The Mystery of a Hansom Cab

The Mystery of a Hansom Cab

E-Book
2.01

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Buchinformationen

Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
Kritiken & Literaturwissenschaft
Format
E-Book
Seitenzahl
N/A
Preis
2.99 €

Beiträge

1
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Das erste Buch meines Lebens, in dem nicht nur einzelne Namen / Wortspiele in der Übersetzung geändert wurden, sondern sogar der Handlungsort! Statt Melbourne wurde sich in der deutschen Übersetzung damals vor hundert Jahren für Wien entschieden - das sei ja besser für die Zielgruppe. Wie bescheuert! Das Buch ist ein klassischer, ziemlich früher Kriminalroman. Im sehr interessanten Nachwort wird präzisiert: Anders als Arthur Conan Doyle mit Sherlock Holmes sich direkt (ich finde: fast dreist) von Edgar Allan Poe zum Genre Detektivroman inspirieren ließ, so ließ Hume sich von Gaboriau, einem französischen Schriftsteller zum Kriminalroman, oder, besser: Polizeiroman (roman policier) inspirieren - und das fast zeitgleich (1880er Jahre). Detektivromane kennen einen intellektuellen, einzelgängerischen, nicht der Institution Polizei angehörigen Ermittler, dessen analytisches Denken ihm zur Lösung des Falls führt. Kriminalromane kennen Kriminalkomissare, die untereinander konkurrieren (so auch hier), und eher durch das Umherlaufen und Zeugenbefragen den Fall lösen können. In diesem Roman ist es sogar vor allem ein Rechtsanwalt, der den Fall löst. Bei beiden aber wird die Handlung durch ein Verbrechen getrieben, und die Auflösung ist das Handlungsziel. Im Original geschieht der Mord in einem hansom cab - eine Kutsche, bei der der Kutscher hinten erhöht sitzt, während die Passagiere vorne direkt hinter den Pferden sitzen und somit eine besonders gute Sicht haben. In der Übersetzung heißt der Roman nun: Das Geheimnis des Fiakers. Ein Fiaker bezeichnet sogleich den Kutscher wie die Kutsche und ist ein österreichisch-bayrisches Wort für Droschke (eine Kutsche, in der Personen befördert werden). Die Romanhandlung (ein Mord) erzwingt, dass es ein geschlossener Fiaker gewesen sein muss. Ansonsten dreht sich der Fall um Erbprobleme: Ein reicher Mann hatte eine frühere Liebschaft, hat die Heirat nicht richtig anulliert, es gab ein Kind, von dem er nichts wusste, er wollte seinem neuen Kind in der neuen Ehe alles vererben, aber jemand, der das herausbekommen hat, wollte ihn mit dem Wissen darum Geld abknöpfen. Hier hat Hume sich von Gaboriau inspirieren lassen (geklaut?). Interessant ist, dass die erste Tochter arm aufwuchs, die zweite reich - und sie somit völlig verschiedene Leben führen. Im "Original" war die erste Tochter geistig behindert. Auf jeden Fall soll so ein Unterschied gezeigt werden, der weder zwangsläufig noch rechtens ist - die Geburtenlotterie auserzählt, sozusagen. Spannend erzählt ist dies alles aber nicht. Einige Klischees, eine langsame Handlung.

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