Tagebuch einer Berliner Busfahrerin

Tagebuch einer Berliner Busfahrerin

Taschenbuch
3.214

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Beschreibung

"Solche Geschichten kannst du dir nicht ausdenken". Seit über drei Jahrzehnten fährt Antje Boesler mit einem Omnibus durch Berlin und besitzt gleich drei Berliner Lizenzen, die Benutzer des ÖPNV ganz legal um die Ecke zu bringen. 180 Seiten gute Gründe aus dem Arbeitsalltag, warum der Bus schon wieder zu spät kommt, trotzdem kein Speisewagen ist und die Busfahrerin Feierabend hat, wenn der Fahrgast seinen Döner an die Frontscheibe wirft. Mit einem unerschütterlichen Humor und einer bewundernswert positiven Lebenseinstellung meistert Antje Boesler die Herausforderungen des Berliner Nahverkehrs. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kommt man nicht mehr aus dem Lachen raus. Man fühlt sich mitten im Geschehen "BVG Berlins" verrückte Gesellschaft. Da macht Busfahren richtig Spaß

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Kurzgeschichten
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
180
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Antje Boesler, Jahrgang 1966, beendete 1987 ihre Lehre als Köchin und im Mai 1989 ihre Karriere in diesem Metier. Auf dem zweiten Bildungsweg erlernte sie im Juni 1989 den Beruf der Busfahrerin bei der BVB. 1992 wurde sie von der BVG übernommen und arbeitet seit 2000 für das Tochterunternehmen BT Berlin Transport. Dort wurde sie im selben Jahr noch zur U-Bahn-Fahrerin Großprofil ausgebildet. Sie besitzt eine Lizenz, die Benutzer des ÖPNV legal um die Ecke zu bringen.

Beiträge

6
Alle
5

Autorin Antje Boesler ist eine waschechte Berliner Busfahrerin, die ihre Erlebnisse einfach zu Papier gebracht hat. Sie nimmt den Leser mit in ihren Bus, wir sind u. a. an ihrer Seite auf der verzweifelten Suche nach einer Toilette (auch Busfahrer:innen müssen mal), erleben wie sie irrtümlich verhaftet wird und sich den Herausforderungen der kleinen und großen Hürden im Berliner Nahverkehr stellt. Die größte Hürde sind wohl die Fahrgäste selbst. Mit ihrem unerschütterlichen Humor, ihrer postiven Lebenseinstellung und einer großen Portion Charme hat sie so manche Situation gemeistert und bleibt obendrein ihren Prinzipien treu. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und herrlich unterhaltsam. Sie beschreibt überaus bildhaft und lebendig ihre Erlebnisse, manche Begegnungen sind kaum zu glauben. Im Berliner Nahverkehr ist herrscht irgendwie immer Chaos und Unfälle passieren in Sekundenschnelle. Zitat Antje Boesler: „Ein Unfall geschieht in Bruchteilen von Sekunden und in diesem Moment die richtige Entscheidung zu treffen, ist ein Lotteriespiel.“ Bisher hat sie ihre Fahrgäste immer gesund und munter von A nach B gebracht und man merkt ihr an, dass sie mit Herzblut dabei ist. Ich durfte Antje Boesler persönlich auf der BuchBerlin kennenlernen, sie ist einfach eine bewundernswerte, sympathische und coole Person, ich hätte ihr stundenlang zuhören können. Danke für den phantastischen Einblick in deinen spannenden und erlebnisreichen Alltag als Busfahrerin, liebe Antje. Es war mir ein Hochgenuss, dafür gibt es eine klare Kaufempfehlung und volle Punktzahl.

3.5

Kurzweilig... Nett für zwischendurch

1

Ich hatte mich auf ein paar witzige Anekdoten gefreut, vielleicht auch auf ein paar eher schaurige Geschichten, so wie man Berlin halt kennt. Stattdessen war die Autorin in wirklich jeder einzelnen Geschichte wahnsinnig überheblich & stellenweise nur respektlos ihren Mitmenschen gegenüber. Eigentlich war sie dauerhaft auf Krawall gebürstet. Und die Stimme der Vorleserin hat ihr übriges getan. Definitiv keine Empfehlung.

2.5

Tagebuch einer Berliner Busfahrerin hat eigentlich eine ganz nette Grundidee. Ich hatte mich auf unterhaltsame Geschichten aus dem Busfahrer Alltag gefreut. Beim Lesen erreichten mich die Anekdoten dann leider nicht wirklich. Sprachlich konnte mich das Buch auch nicht überzeugen. Der Stil wirkt aufgesetzt und passt einfach nicht zu meinem Geschmack. Für zwischendurch ist es ganz okay, aber es bleibt nichts wirklich hängen. Schade, hatte mir mehr erwartet.

2

Eigentlich wollte ich 3 Sterne geben, da es eigentlich ein ganz ok-es Buch voller kleiner Geschichten aus dem täglichen Leben einer Busfahrerin ist. Leicht geschrieben und meistens ganz unterhaltsam. Als "nebenbei" Lektüre ist es bestimmt ganz ok. Unterm Strich sind die Anekdoten jedoch sehr nichtssagend und alltäglich bis lowkey langweilig. Daran kann auch der humoristische Schreibstil wenig ändern. Vor allem, da er teilweise sehr... "Boomer-Humor" ist. Da bin ich wohl einfach nicht die richtige Zielgruppe. Großen Abzug gibt es jedoch für das unzensierte Ausschreiben/Aussprechen des N-Worts, das reproduzieren von diffamierender Sprache, vor Allem geschlechtsspezifischen Beleidigungen gegen Frauen gerichtet. Das ist weder cool, noch nötig, noch lustig. An anderen Stellen schafft es die Autorin auch, Schimpfwörter unter dem Mantel "Begriffe, die nicht für minderjährige Ohren bestimmt sind", gesammelt *nicht* zu nennen. Warum ist die unzensierte Nennung an anderer Stelle dann nötig? Des Weiteren empfand ich die teilweise vorurteilsvoll behaftete Beschreibung weiblicher Passagiere als veraltet. Auch die Heroisierung der Institution Polizei empfinde ich als äußerst undifferenziert. Die "armen Beamten". Ouff. Alles in Allem kann ich dieses Buch dann leider doch nicht empfehlen, obwohl es an sich eine ganz nette Idee ist.

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