Weinen in der Dunkelheit
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Sie suchen Schutz und Geborgenheit und finden genau das Gegenteil. Eine berührende Geschichte einer Kindheit im kinderheim der DDR
Nachdem ich zuletzt Die Schweigende von Ellen Sandberg gelesen hatte – ein Buch, das sich mit den dunklen Seiten eines kirchlichen Kinderheims im Westen Deutschlands beschäftigt –, wollte ich unbedingt auch einmal eine Geschichte lesen, die mir die Situation in einem Kinderheim der DDR näherbringt. Zumal mich bereits Salz unter meinen Füßen von Charlie Freimut, das meine Frau aus der Kur mitgebracht hatte, zutiefst bewegt und emotional erschüttert hat. So war ich also gespannt, was mich in Ursula Burkowskis Weinen in der Dunkelheit erwartet. Schon nach den ersten Seiten wird deutlich, dass Ursula Burkowski ihre eigene, sehr persönliche Geschichte erzählt. Sie wurde als kleines Kind – zusammen mit ihrem Bruder – von der Mutter verlassen. Zurückgelassen in einer Wohnung, ohne Schutz, ohne Liebe. Das Schicksal führte sie daraufhin in ein Kinderheim, in dem sie einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Und genau das spürt man beim Lesen auf jeder Seite: Diese Perspektive eines Kindes, das eigentlich nur Nähe und Geborgenheit sucht, aber stattdessen in einer kalten, harten Welt landet. Das Buch zeigt eindringlich, wie das Leben in einem Kinderheim der damaligen DDR tatsächlich ablief – aus der Sicht derer, die dort leben mussten. Besonders erschütternd fand ich, wie die Kinder in gewisser Weise wie „Übungsmaterial“ für die Soldaten der Nationalen Volksarmee behandelt wurden – so kam es mir beim Lesen zumindest vor. Es herrschte ein System aus Strenge, Angst und Disziplin, das kaum Raum für Menschlichkeit ließ. Dazu kam die unzureichende Ernährung – ein Umstand, der sich auf tragische Weise durch die Erzählung zieht. Nur wenn Besuch anstand, gab es plötzlich genug zu essen. Das sagt, finde ich, schon alles. Und doch muss ich sagen: So bedrückend die geschilderten Zustände sind, ich hätte sie mir – ehrlich gesagt – fast noch schlimmer vorgestellt. Sicherlich gab es Kinderheime im Osten, in denen es noch brutaler zuging. Aber das ändert nichts daran, dass auch hier Schläge und Demütigungen zum Alltag gehörten – etwas, das man einfach nicht akzeptieren kann. Denn diese Kinder, die ohnehin schon Schreckliches erlebt haben, suchten eigentlich nur Liebe, Zuwendung und Schutz. Stattdessen fanden sie erneut Kälte und Schmerz. Weinen in der Dunkelheit hat mich tief berührt, auch wenn es sprachlich nicht ganz so emotional geschrieben ist, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Aber vielleicht liegt genau darin eine gewisse Stärke: Ursula Burkowski erzählt sachlich, fast nüchtern – und gerade dadurch wird das Erlebte umso greifbarer. Es ist, als würde sie sich beim Erzählen selbst schützen, und man spürt, wie viel Kraft sie diese Erinnerungen auch heute noch kosten. Ich hoffe von Herzen, dass Ursula Burkowski im späteren Leben dennoch Liebe und Geborgenheit finden konnte – dass sie Menschen begegnet ist, die ihr gezeigt haben, dass Nähe möglich ist, auch nach so einer Kindheit. Eine klare Empfehlung kann ich diesem Buch auf jeden Fall geben – mit der kleinen Einschränkung, dass es weniger emotional geschrieben ist, als ich es vielleicht erwartet hatte. Doch die Geschichte selbst, die Wahrheit dahinter, ist stark genug, um nachzuhallen. Ein stilles, eindringliches Buch – eines, das nachdenklich macht und das man nicht einfach beiseitelegen kann, wenn man die letzte Seite gelesen hat.
Toll!! Interessant!!!
Ursula Burkowski berichtet über ihre Kindheit und Jugend. In kindlicher/jugendlicher Art schreibt sie über ihre Erlebnisse aus der Zeit vor und nach dem Mauerbau. Der Schreibstil wirkt ruhig und besonnen. Man erfährt viele Fakten ihres Lebens und Umfeldes auf den Punkt, ohne Umschweife. Das finde ich hervorragend. Die Autobiografie ist in kurzen Kapiteln strukturiert. Das Ende ist offen und birgt daher viele Fragen darüber, wie Ursulas Leben weitergeht. Glücklicherweise gibt es 2 weitere Bände. Das erste Kinderheim, in dem sie lebte ist heutzutage übrigens ein Museum. Es berichtet über das damalige Leben der Kinder und die Arbeit der Erzieherschaft. Ich wünsche euch viel Spaß beim Schmökern.

Interessant und Informativ
Aufgrund vorheriger Texte, die ich über Heime in der DDR hatte, hatte ich bereits bestimmte Erwartungen an dieses Buch bzw. meinte zu wissen, was mich erwartet. Dahingehend hat mich der Werdegang wie auch die Erfahrungen der Autorin jedoch positiv wie auch negativ überrascht. Aus der Sicht der Autorin sind ihre Erfahrungen docu zu einem nicht kleinen Teil doch eher positiv an ihre Heimerfahrung, sie empfindet ihn im Laufe der Zeit als einen Ort der Sicherheit und auch die Tatsache, dass die Erzieher vielleicht nicht unbedingt sehr zärtlich und sympathisch waren, konnte sie doch aus persönlicher Erfahrung nicht von Übergriffen berichten, dies konzentrierte sich auf einzelne Ausnahmefälle so scheint es. Allgemein kann man aber jedoch festhalten, dass die negative Grundstimmung der Kinder gegenüber vom Staat und den Erzieherin aus immer wie eine Wolke über den Einrichtungen schwebte, dies hat die Autorin sehr gut vermitteln können. Mit einer gesunden Nüchternheit erzählt die Autorin ihre Geschichte und verliert sich nicht in Einzelheiten. Ich habe die Geschichte als informativen und wertvollen Bericht über ein charakteristisches Heimleben in der DDR wahrgenommen, indem es nicht ganz so schlimm und grausam zuging, wie man es bisweilen aus anderen Geschichten kennt, was die Tragik der Autorin (Das Heim schleicht sich durch ihr ganzes Leben und fängt am Ende wieder von vorne an (ich will nicht spoilern) nicht weniger tragisch und Tee traurig macht. Ich kann das Buch empfehlen, wenn man einen ersten Einstieg in die Heimthematik des DDR-Systems sucht.
Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Sie suchen Schutz und Geborgenheit und finden genau das Gegenteil. Eine berührende Geschichte einer Kindheit im kinderheim der DDR
Nachdem ich zuletzt Die Schweigende von Ellen Sandberg gelesen hatte – ein Buch, das sich mit den dunklen Seiten eines kirchlichen Kinderheims im Westen Deutschlands beschäftigt –, wollte ich unbedingt auch einmal eine Geschichte lesen, die mir die Situation in einem Kinderheim der DDR näherbringt. Zumal mich bereits Salz unter meinen Füßen von Charlie Freimut, das meine Frau aus der Kur mitgebracht hatte, zutiefst bewegt und emotional erschüttert hat. So war ich also gespannt, was mich in Ursula Burkowskis Weinen in der Dunkelheit erwartet. Schon nach den ersten Seiten wird deutlich, dass Ursula Burkowski ihre eigene, sehr persönliche Geschichte erzählt. Sie wurde als kleines Kind – zusammen mit ihrem Bruder – von der Mutter verlassen. Zurückgelassen in einer Wohnung, ohne Schutz, ohne Liebe. Das Schicksal führte sie daraufhin in ein Kinderheim, in dem sie einen großen Teil ihrer Kindheit verbrachte. Und genau das spürt man beim Lesen auf jeder Seite: Diese Perspektive eines Kindes, das eigentlich nur Nähe und Geborgenheit sucht, aber stattdessen in einer kalten, harten Welt landet. Das Buch zeigt eindringlich, wie das Leben in einem Kinderheim der damaligen DDR tatsächlich ablief – aus der Sicht derer, die dort leben mussten. Besonders erschütternd fand ich, wie die Kinder in gewisser Weise wie „Übungsmaterial“ für die Soldaten der Nationalen Volksarmee behandelt wurden – so kam es mir beim Lesen zumindest vor. Es herrschte ein System aus Strenge, Angst und Disziplin, das kaum Raum für Menschlichkeit ließ. Dazu kam die unzureichende Ernährung – ein Umstand, der sich auf tragische Weise durch die Erzählung zieht. Nur wenn Besuch anstand, gab es plötzlich genug zu essen. Das sagt, finde ich, schon alles. Und doch muss ich sagen: So bedrückend die geschilderten Zustände sind, ich hätte sie mir – ehrlich gesagt – fast noch schlimmer vorgestellt. Sicherlich gab es Kinderheime im Osten, in denen es noch brutaler zuging. Aber das ändert nichts daran, dass auch hier Schläge und Demütigungen zum Alltag gehörten – etwas, das man einfach nicht akzeptieren kann. Denn diese Kinder, die ohnehin schon Schreckliches erlebt haben, suchten eigentlich nur Liebe, Zuwendung und Schutz. Stattdessen fanden sie erneut Kälte und Schmerz. Weinen in der Dunkelheit hat mich tief berührt, auch wenn es sprachlich nicht ganz so emotional geschrieben ist, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte. Aber vielleicht liegt genau darin eine gewisse Stärke: Ursula Burkowski erzählt sachlich, fast nüchtern – und gerade dadurch wird das Erlebte umso greifbarer. Es ist, als würde sie sich beim Erzählen selbst schützen, und man spürt, wie viel Kraft sie diese Erinnerungen auch heute noch kosten. Ich hoffe von Herzen, dass Ursula Burkowski im späteren Leben dennoch Liebe und Geborgenheit finden konnte – dass sie Menschen begegnet ist, die ihr gezeigt haben, dass Nähe möglich ist, auch nach so einer Kindheit. Eine klare Empfehlung kann ich diesem Buch auf jeden Fall geben – mit der kleinen Einschränkung, dass es weniger emotional geschrieben ist, als ich es vielleicht erwartet hatte. Doch die Geschichte selbst, die Wahrheit dahinter, ist stark genug, um nachzuhallen. Ein stilles, eindringliches Buch – eines, das nachdenklich macht und das man nicht einfach beiseitelegen kann, wenn man die letzte Seite gelesen hat.
Toll!! Interessant!!!
Ursula Burkowski berichtet über ihre Kindheit und Jugend. In kindlicher/jugendlicher Art schreibt sie über ihre Erlebnisse aus der Zeit vor und nach dem Mauerbau. Der Schreibstil wirkt ruhig und besonnen. Man erfährt viele Fakten ihres Lebens und Umfeldes auf den Punkt, ohne Umschweife. Das finde ich hervorragend. Die Autobiografie ist in kurzen Kapiteln strukturiert. Das Ende ist offen und birgt daher viele Fragen darüber, wie Ursulas Leben weitergeht. Glücklicherweise gibt es 2 weitere Bände. Das erste Kinderheim, in dem sie lebte ist heutzutage übrigens ein Museum. Es berichtet über das damalige Leben der Kinder und die Arbeit der Erzieherschaft. Ich wünsche euch viel Spaß beim Schmökern.

Interessant und Informativ
Aufgrund vorheriger Texte, die ich über Heime in der DDR hatte, hatte ich bereits bestimmte Erwartungen an dieses Buch bzw. meinte zu wissen, was mich erwartet. Dahingehend hat mich der Werdegang wie auch die Erfahrungen der Autorin jedoch positiv wie auch negativ überrascht. Aus der Sicht der Autorin sind ihre Erfahrungen docu zu einem nicht kleinen Teil doch eher positiv an ihre Heimerfahrung, sie empfindet ihn im Laufe der Zeit als einen Ort der Sicherheit und auch die Tatsache, dass die Erzieher vielleicht nicht unbedingt sehr zärtlich und sympathisch waren, konnte sie doch aus persönlicher Erfahrung nicht von Übergriffen berichten, dies konzentrierte sich auf einzelne Ausnahmefälle so scheint es. Allgemein kann man aber jedoch festhalten, dass die negative Grundstimmung der Kinder gegenüber vom Staat und den Erzieherin aus immer wie eine Wolke über den Einrichtungen schwebte, dies hat die Autorin sehr gut vermitteln können. Mit einer gesunden Nüchternheit erzählt die Autorin ihre Geschichte und verliert sich nicht in Einzelheiten. Ich habe die Geschichte als informativen und wertvollen Bericht über ein charakteristisches Heimleben in der DDR wahrgenommen, indem es nicht ganz so schlimm und grausam zuging, wie man es bisweilen aus anderen Geschichten kennt, was die Tragik der Autorin (Das Heim schleicht sich durch ihr ganzes Leben und fängt am Ende wieder von vorne an (ich will nicht spoilern) nicht weniger tragisch und Tee traurig macht. Ich kann das Buch empfehlen, wenn man einen ersten Einstieg in die Heimthematik des DDR-Systems sucht.








