Unerwidert lieben

Unerwidert lieben

E-Book
3.01

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Beschreibung

Gibt es ein schlimmeres Gefühl, als jemanden zu lieben und nicht zurückgeliebt zu werden? Ist das dann überhaupt Liebe oder nur ein Traum, ein Wunsch, eine Flucht vor der Wirklichkeit? Und was hilft gegen Liebeskummer — Schokolade, Alkohol, Seriengucken … oder gar Philosophie? Die Philosophin Miriam Metze zeigt in ihrem klugen und unterhaltsamen Buch, dass die Erfahrung, nicht zurückgeliebt zu werden, viel mehr sein kann als bloß eine lästige Nebenwirkung unseres amourösen Daseins — nämlich der Ausgangspunkt eines produktiven Denkens, mit dem sie die Frage nach dem Wesen der Liebe neu stellt. Dabei schlägt sie einen weiten Bogen von der antiken Philosophie und biblischen Referenzen über jüdische Mystik und die Philosophie der Renaissance hin zu den jüngsten Auseinandersetzungen unserer Gegenwart. Von Sokrates bis Hannah Arendt, von Rilke bis Bachmann lernen wir, dass Liebende abenteuerlustig (und blöd) sein müssen, dass Romantik nicht immer das ist, was sie zu sein scheint und dass vielleicht letztlich doch alles nicht so schlimm ist, wenn nur die Perspektive stimmt. Anekdotenreich, witzig und ungemein tröstlich — ein charmantes Buch über das größte aller Themen: die Liebe.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Philosophie
Format
E-Book
Seitenzahl
256
Preis
22.99 €

Beiträge

1
Alle

Interessante Perspektiven

Heute am 14. Februar, am Valentinstag, dessen Ursprung geht vor allem auf den heiligen Valentin von Rom zurück, einen Märtyrer des 3. Jahrhunderts. Der Überlieferung nach soll er trotz eines Verbots Liebespaare nach christlichem Ritus getraut haben. Im Jahr 496 n. Chr. führte Papst Gelasius I. zu seinem Gedenken einen offiziellen Feiertag ein – möglicherweise auch, um bestehende heidnische Bräuche zu ersetzen – erscheint Unerwidert Lieben – Eine philosophische Tröstung von Miriam Metze. Mein Interesse galt besonders den einzelnen, beinahe schicksalhaften Momenten, etwa beim Blick auf die so widersprüchlichen wie faszinierenden Liebesgeschichten zwischen Hannah Arendt und Martin Heidegger oder zwischen Ingeborg Bachmann und Max Frisch. Beziehungen, die von Bewunderung, geistiger Nähe und zugleich von Abgründen geprägt waren, als läge in ihnen bereits das ganze Drama der Liebe beschlossen. Vertieft wurde diese Neugier durch die leidenschaftlichen Verse der griechischen Dichterin Sappho, in denen Liebe wie ein leiser Brand unter der Haut lodert, und durch die poetischen Gedanken Rainer Maria Rilkes, der die Liebe nicht als Verschmelzung, sondern als anspruchsvolle Kunst zweier Einsamkeiten verstand. So wuchs aus einzelnen Begegnungen mit Texten und Biografien ein anhaltendes Staunen über die vielgestaltige, oft schmerzhafte, doch unverzichtbare Macht der Liebe. Gibt es ein schmerzhafteres Gefühl, als einen Menschen zu lieben, ohne dass diese Liebe erwidert wird? Und ist es dann überhaupt Liebe oder eher eine Sehnsucht, eine Projektion, vielleicht sogar ein Versuch, der Realität zu entkommen? Was kann gegen Liebeskummer helfen? Süßes als Trost, ein Glas Alkohol, stundenlanges Versinken in Serien oder vielleicht doch eher ein Blick in die Philosophie, um den eigenen Schmerz besser zu verstehen? Die Philosophin Miriam Metze entfaltet in ihrem klugen und zugleich vergnüglich geschriebenen Buch eine überraschende Perspektive: Die Erfahrung, nicht erwidert zu werden, erscheint darin nicht als bloß schmerzhafter Kollateralschaden unseres Liebeslebens. Vielmehr wird sie zum fruchtbaren Ausgangspunkt eines Denkens, das sich dem Schmerz nicht entzieht, sondern ihn ernst nimmt. Aus der Wunde der Zurückweisung gewinnt sie eine philosophische Bewegung. Eine behutsame, doch entschlossene Neuvermessung dessen, was Liebe überhaupt ist. So verwandelt sich das scheinbare Scheitern in einen Erkenntnismoment: Nicht als Randnotiz des amourösen Daseins, sondern als Schlüssel zu seinem innersten Geheimnis. Ausgesprochene Leseempfehlung!

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