Unheimliche Erscheinungsformen auf Omega XI. Utopischer Roman.

Unheimliche Erscheinungsformen auf Omega XI. Utopischer Roman.

von
Paperback
3.01

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Buchinformationen

Haupt-Genre
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Format
Paperback
Seitenzahl
N/A
Preis
4.20 €

Beiträge

1
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Ein guter Science Fiction-Roman, 1984 in der DDR geschrieben, von einem Ehepaar verfasst. So war besonders die Zweierkonstellation in der Handlung vielversprechend, doch sie geht schon deswegen nicht ganz auf, weil der Mann dann doch die Hauptperson ist. Dieser fragt seine Frau, ob es in Ordnung wäre, 6 Jahre in den Weltraum aufzubrechen, woher ausgewanderte Menschen einen Hilferuf an die Erde gesendet hatten, weil es "Unheimliche Erscheinungsformen" gäbe, die sie bedrohten. Hier blieb es noch vielversprechend, denn dem Mann fällt schon im Weltraum auf, dass diese scheinbar offene Frage nicht ganz so offen war - Ich mache das, was Du willst - das kann in einer Beziehung eine Frage sein, die auch Druck auslöst. War es also eine gute Entscheidung, in den Weltraum aufzubrechen und seine Frau zu verlassen, die kurze Zeit später einen neuen Mann findet? Der Protagonist ist nicht allein in seinem Raumschiff, da ist eine andere Frau, die ihm überstellt ist - und zwischen ihnen funkt es. Ein schönes Motiv, nur unromantisch beschrieben und kaum ausgearbeitet. Angekommen stellt sich heraus, dass die Besiedler sich selbst die Unheimlichen Erscheinungsformen erschaffen haben, als Sklaven, die den Planeten zerstören, um den verschwenderischen Lebensstil der Besiedler zu ermöglichen. Ein moralischer Roman also, der nur durch seinen manchmal zu gewollt "lustigen" Stil auch ästhetisch nicht völlig ernst zu nehmen ist. Im Bezug der Begegnung mit diesen Sklavenwesen wird auf Gullivers Reisen angespielt, es erinnert aber auch an H.G. Wells Zeitmaschine, wo es auch eine dekadent-verwöhnte und eine unterdrückt lebende Klasse/Rasse gibt. Die sozialen Verwerfungen einer langen Raumschiffreise werden besser in "The four fingers of death" beschrieben.

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