Verficktes Herz
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Beschreibung
«Liebeskummer ist das größte Arschloch, das es gibt. Und das Problem ist, dass es so ein unlösbares Problem ist. Dass du ja nichts dagegen tun kannst. Außer warten. Die Lösung des Problems ist also: Das Warten muss gut sein, verdammt gut. Im Warten braucht es Yoga, braucht es Rausch, braucht es gute Geschichten und noch bessere Kurzgeschichten.» Und die schreibt Nora Gantenbrink in ihrem Debüt zum Beispiel über ein liebestrauriges Großstadtmädchen. Oder über Martha, die sich nach Liebe sehnt und es mit Sex versucht. Denn letztendlich ist es das, was alle Personen in diesem Buch wollen: geliebt werden. Und zwar bis zum Schluss.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nora Gantenbrink, geboren 1986, studierte in Münster und besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Sie arbeitete acht Jahre lang als Reporterin für den Stern mit Stationen in New York und Los Angeles. Ihre Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet. Für Ihren Debütroman Dad erhielt sie den Literatur-Förderpreis der Stadt Hamburg. Seit 2021 ist sie Kulturredakteurin beim Spiegel.
Beiträge
Ein schönes & doch auch trauriges Buch. Mir haben die Kurzgeschichten sehr gefallen. Liebeskummer ist eben einfach beschissen... Das Buch lässt einen mitfühlen und mitleiden. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der ersten Geschichte: „Die ganze Stadt sah anders aus seit diesem Tag. Hier vorne aßen wir Schawarma. Dort knutschten wir. Als ich das letzte Mal durch diese Straße ging, da war ich glücklich. Ich lief über die Reeperbahn und wünschte mir so sehr, in einen Schusswechsel zu geraten. Ich ging tanzen, trinken, tanzen, trinken, tanzen, trinken, tanzen, trinken. Aber Eibe Höllenexplosion kann man nicht wegsaufen. Ich hab Werther immer gehasst. Ich dachte, er sei ein Opfer. Aber das stimmt nicht. Ich bin Werther, alle sind Werther, die Frage ist bloß, wann. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann, dass ich dir nie begegnet wäre. Dass wir nur zwei Menschen wären im Universum. Deine Sachen habe ich in einen Karton gepackt mit der Aufschrift: <> Zweimal hab ich dir eine SMS geschrieben. Einmal nannte ich dich Wichser, das andere Mal eine nicht enden wollende Enttäuschung. Insgesamt schrieb ich dir 48 E-Mails, von denen ich nie eine abschickte. Tobias zwang mich, deine Nummer zu löschen. Es dauerte neun Becks.“ Ich mochte es sehr.
Beschreibung
«Liebeskummer ist das größte Arschloch, das es gibt. Und das Problem ist, dass es so ein unlösbares Problem ist. Dass du ja nichts dagegen tun kannst. Außer warten. Die Lösung des Problems ist also: Das Warten muss gut sein, verdammt gut. Im Warten braucht es Yoga, braucht es Rausch, braucht es gute Geschichten und noch bessere Kurzgeschichten.» Und die schreibt Nora Gantenbrink in ihrem Debüt zum Beispiel über ein liebestrauriges Großstadtmädchen. Oder über Martha, die sich nach Liebe sehnt und es mit Sex versucht. Denn letztendlich ist es das, was alle Personen in diesem Buch wollen: geliebt werden. Und zwar bis zum Schluss.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Nora Gantenbrink, geboren 1986, studierte in Münster und besuchte die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Sie arbeitete acht Jahre lang als Reporterin für den Stern mit Stationen in New York und Los Angeles. Ihre Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet. Für Ihren Debütroman Dad erhielt sie den Literatur-Förderpreis der Stadt Hamburg. Seit 2021 ist sie Kulturredakteurin beim Spiegel.
Beiträge
Ein schönes & doch auch trauriges Buch. Mir haben die Kurzgeschichten sehr gefallen. Liebeskummer ist eben einfach beschissen... Das Buch lässt einen mitfühlen und mitleiden. Hier ein kleiner Ausschnitt aus der ersten Geschichte: „Die ganze Stadt sah anders aus seit diesem Tag. Hier vorne aßen wir Schawarma. Dort knutschten wir. Als ich das letzte Mal durch diese Straße ging, da war ich glücklich. Ich lief über die Reeperbahn und wünschte mir so sehr, in einen Schusswechsel zu geraten. Ich ging tanzen, trinken, tanzen, trinken, tanzen, trinken, tanzen, trinken. Aber Eibe Höllenexplosion kann man nicht wegsaufen. Ich hab Werther immer gehasst. Ich dachte, er sei ein Opfer. Aber das stimmt nicht. Ich bin Werther, alle sind Werther, die Frage ist bloß, wann. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann, dass ich dir nie begegnet wäre. Dass wir nur zwei Menschen wären im Universum. Deine Sachen habe ich in einen Karton gepackt mit der Aufschrift: <> Zweimal hab ich dir eine SMS geschrieben. Einmal nannte ich dich Wichser, das andere Mal eine nicht enden wollende Enttäuschung. Insgesamt schrieb ich dir 48 E-Mails, von denen ich nie eine abschickte. Tobias zwang mich, deine Nummer zu löschen. Es dauerte neun Becks.“ Ich mochte es sehr.




