Wasser, Felsen, Wut

Wasser, Felsen, Wut

Softcover20,00 €
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Beschreibung

Sara Pütter flieht vor einer Vergangenheit, die sie zu ersticken droht: Trauer, Armut, enttäuschte Erwartungen. Nach dem Abschluss ihres Studiums bricht sie auf – in die ungezähmte Wildnis British Columbias. Gemeinsam mit zwei Jägern durchquert sie zerklüftete Berglandschaften, rudert über glasklare Seen und taucht ein in eine ursprüngliche Welt, die ihren eigenen Gesetzen folgt. Die Natur ist atemberaubend – und unberechenbar. Doch nicht nur die Elemente fordern sie heraus: Auch das Miteinander wird zur Zerreißprobe. Verwundbarkeit verlangt Vertrauen, Nähe Risiko. Sara kämpft gegen Hunger, Erschöpfung – und gegen die Dämonen ihrer Kindheit. Und während sie sich in der Weite der Natur verliert, macht sie sich bereit für das größte Abenteuer: ihr Leben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Ratgeber & Sachbücher
Sub-Genre
Reisen & Urlaub
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
354
Preis
20.60 €

Autorenbeschreibung

Sara Pütter, 1991 geboren, ist freischaffende Künstlerin, Illustratorin und Dozentin. Sie wuchs in einer Künstlerfamilie auf und studierte in Kiel und Basel Szenografie und Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Illustration. 2015 reiste sie mit einem One-Way-Ticket nach Kanada – eine Reise, die ihrem Leben eine Richtung gab. Daraus entstand ein Memoir über das Leben in der Wildnis und über Selbstsuche – über die Momente, in denen Landschaft und Leben untrennbar ineinander übergehen.

Beiträge

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Lest dieses Buch unbedingt, falls ihr Lust habt auf eine Mischung aus Feminismus und gnadenloser Wildnis, aus Abhängigkeit und Selbstbestimmung. Es lohnt sich so sehr!

Sara ist Anfang 20, als sie die Wildnis von British Columbia betritt. Für knapp zwei Monate ist sie zuhause zwischen Feuerstelle, glitzernden Seen, Geröllhängen, eiskalten Flüssen und Hunger. Zwischen Wölfen, Grizzlys, Schwarzbären, Elchen, Einsamkeit und dem ersten Schnee in den Weiten Kanadas - nur mit dem Allernötigsten ausgerüstet. Sie ist der Natur ausgeliefert - und den Männern. Die Handlung ist autobiografisch. 🔥 Schon nach den ersten Kapiteln habe ich gespürt, dass mir dieses Buch etwas sagen wird. Es trifft eine ganz empfindliche Stelle, die wahrscheinlich jede Frau irgendwo trägt. Und es ist so wohltuend, dass dieses Buch genau das zwischen den Zeilen herausschreit, was mich immer und immer wieder so schmerzt. Beginnen möchte ich trotzdem mit den Naturbeschreibungen, die von so unvorstellbarer Schönheit erzählen, aber auch von den tiefsten Abgründen und die widrigsten Umständen, die das Leben in der Wildnis mit sich bringen. Es geht um Trophäenjagd, um den Eingriff des Menschen, um Macht über die Natur, die wir an uns gerissen haben. Es geht aber auch um die Macht, die sich Männer genommen haben, um Frauen zu benutzen, zu beherrschen, zu erniedrigen. Und es geht um die ganz große Frage: Ist eine Frau selbst schuld, wenn sie sich in scheinbar gefährliche Situationen begibt? Ist sie mitverantwortlich, wenn Männer dann Grenzen überschreiten? Wenn sie Zeichen falsch deuten, wenn sie Freundlichkeit mit Flirten verwechseln? Ich bin so beeindruckt, wie mutig Sara ist. Dass sie sich nichts verbieten lässt, „nur“ weil sie eine Frau ist. Dass sie genau das tut, was sie für richtig hält. Denn! Es ist nicht unsere Schuld. Schuld sind allein die Täter, die übergriffig sind, die sich nehmen, was sie wollen, die missbrauchen, die ihre Macht ausnutzen. Wir sind nicht schuld! Lest dieses Buch, falls ihr Lust habt auf eine Mischung aus Feminismus und gnadenloser Wildnis, aus Abhängigkeit und Selbstbestimmung, und auf eine ganz persönliche Reise. Riesige Empfehlung! TW: Tōten von Tieren

Lest dieses Buch unbedingt, falls ihr Lust habt auf eine Mischung aus Feminismus und gnadenloser Wildnis, aus Abhängigkeit und Selbstbestimmung. Es lohnt sich so sehr!
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Rau, emotional und nachdenklich, besonders sind auch die Illustrationen.

Wasser, Felsen, Wut von Sara Pütter ist ein eindrucksvoller Roman über Identitat, Selbstbestimmung und die Frage, wie man seinen eigenen Weg findet, wenn die Vergangenheit schwer auf einem lastet. Die Geschichte von Sara wird von ihr erzählt. Eine Geschichte geprägt von familiären Verletzungen, Verlust und dem Versuch endlich für sich selbst zu leben. Besonders präsent ist ihre schwierige Beziehung zu den Eltern, vor allem zu ihrem Vater, der die Familie für eine andere Frau verlassen hat. Gleichzeitig überschattet der Unfalltod ihrer großen Schwester ihr gesamtes Leben. Sara hat lange das Gefühl, nicht nur für sich selbst, sondern auch für das ungelebte Leben ihrer Schwester leben zu müssen. Ein bewegender Gedanke des Buches ist dabei, wie viel Raum Tote im Leben der Hinterbliebenen einnehmen können. Ohne festen Plan bricht Sara schließlich auf und beginnt, ihr eigenes Leben zu suchen. Auf ihrer Reise begegnet sie vielen unterschiedlichen Menschen. Unter anderem lernt sie zwei Jäger kennen, durch die sich für sie die Möglichkeit eröffnet, in die raue Wildnis aufzubrechen. Minimalistisch, ohne Komfort, ganz nah an der Natur. Diese Passagen über das einfache, harte Leben in und mit der Natur haben mir besonders gefallen. Vor allem Jack bleibt als Figur in Erinnerung. Ein widersprüchlicher Mann, jähzornig, unberechenbar, machtorientiert und verletzend. Gleichzeitig aber auch jemand, der anderen Erfahrungen ermöglicht, die sie ohne ihn nie gemacht hätten. Gerade das macht ihn interessant, auch wenn sein Verhalten oft schwer auszuhalten ist. Besonders beeindruckt haben mich außerdem die wundervollen Illustrationen, die dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre verleihen und die Geschichte auf besondere Weise ergänzen. Teilweise hatte ich Schwierigkeiten Saras Verhalten, vor allem im Umgang mit Männern und speziell mit Jack, nachzuvollziehen. Dadurch konnte mich das Buch nicht durchgehend begeistern. Insgesamt ist Wasser, Felsen, Wut ein intensiver Roman mit starken Themen, atmosphärischer Naturbeschreibung und einer berührenden Suche nach Selbstbestimmung. Nicht alles war für mich überzeugend, dennoch bleibt das Buch im Gedächtnis.

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