The Shepherd's Life: Modern Dispatches from an Ancient Landscape

The Shepherd's Life: Modern Dispatches from an Ancient Landscape

Hardcover
4.33

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Beschreibung

A major new talent redefines the literature of rural life.
Old world met new when a shepherd in the English Lake District impulsively started a Twitter account. A routine cell phone upgrade left author James Rebanks with a pretty decent camera and a pre-loaded Twitter app--the tools to share his way of life with the world. And what began as a tentative experiment became an international phenomenon.
James has worked the land for years, as did his father, and his father before him. His family has lived and farmed in the Lake District of Northern England as long as there have been written records (since 1420) and possibly much longer. And while the land itself has inspired great poets and authors we have rarely heard from the people who tend it. One Twitter account has changed all that, and now James Rebanks has broken free of the 140-character limit and produced "the book I have wanted to write my whole life." The Shepherd's Life is a memoir about growing up amidst a magical, storied landscape, of coming of age in the 1980s and 1990s among hills that seem timeless, and yet suffused with history. Broken into the four seasons, the book chronicles the author's daily experiences at work with his flock and brings alive his family and their ancient way of life, which at times can seem irreconcilable with the modern world.
An astonishing original work, The Shepherd's Life is an intimate look from inside a seemingly ordinary life, one that celebrates the meaning of place, the ties of family to the land around them, and the beauty of the past. It is the untold story of the Lake District, of a people who exist and endure out of sight in the midst of the most iconic literary landscape in the world.

Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
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Format
Hardcover
Seitenzahl
N/A
Preis
29.74 €

Beiträge

1
Alle
4

Der Lake District ist wohl eine der schönsten Gegenden Englands. Das Erscheinungsbild ist wildromantisch, und doch handelt es sich um eine jahrtausendealte Kulturlandschaft, die durch die Schafhaltung geprägt wurde. James Rebanks stammt aus einer alten Schäferfamilie und arbeitete bereits als Kind ganz selbstverständlich auf der Farm mit. Dass er auch Schäfer werden würde, stand nie in Frage und so verließ er die Schule, sobald es möglich war, ließ sich schon vorher kaum noch dort blicken und machte keinen Abschluss. Dann kam jedoch eine Phase, in der er sich viel mit seinem Vater stritt, die Zukunft der Farm unklar war und Rebanks begann, Bücher für sich zu entdecken. Sein weiterer Werdegang mit Abendschule und Studium an der Universität von Oxford ist ganz bemerkenswert. Die akademische Bildung hinderte ihn jedoch nicht daran, auf die Farm zurückzukehren und in die Fußstapfen seines Großvaters und Vaters zu treten. Dieser Werdegang ist ein Bestandteil des Buches, jedoch nicht der Hauptanteil, der in episodischen Beschreibungen des Lebens und der Arbeit der Schäfer in der uralten Kulturlandschaft des Lake District besteht, gepaart mit Gedanken über Geschichte, Tradition und Sinn der alten Lebensweise. „If you removed the tractors and machinery from the farm, much of what we did, was ancient.“ (Seite 76) Dies stellt er der modernen Lebensweise gegenüber, die sich gar nicht mehr von der eines Schäfers unterscheiden könnte: „It also made me think that modern life is rubbish for so many people. How few choices it gives them. Ho it lays out in front of them a future that bored most of them so much they couldn’t wait to get smashed out of their heads each weekend. How little most people are believed in, and how much it asks of so many people for so little in return.“ (Seit 97) Das obige Zitat mag zunächst etwas widersprüchlich erscheinen. Hat der Mensch heute nicht mehr Auswahl als je zuvor? Doch wenn man einmal überlegt: Hat der Mensch denn in der modernen Gesellschaft wirklich die Wahl? Wird es noch akzeptiert, wenn jemand NICHT Karriere machen will (eine Frage, die für mich persönlich enorm wichtig war)? Kann man sich dem Raubtierkapitalismus wirklich noch entziehen? Sicher, da gibt es Aussteiger, aber nur die wenigsten werden denn Mut dafür aufbringen, was wiederum nachvollziehbar ist. Solche Denkanstöße finden sich zuhauf in dem Buch. Wer jetzt aber denkt, dass Rebanks das Schäferleben romantisiert: keineswegs. Er verschweigt nicht die harte Arbeit, die Frustration, die Sorge um die Tiere, den Verlust von Tieren an die Wetterverhältnisse und die elende Abhängigkeit von diesen. Die schlechte Entlohnung, etwa für Wolle, die so wenig wert ist, dass sie manchmal verbrannt wird. Die Illusion, dass Schafe für ihre Wolle gehalten werden, hat mir Rebanks geraubt. Die Schäferindustrie ist eine Fleischindustrie. Das ist für mich als Vegetarierin, die versucht, überwiegend vegan zu leben, nicht leicht zu schlucken. Müsste ich diese Kultur, diese Tradition und diese Industrie nicht komplett ablehnen, Rebanks verurteilen? Es ist ein Dilemma, für das ich noch keine Antwort gefunden habe. Natürlich will ich nicht, dass Tiere für den menschlichen Verzehr sterben müssen. Andererseits handelt es sich wie bereits mehrfach erwähnt um eine uralte Kulturform, die auch die wunderschöne Landschaft geschaffen hat. Es ist keine Massentierhaltung, die Tiere leben in ihrer natürlichen Umgebung. Viele alte Nutztierrassen sind vom Aussterben bedroht. Könnte man die Schafhaltung so subventionieren, dass sie primär zur Landschaftspflege dient? Stellenweise gibt es solche Modelle schon, aber ist das im großen Umfang denkbar, realistisch und nicht zuletzt – bezahlbar? Und wollen wir Rebanks und seiner Familie, seinen Kollegen, ihrer Lebensweise berauben? Trotz aller dieser Fragen: Ich habe die Lektüre dieses Buches sehr genossen und empfinde großen Respekt für James Rebanks. Das Leben eines Schäfers – das mag erst einmal etwas langweilig klingen, aber das Buch ist an keiner Stelle langweilig und die Schilderungen einer eiskalten, stürmischen Nacht, in der ausgerechnet zig Lämmer geboren werden und in der Rebanks um das Leben der ganzen Lämmer kämpfen muss – das ist spannender als jeder Krimi. Ein unbedingt lohnendes Buch, das in mir mehr Fragen aufgeworfen hat, als die meisten anderen.

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