geschichte bewegt in der Tiefe kaum – entweder war sie emotional zu schwach oder inhaltlich zu wenig, um mich komplett mitzuziehen. Themen wie Identität, Herkunft und Liebe werden zwar gut eingebettet, doch ohne spürbare Emotionen. **** Empfehlung **** Ein nettes Leseerlebnis für alle, die etwas über den journalistischen Beruf und Israel erfahren möchten. Die Idee ist gut umgesetzt, und ich denke, das Buch wird seine Leser*innen finden.
Ein lesenswerter Roman zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, Familie, Herkunft, Liebe und Verlust mit Setting in Israel
🩷❤️🩵WIE SCHWER WIEGT EIN SCHATTEN von Christiane Wirtz🩷❤️🩵, erschienen im DuMont Verlag, ET 11.03.2025, 208 Seiten ✨ Leseempfehlung ✨ „Wenn die Trauer erstarrt, ist sie unbeweglich wie ein Eisblock“. Wenn die Trauer lebendig ist, flüssig, kann sie abfließen“. David Worum geht’s? Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft, Tel Aviv, Liebe, Trauerverarbeitung Mein Leseeindruck: Durch Instagram wurde ich neugierig auf diesen Roman. Wir lernen die Radiojournalistin Mia im Jahre 2008 kennen, die gerade um ihre Großmutter trauert, als sie von ihrem Sender in Tel Aviv eingesetzt wird. Ihre Mutter hat sie ebenfalls früh verloren. So begibt sie sich mithilfe einer Freundin ihrer Großmutter auf Spurensuche, sucht nach Antworten hinsichtlich ihrer Identität und Familiengeschichte. Währenddessen lernt sie den Kameramann David kennen, Sohn polnisch, bulgarischer Juden eine Begegnung, die sie beide mit diversen Lebensthemen konfrontiert. David beschäftigt das Thema seines Großvaters, Mia setzt sich mit dem frühem Tod ihrer Mutter und Onkel auseinander. David stützt Mia auf diesem Weg in die Vergangenheit. Doch er ist verheiratet und hat eine Adoptivtochter. Wie wird die Geschichte weitergehen und wie tief taucht man in das Leben Tel Avivs ein? Kann sie ihre Mutterwunde schließen? Das geschmackvolle, in modernen Farben gestaltete Cover und der Titel finde ich passend gewählt. Wirtz erzählt hier einfühlsam und solide vom Leben und der Liebe einer Frau, die trotz Widrigkeiten ihren Weg voranschreitet. Eine solide Geschichte. Fazit: Ein lesenswerter Roman zur Auseinandersetzung mit der eigenen Identität, Familie, Herkunft, Liebe und Verlust mit Setting in Israel Eure, Claudia
Entwickelt einen starken Sog
Die Art, wie die Autorin ihre Protagonistin in ihre Kindheit und in die Vergangenheit von deren Mutter eintauchen lässt, ist atemberaubend. Wie sie Erinnerungen aus sich herausholt und lebendig werden lässt, habe ich so noch nicht gelesen. Dazu die Liebesgeschichte, die jüdische Kultur, die eine Rolle spielt, der Umgang mit dem Tod … Ein schöner Roman, der einen starken Sog entwickelt, mit einer klugen, sympathischen Protagonistin. Auch sprachlich sticht der Roman hervor, die Briefe der Mutter, die Gespräche mit David, die Sprache der Kindheit – hier bemerkt man als Leser:in feine Unterschiede, die Spaß machen.







