VOLLSTRECKUNG: Thriller
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Buchinformationen
Beiträge
Ein echt heftiger Thriller
Für mich war es das erste Buch des Autors, dementsprechend gespannt darauf war ich. Der Schreibstiel ist sehr fesselnd, das Cover samt dem Klappentext gibt nur einen kleinen Vorgeschmack auf das was einem im Buch erwartet. Die ganze Thematik im Buch ist beängstigend realistisch geschrieben und man kann nur hoffen das es nie (wieder) vorkommt. Ich musste an diversen Stellen mehrmals leer schlucken. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, das Leid kann man förmlich mitfühlen was sie erleben mussten. Kaum hatte ich das Buch begonnen war es schon ausgelesen, denn ich konnte und wollte es nicht aus meinen Händen legen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, aber Vorsicht Suchtgefahr besteht. Nun zum Buch; Die Geschwister Hakima und Kamal fliehen gemeinsam mit anderen Flüchtlingen vor dem Syrischen Bürgerkrieg nach Deutschland. Endlich nach langer Flucht in Deutschland angekommen erwarten die Flüchtlinge nicht wie erhofft Frieden und vor allem Ruhe sondern ein Horrorszenario der Extraklasse. Die „Wehrsportgruppe“ hat es sich zur Aufgabe gemacht Migranten vor der Flucht nach Deutschland abzuhalten und zur „Freiwilligen“ Ausreise zu bewegen. Um ihr Ziel zu erreichen ist der Wehrsportgruppe jedes Mittel recht.
Ein erschreckender Thriller, der ein wirklich mulmiges Gefühl kreiert. Sehr spannend!
Dieses Buch beschreibt auf erschreckend authentische Weise, wie sich Geflüchtete in einem Land fühlen, das aus seiner eigenen Geschichte offenbar nicht ausreichend gelernt hat. Die Geschwister Hakima und Kamal fliehen aus Syrien in das vermeintlich sichere Deutschland, in der Hoffnung auf ein Leben fernab von Krieg und Terror. Was sie nicht erwarten, ist die offene Ablehnung, die ihnen dort entgegenschlägt. Schnell wird den beiden klar, dass ihre Flucht sie zwar aus einem Kriegsgebiet geführt hat, jedoch nicht zwangsläufig in Sicherheit. Besonders beeindruckt hat mich, wie eindringlich es dem Autor gelingt, die Emotionen, Gedanken und inneren Konflikte der einzelnen Figuren darzustellen. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, den Geschehnissen nicht nur zu folgen, sondern sie selbst mitzuerleben. Die geschilderten Qualen sind schwer zu ertragen, insbesondere die dargestellten Tötungsmethoden. Diese wirken deshalb so verstörend, weil sie historisch betrachtet keine reine Fiktion sind. Vielmehr spiegeln sie Denkweisen, Taten und Mechanismen wider, die einst bittere Realität für unzählige Menschen waren. Gerade dieser Bezug zur Geschichte verleiht dem Thriller eine zusätzliche emotionale Wucht. Trotz der überwiegend düsteren Atmosphäre gibt es auch hoffnungsvolle Aspekte. Besonders positiv hervorzuheben ist der Zusammenhalt der Geflüchteten untereinander sowie die Unterstützung, die sie stellenweise erfahren. Diese Momente wirken wie Lichtblicke und zeigen, dass Menschlichkeit selbst unter grausamsten Umständen Bestand haben kann. Das Buch greift ein hochaktuelles Thema auf. Betrachtet man gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und Wahlergebnisse in Teilen des Landes, wird deutlich, dass Rechtsextremismus nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Neid, Hetze und gezielte Panikmache, teils auch medial befeuert, führen dazu, dass Menschen ausgegrenzt, isoliert oder psychisch krank werden. Ängste werden geschürt und Lebensentwürfe zerstört, nur weil stereotype Denkmuster weiterhin bedient und nicht hinterfragt werden. Hass bildet das zentrale Motiv des Buches. Der Autor stellt diesen nicht nur in expliziten, drastischen Szenen dar, sondern auch in subtileren Momenten. So machen sich Täter beispielsweise mehr Gedanken darüber, dass Leichensäcke kompostierbar sind, als über ihre Opfer. Dieses Detail ist ein starkes stilistisches Mittel, das die moralische Verrohung eindrucksvoll verdeutlicht. Auch das Cover des Buches ist gelungen und erzeugt bereits beim Betrachten ein unterschwelliges Unbehagen. Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar, weist jedoch stellenweise eine bewusst harte Sprache auf, die sich stimmig in das Gesamtsetting einfügt. Positiv hervorzuheben sind zudem die sehr kurzen Kapitel und häufigen Szenenwechsel, die das Tempo hochhalten und dafür sorgen, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Trotz vieler Stärken weist das Buch auch Schwächen auf. Vereinzelt fallen Wiederholungen, eine Vielzahl an Namen sowie kleinere grammatikalische Ungenauigkeiten auf. Diese beeinträchtigen den Lesefluss jedoch kaum. Deutlich kritischer sehe ich das Fehlen einer Triggerwarnung, die aus meiner Sicht dringend notwendig gewesen wäre. Als größte Schwäche empfinde ich das Ende, da mehrere Handlungsstränge offenbleiben, die ich mir stärker ausgearbeitet oder aufgelöst gewünscht hätte. Da es sich jedoch um den ersten Thriller des Autors handelt und die Gesamtleistung überzeugt, fällt diese Kritik für mich nicht allzu schwer ins Gewicht. Insgesamt ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung. Es bietet einen eindringlichen Einblick in die Perspektive geflüchteter Menschen, zeigt unmissverständlich, wozu Hass führen kann, und regt dazu an, eigene Vorurteile kritisch zu hinterfragen.
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Beiträge
Ein echt heftiger Thriller
Für mich war es das erste Buch des Autors, dementsprechend gespannt darauf war ich. Der Schreibstiel ist sehr fesselnd, das Cover samt dem Klappentext gibt nur einen kleinen Vorgeschmack auf das was einem im Buch erwartet. Die ganze Thematik im Buch ist beängstigend realistisch geschrieben und man kann nur hoffen das es nie (wieder) vorkommt. Ich musste an diversen Stellen mehrmals leer schlucken. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, das Leid kann man förmlich mitfühlen was sie erleben mussten. Kaum hatte ich das Buch begonnen war es schon ausgelesen, denn ich konnte und wollte es nicht aus meinen Händen legen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, aber Vorsicht Suchtgefahr besteht. Nun zum Buch; Die Geschwister Hakima und Kamal fliehen gemeinsam mit anderen Flüchtlingen vor dem Syrischen Bürgerkrieg nach Deutschland. Endlich nach langer Flucht in Deutschland angekommen erwarten die Flüchtlinge nicht wie erhofft Frieden und vor allem Ruhe sondern ein Horrorszenario der Extraklasse. Die „Wehrsportgruppe“ hat es sich zur Aufgabe gemacht Migranten vor der Flucht nach Deutschland abzuhalten und zur „Freiwilligen“ Ausreise zu bewegen. Um ihr Ziel zu erreichen ist der Wehrsportgruppe jedes Mittel recht.
Ein erschreckender Thriller, der ein wirklich mulmiges Gefühl kreiert. Sehr spannend!
Dieses Buch beschreibt auf erschreckend authentische Weise, wie sich Geflüchtete in einem Land fühlen, das aus seiner eigenen Geschichte offenbar nicht ausreichend gelernt hat. Die Geschwister Hakima und Kamal fliehen aus Syrien in das vermeintlich sichere Deutschland, in der Hoffnung auf ein Leben fernab von Krieg und Terror. Was sie nicht erwarten, ist die offene Ablehnung, die ihnen dort entgegenschlägt. Schnell wird den beiden klar, dass ihre Flucht sie zwar aus einem Kriegsgebiet geführt hat, jedoch nicht zwangsläufig in Sicherheit. Besonders beeindruckt hat mich, wie eindringlich es dem Autor gelingt, die Emotionen, Gedanken und inneren Konflikte der einzelnen Figuren darzustellen. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, den Geschehnissen nicht nur zu folgen, sondern sie selbst mitzuerleben. Die geschilderten Qualen sind schwer zu ertragen, insbesondere die dargestellten Tötungsmethoden. Diese wirken deshalb so verstörend, weil sie historisch betrachtet keine reine Fiktion sind. Vielmehr spiegeln sie Denkweisen, Taten und Mechanismen wider, die einst bittere Realität für unzählige Menschen waren. Gerade dieser Bezug zur Geschichte verleiht dem Thriller eine zusätzliche emotionale Wucht. Trotz der überwiegend düsteren Atmosphäre gibt es auch hoffnungsvolle Aspekte. Besonders positiv hervorzuheben ist der Zusammenhalt der Geflüchteten untereinander sowie die Unterstützung, die sie stellenweise erfahren. Diese Momente wirken wie Lichtblicke und zeigen, dass Menschlichkeit selbst unter grausamsten Umständen Bestand haben kann. Das Buch greift ein hochaktuelles Thema auf. Betrachtet man gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und Wahlergebnisse in Teilen des Landes, wird deutlich, dass Rechtsextremismus nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Neid, Hetze und gezielte Panikmache, teils auch medial befeuert, führen dazu, dass Menschen ausgegrenzt, isoliert oder psychisch krank werden. Ängste werden geschürt und Lebensentwürfe zerstört, nur weil stereotype Denkmuster weiterhin bedient und nicht hinterfragt werden. Hass bildet das zentrale Motiv des Buches. Der Autor stellt diesen nicht nur in expliziten, drastischen Szenen dar, sondern auch in subtileren Momenten. So machen sich Täter beispielsweise mehr Gedanken darüber, dass Leichensäcke kompostierbar sind, als über ihre Opfer. Dieses Detail ist ein starkes stilistisches Mittel, das die moralische Verrohung eindrucksvoll verdeutlicht. Auch das Cover des Buches ist gelungen und erzeugt bereits beim Betrachten ein unterschwelliges Unbehagen. Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar, weist jedoch stellenweise eine bewusst harte Sprache auf, die sich stimmig in das Gesamtsetting einfügt. Positiv hervorzuheben sind zudem die sehr kurzen Kapitel und häufigen Szenenwechsel, die das Tempo hochhalten und dafür sorgen, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Trotz vieler Stärken weist das Buch auch Schwächen auf. Vereinzelt fallen Wiederholungen, eine Vielzahl an Namen sowie kleinere grammatikalische Ungenauigkeiten auf. Diese beeinträchtigen den Lesefluss jedoch kaum. Deutlich kritischer sehe ich das Fehlen einer Triggerwarnung, die aus meiner Sicht dringend notwendig gewesen wäre. Als größte Schwäche empfinde ich das Ende, da mehrere Handlungsstränge offenbleiben, die ich mir stärker ausgearbeitet oder aufgelöst gewünscht hätte. Da es sich jedoch um den ersten Thriller des Autors handelt und die Gesamtleistung überzeugt, fällt diese Kritik für mich nicht allzu schwer ins Gewicht. Insgesamt ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung. Es bietet einen eindringlichen Einblick in die Perspektive geflüchteter Menschen, zeigt unmissverständlich, wozu Hass führen kann, und regt dazu an, eigene Vorurteile kritisch zu hinterfragen.





