Unter Freunden
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Beschreibung
»Außergewöhnlich kunstvoll.« John Irving
Amos und Emerson kennen sich seit mehr als dreißig Jahren. Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft haben sie es beide zu einigem Wohlstand gebracht und führen ein Leben, wie sie es sich einst gewünscht haben: Ihre Ehefrauen sind eng befreundet, ihre jugendlichen Töchter zusammen aufgewachsen, ihre Tage strahlen die behagliche Lässigkeit eines New Yorker Großstadtlebens aus. Ihre Freundschaft kann nichts erschüttern – das glauben sie zumindest.
An diesem Wochenende in Emersons Landhaus jedoch spürt jeder: etwas ist anders. Emerson wird 52, und das soll gefeiert werden. Am Abend werden jahrzehntealte Rivalitäten und Ressentiments spürbar, die in einem schockierenden Akt der Gewalt gipfeln – einer Tat, die die sorgfältig aufgebaute Welt der befreundeten Familien zu zerstören droht.
Und nun steht jeder von ihnen vor einer Entscheidung: zwischen dem, was und wen er am meisten schützen will.
»So wie eine kraftvolle Intelligenz, eine mitreißende Stimme oder eine frische Perspektive unsere Wahrnehmung und Reaktion auf die Welt verändern kann, hat mich Unter Freunden in seine kühle Umgebung hineingezogen und dazu gebracht, meine eignen Tage anders zu betrachten. Keine geringe Leistung für einen Debütroman – oder für irgendeinen Roman.« Richard Ford
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hal Ebbott lebt in New York. Unter Freunden ist sein Debüt.
Beiträge
Leider konnte mich Unter Freunden von Hal Ebbott nicht recht überzeugen. Über weite Strecken dümpelt die Geschichte eher vor sich hin, und ich bin weder mit den beiden Familien bzw. den sechs Hauptfiguren wirklich warm geworden. Erst im letzten Drittel nimmt der Roman etwas an Fahrt auf. Bewegend war das Kapitel, als die 16-jährige Anna ihrem Vater Amos vom Übergriff seines besten Freundes Emerson berichtet. Stark auch der Teil als Amos diesen damit konfrontiert. "Ich ... Es ist etwas passiert. Als wir ... zu Besuch waren. Letzten Herbst. Sie sah ihn an. Er war verstummt. Sein Blick war ruhig und voller Angst." (S. 199) Grundsätzlich war es spannend zu beobachten, wie der Roman mit dem Thema eines Übergriffs umgeht und wie dadurch Beziehungen und langjährige Freundschaften auf die Probe gestellt werden. Gleichzeitig fand ich es gewöhnungsbedürftig (um nicht zu sagen problematisch), dass die Geschichte überwiegend aus der Perspektive der vier Erwachsenen erzählt wird und deutlich weniger aus der Sicht des betroffenen Mädchens. Für mich war das nicht passend. Interessant fand ich die Dynamik zwischen Anna und ihren Eltern. Dass sie ihrem Vater deutlich mehr vertraut als ihrer Mutter Claire und sich ihm gegenüber öffnet, verleiht der Geschichte durchaus Brisanz. Das behandelte Thema ist zweifellos wichtig, weshalb ich dem Buch 3 Sterne geben würde. Wirklich abgeholt hat es mich jedoch nicht.

Seit mehr als drei Jahrzehnten sind Amos und Emerson durch ein Band verbunden, das scheinbar unerschütterlich ist. Aus gänzlich unterschiedlichen Welten stammend, haben sie sich jeder auf seine Weise ein Leben aufgebaut, das einst wie ein ferner Traum wirkte. Wohlstand umgibt sie nun wie eine selbstverständliche Hülle; ihre Ehefrauen teilen Vertrautheit, ihre Töchter sind miteinander groß geworden, und ihr Alltag trägt die elegante Leichtigkeit eines privilegierten Lebens in New York. Doch an diesem Wochenende, fern der Stadt, in der Abgeschiedenheit von Emersons Landhaus, gerät dieses fein austarierte Gefüge ins Wanken. Der Anlass ist ein freudiger: Emerson wird zweiundfünfzig, ein Geburtstag, der gefeiert werden soll. Und doch liegt etwas in der Luft. Ein kaum greifbares Unbehagen, das sich mit jedem Gespräch, jedem Blick verdichtet. Im Schutz der Dunkelheit brechen schließlich jene Spannungen hervor, die über Jahre hinweg unter der Oberfläche geschwelt haben: alte Rivalitäten, unausgesprochene Kränkungen, leise gewachsene Ressentiments. Was folgt, ist ein Moment von erschütternder Gewalt. Ein Bruch, der die sorgsam errichtete Welt der beiden Familien unwiderruflich zu zerreißen droht. Nun steht jeder Einzelne vor einer Entscheidung, die alles infrage stellt: zwischen Loyalität und Wahrheit, zwischen Schuld und Schutz und zwischen dem, was bewahrt werden soll, und dem, was nicht länger zu retten ist. Eindringlich und mit scharfem Blick zeichnet Hal Ebbott in seinem Debütroman, einem Kammerspiel anmutend, das Porträt einer Freundschaft, die sich beinahe unmerklich aus dem Gleichgewicht neigt, bis sie in eine gefährliche Schieflage gerät und ihre Figuren zu Entscheidungen zwingt, die sich nicht länger aufschieben lassen. Ausgesprochene Leseempfehlung!
Beschreibung
»Außergewöhnlich kunstvoll.« John Irving
Amos und Emerson kennen sich seit mehr als dreißig Jahren. Trotz ihrer völlig unterschiedlichen Herkunft haben sie es beide zu einigem Wohlstand gebracht und führen ein Leben, wie sie es sich einst gewünscht haben: Ihre Ehefrauen sind eng befreundet, ihre jugendlichen Töchter zusammen aufgewachsen, ihre Tage strahlen die behagliche Lässigkeit eines New Yorker Großstadtlebens aus. Ihre Freundschaft kann nichts erschüttern – das glauben sie zumindest.
An diesem Wochenende in Emersons Landhaus jedoch spürt jeder: etwas ist anders. Emerson wird 52, und das soll gefeiert werden. Am Abend werden jahrzehntealte Rivalitäten und Ressentiments spürbar, die in einem schockierenden Akt der Gewalt gipfeln – einer Tat, die die sorgfältig aufgebaute Welt der befreundeten Familien zu zerstören droht.
Und nun steht jeder von ihnen vor einer Entscheidung: zwischen dem, was und wen er am meisten schützen will.
»So wie eine kraftvolle Intelligenz, eine mitreißende Stimme oder eine frische Perspektive unsere Wahrnehmung und Reaktion auf die Welt verändern kann, hat mich Unter Freunden in seine kühle Umgebung hineingezogen und dazu gebracht, meine eignen Tage anders zu betrachten. Keine geringe Leistung für einen Debütroman – oder für irgendeinen Roman.« Richard Ford
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Hal Ebbott lebt in New York. Unter Freunden ist sein Debüt.
Beiträge
Leider konnte mich Unter Freunden von Hal Ebbott nicht recht überzeugen. Über weite Strecken dümpelt die Geschichte eher vor sich hin, und ich bin weder mit den beiden Familien bzw. den sechs Hauptfiguren wirklich warm geworden. Erst im letzten Drittel nimmt der Roman etwas an Fahrt auf. Bewegend war das Kapitel, als die 16-jährige Anna ihrem Vater Amos vom Übergriff seines besten Freundes Emerson berichtet. Stark auch der Teil als Amos diesen damit konfrontiert. "Ich ... Es ist etwas passiert. Als wir ... zu Besuch waren. Letzten Herbst. Sie sah ihn an. Er war verstummt. Sein Blick war ruhig und voller Angst." (S. 199) Grundsätzlich war es spannend zu beobachten, wie der Roman mit dem Thema eines Übergriffs umgeht und wie dadurch Beziehungen und langjährige Freundschaften auf die Probe gestellt werden. Gleichzeitig fand ich es gewöhnungsbedürftig (um nicht zu sagen problematisch), dass die Geschichte überwiegend aus der Perspektive der vier Erwachsenen erzählt wird und deutlich weniger aus der Sicht des betroffenen Mädchens. Für mich war das nicht passend. Interessant fand ich die Dynamik zwischen Anna und ihren Eltern. Dass sie ihrem Vater deutlich mehr vertraut als ihrer Mutter Claire und sich ihm gegenüber öffnet, verleiht der Geschichte durchaus Brisanz. Das behandelte Thema ist zweifellos wichtig, weshalb ich dem Buch 3 Sterne geben würde. Wirklich abgeholt hat es mich jedoch nicht.

Seit mehr als drei Jahrzehnten sind Amos und Emerson durch ein Band verbunden, das scheinbar unerschütterlich ist. Aus gänzlich unterschiedlichen Welten stammend, haben sie sich jeder auf seine Weise ein Leben aufgebaut, das einst wie ein ferner Traum wirkte. Wohlstand umgibt sie nun wie eine selbstverständliche Hülle; ihre Ehefrauen teilen Vertrautheit, ihre Töchter sind miteinander groß geworden, und ihr Alltag trägt die elegante Leichtigkeit eines privilegierten Lebens in New York. Doch an diesem Wochenende, fern der Stadt, in der Abgeschiedenheit von Emersons Landhaus, gerät dieses fein austarierte Gefüge ins Wanken. Der Anlass ist ein freudiger: Emerson wird zweiundfünfzig, ein Geburtstag, der gefeiert werden soll. Und doch liegt etwas in der Luft. Ein kaum greifbares Unbehagen, das sich mit jedem Gespräch, jedem Blick verdichtet. Im Schutz der Dunkelheit brechen schließlich jene Spannungen hervor, die über Jahre hinweg unter der Oberfläche geschwelt haben: alte Rivalitäten, unausgesprochene Kränkungen, leise gewachsene Ressentiments. Was folgt, ist ein Moment von erschütternder Gewalt. Ein Bruch, der die sorgsam errichtete Welt der beiden Familien unwiderruflich zu zerreißen droht. Nun steht jeder Einzelne vor einer Entscheidung, die alles infrage stellt: zwischen Loyalität und Wahrheit, zwischen Schuld und Schutz und zwischen dem, was bewahrt werden soll, und dem, was nicht länger zu retten ist. Eindringlich und mit scharfem Blick zeichnet Hal Ebbott in seinem Debütroman, einem Kammerspiel anmutend, das Porträt einer Freundschaft, die sich beinahe unmerklich aus dem Gleichgewicht neigt, bis sie in eine gefährliche Schieflage gerät und ihre Figuren zu Entscheidungen zwingt, die sich nicht länger aufschieben lassen. Ausgesprochene Leseempfehlung!





