Tremor
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Beschreibung
Eine Anleitung zur Aufmerksamkeit: Teju Coles neuer Roman
Tunde lehrt an einer amerikanischen Universität Fotografie, aufgewachsen ist er in Lagos. Mit wachen Sinnen bewegt er sich über den Campus und durch Institutionen, denen er nie ganz selbstverständlich zugehören wird. In Bildern, in Filmen, in Landschaften, in der Musik findet er Schönheit, aber auch die Ablagerungen von Unrecht und westlicher Überheblichkeit. Was heißt es, richtig zu leben in einer Welt der Gewalt und der Oberflächlichkeit? Wie lässt sich der Brutalität der Geschichte bleibende Bedeutung abringen? Was schulden wir denen, die uns nahe sind, und was schulden wir Fremden? Tunde sucht nach Halt und nach Sinn: in seiner Kunst, in seinen Erinnerungen, als Freund und als Liebender.
Tremor ist ein zorniges, zärtliches, tröstendes Buch. Ein Roman, dessen Schönheit gerade durch seine beunruhigende Brüchigkeit hervortritt, und der uns – wie ein Bild, das seinen Betrachter mit Fragen konfrontiert – mit geschärfter Aufmerksamkeit entlässt: für das Leiden ebenso wie für die Schönheit, die dennoch immer entsteht, und die alles ist, was wir haben.
»Teju Coles Sprache begeistert mich immer wieder aufs Neue – ihre Schönheit, Intimität, Komplexität und Klarheit. Tremor ist ein subtil schillerndes Buch.« – Deborah Levy
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Teju Cole, geboren 1975, wuchs in Lagos auf. Er ist Schriftsteller, Kritiker, Kurator und Fotograf. Für seine Bücher, darunter der Roman Open City, erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den PEN/Hemingway Award, den New York City Book Award, den Windham Campbell Prize und den Internationalen Literaturpreis. Teju Cole ist derzeit Professor für Kreatives Schreiben an der Harvard University. Er lebt in Cambridge, Massachusetts.
Beiträge
Anspruchsvoll und anregend!
**** Worum geht es? **** Ich verweise auf den Klappentext des Buches und möchte nur einen Satz zur Einordnung hervorheben: „Eine Anleitung zur Aufmerksamkeit.“ **** Mein Eindruck **** Der Autor nimmt uns mit auf eine komplexe und tiefgründige Reise in die Gedankenwelt des Protagonisten. Dabei begegnet man immer wieder philosophisch, psychologisch oder auch historisch angehauchten Momenten mitten aus der Situation herausgerissen. Detailreich und nachvollziehbar bewegend entwickeln diese Momente ein Eigenleben und verbinden komplexe Strukturen miteinander. Das Buch stellt das aktuelle Leben und die Gedanken die tiefe Kreise ziehen auf ganz eigene Art dar. Ebenso ansprechend und komplex ist der Schreibstil des Autors. Klassische Perspektiven werden hier aufgebrochen und durch Individualität erläutert. Aufmerksamkeit wird getriggert, auch aufgrund des Schreibstils. Der eigene Blickwinkel zählt und nur wenn wir diesen annehmen können, können wir in größeren Strukturen anfangen zu denken. Auf diese Reise entführt uns der Protagonist und gibt zusätzliche Einblicke in seine besonderen Interessen als Fotograf und Künstler. Ein einmaliges Werk, das ich durchaus genießen konnte. Vorallem die komplexen Gedanken und die Andersartigkeit konnten mich überzeugen und dazu bewegen, das Buch bis zum Ende zu verfolgen. Viele Seiten konnte ich davon trotzdem nicht am Stück lesen. Es war mehr ein Lesen und sacken Lassen. Gedanken schweifen lassen und sich erneut auf den Protagonisten einlassen. Das fiel mir nicht immer leicht. Das Buch ist teilweise ein schwerer Brocken und auch keine leichte Kost. Weswegen ich auf eine allgemeine Empfehlung verzichten möchte und den Literaten unter euch anraten möchte, doch mal einen genaueren Blick hinzuwerfen.
Ich mochte „Open city“ von ihm sehr gerne. Auch gerade wegen dem „besonderen“ Ende. Diese Art von intellektueller Introspektion findet man auch in dem Roman; aber hier ist es dann doch hier und da geschwätzig anstatt interessant. Der Aufbau wirkt leider auch eher planlos als ein „gewolltes treiben lassen“. Ein bisschen schade, dass es für mich nicht besser funktioniert hat. Aber mehr als 3 von 5 is es nicht für mich.
Beschreibung
Eine Anleitung zur Aufmerksamkeit: Teju Coles neuer Roman
Tunde lehrt an einer amerikanischen Universität Fotografie, aufgewachsen ist er in Lagos. Mit wachen Sinnen bewegt er sich über den Campus und durch Institutionen, denen er nie ganz selbstverständlich zugehören wird. In Bildern, in Filmen, in Landschaften, in der Musik findet er Schönheit, aber auch die Ablagerungen von Unrecht und westlicher Überheblichkeit. Was heißt es, richtig zu leben in einer Welt der Gewalt und der Oberflächlichkeit? Wie lässt sich der Brutalität der Geschichte bleibende Bedeutung abringen? Was schulden wir denen, die uns nahe sind, und was schulden wir Fremden? Tunde sucht nach Halt und nach Sinn: in seiner Kunst, in seinen Erinnerungen, als Freund und als Liebender.
Tremor ist ein zorniges, zärtliches, tröstendes Buch. Ein Roman, dessen Schönheit gerade durch seine beunruhigende Brüchigkeit hervortritt, und der uns – wie ein Bild, das seinen Betrachter mit Fragen konfrontiert – mit geschärfter Aufmerksamkeit entlässt: für das Leiden ebenso wie für die Schönheit, die dennoch immer entsteht, und die alles ist, was wir haben.
»Teju Coles Sprache begeistert mich immer wieder aufs Neue – ihre Schönheit, Intimität, Komplexität und Klarheit. Tremor ist ein subtil schillerndes Buch.« – Deborah Levy
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Teju Cole, geboren 1975, wuchs in Lagos auf. Er ist Schriftsteller, Kritiker, Kurator und Fotograf. Für seine Bücher, darunter der Roman Open City, erhielt er zahlreiche Preise, unter anderem den PEN/Hemingway Award, den New York City Book Award, den Windham Campbell Prize und den Internationalen Literaturpreis. Teju Cole ist derzeit Professor für Kreatives Schreiben an der Harvard University. Er lebt in Cambridge, Massachusetts.
Beiträge
Anspruchsvoll und anregend!
**** Worum geht es? **** Ich verweise auf den Klappentext des Buches und möchte nur einen Satz zur Einordnung hervorheben: „Eine Anleitung zur Aufmerksamkeit.“ **** Mein Eindruck **** Der Autor nimmt uns mit auf eine komplexe und tiefgründige Reise in die Gedankenwelt des Protagonisten. Dabei begegnet man immer wieder philosophisch, psychologisch oder auch historisch angehauchten Momenten mitten aus der Situation herausgerissen. Detailreich und nachvollziehbar bewegend entwickeln diese Momente ein Eigenleben und verbinden komplexe Strukturen miteinander. Das Buch stellt das aktuelle Leben und die Gedanken die tiefe Kreise ziehen auf ganz eigene Art dar. Ebenso ansprechend und komplex ist der Schreibstil des Autors. Klassische Perspektiven werden hier aufgebrochen und durch Individualität erläutert. Aufmerksamkeit wird getriggert, auch aufgrund des Schreibstils. Der eigene Blickwinkel zählt und nur wenn wir diesen annehmen können, können wir in größeren Strukturen anfangen zu denken. Auf diese Reise entführt uns der Protagonist und gibt zusätzliche Einblicke in seine besonderen Interessen als Fotograf und Künstler. Ein einmaliges Werk, das ich durchaus genießen konnte. Vorallem die komplexen Gedanken und die Andersartigkeit konnten mich überzeugen und dazu bewegen, das Buch bis zum Ende zu verfolgen. Viele Seiten konnte ich davon trotzdem nicht am Stück lesen. Es war mehr ein Lesen und sacken Lassen. Gedanken schweifen lassen und sich erneut auf den Protagonisten einlassen. Das fiel mir nicht immer leicht. Das Buch ist teilweise ein schwerer Brocken und auch keine leichte Kost. Weswegen ich auf eine allgemeine Empfehlung verzichten möchte und den Literaten unter euch anraten möchte, doch mal einen genaueren Blick hinzuwerfen.





