Sommerhaus

Sommerhaus

Hardcover
3.06

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Beschreibung

»Bis zu jenem schicksalhaften Sommer, wusste Goose nicht, dass man so lachen und gleichzeitig so traurig sein konnte.«

Als der weltberühmte Künstler Vic Kemp seine vier Kinder mit dem Versprechen einer großen Neuigkeit zusammenruft, lassen die Geschwister alles stehen und liegen. Feierlich eröffnet ihnen der siebzigjährige Vic, dass er noch einmal heiraten wird, und zwar die 27-jährige Bella-Mae. Die Geschwister sind fassungslos. Kurz darauf wird ihr Vater tot aufgefunden, ertrunken in einem See, den er wie seine Westentasche kannte. Netta, Susan, Goose und Iris versammeln sich im Sommerhaus der Familie am italienischen Lago d‘Orta, um herauszufinden, was passiert ist. Dort treffen sie auf Bella-Mae, an die sie einige Fragen haben. Doch die junge Frau ist ebenso freundlich wie undurchschaubar. In der flirrenden Hitze dieses schicksalhaften Sommers bemerken die vier erst spät, dass es eigentlich Bella- Mae ist, die hier die Fragen stellt. Fragen, denen die Geschwister ein Leben lang ausgewichen sind.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
480
Preis
26.80 €

Autorenbeschreibung

Rachel Joyce war Theaterschauspielerin, bevor sie mit ihrem Roman ›Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry‹ ein Buch schrieb, das zum Weltbestseller wurde und dem weitere erfolgreiche Romane folgten. Ihr neuer Roman ›Sommerhaus‹ war auf Anhieb ein Sunday-Times-Bestseller und ist für die Autorin ihr wohl wichtigstes und persönlichstes Buch. Rachel Joyce lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Stroud.

Beiträge

4
Alle
4

Ein Sommer, der alles verändert

Vic, ein bekannter Künstler, hat sich im hohen Alter noch einmal verliebt. Als er seinen vier Kindern eröffnet, dass er demnächst heiraten wird, sind sie nicht nur darüber entsetzt, dass die Auserwählte fast 50 Jahre jünger ist, sondern auch darüber, dass sie zu der Hochzeit nicht eingeladen sind. Die beiden heiraten in Italien und verbringen die Zeit danach in Sommerhaus der Familie auf einer kleinen Insel. Als Vic ein paar Wochen später beim morgendlichen Baden ertrinkt, reisen die Geschwister an, um mehr zu erfahren. Dort lernen sie Bella-Mae erstmals kennen. So wie Bella-Mae das Leben ihres Vaters verändert hat, verändern sich auch nach und nach die Geschwister und ihre Beziehung zueinander. Ein stimmungsvolles Buch, mit starken und überzeugenden Charakteren, in einer sehr schönen Sprache. Man spürt von Anfang an, dass da was unter der Oberfläche gärt. Dadurch wird eine stetige Spannung gehalten.

2.5

Schöne Atmosphäre, aber viel zu viel Drama

Auf dem Klappentext klang „Sommerhaus“ nach genau meinem Geschmack: ein mysteriöser Todesfall, ein idyllisches Sommerhaus in Italien und eine Familie voller Geheimnisse. Die Atmosphäre am Lago d’Orta hat mir auch wirklich gut gefallen, und Rachel Joyce schreibt wie gewohnt sehr bildhaft und angenehm. Leider konnte mich die Geschichte aber insgesamt nicht ganz überzeugen. Mit knapp 500 Seiten war das Buch für meinen Geschmack etwas zu lang, und viele Konflikte haben sich immer wieder im Kreis gedreht. Die erwachsenen Geschwister haben sich teilweise wie kleine Kinder verhalten, sodass ich irgendwann nur noch genervt war. Statt mitzufiebern, wollte ich sie manchmal einfach nur durchschütteln. Dabei steckt in der Grundidee wirklich viel Potenzial. Die Familiengeschichte, die ungelösten Konflikte und die Frage, was mit dem Vater passiert ist, sind spannend angelegt. Für mich wurde das Ganze aber von zu viel Familiendrama überschattet. Trotzdem hat das Buch seine Stärken: das italienische Setting, die sommerliche Stimmung und der schöne Schreibstil. Wer Familiengeschichten mit vielen Emotionen und Konflikten mag, könnte hier deutlich mehr Freude haben als ich.

4.5

„wir werden alle geboren und eines tages werden wir alle sterben. die einzig interessante frage ist doch: was machen wir in der zeit dazwischen?“ - s.408 was passiert, wenn man eine leichte sommerlektüre erwartet und dann doch überrascht wird mit einer vielschichtigkeit, ergreifender melancholie und ehrlichen, mehrdimensionalen charakteren? man erhält ganz unerwartet ein kleines jahreshighlight. wir durchleben im „sommerhaus“ die geschichte der familie kemp. eines tages eröffnet der berühmte künstler vic seinen vier kindern netta, susan, goose und iris, dass er nochmals heiraten möchte; bella-mae, die mit ihren 27 jahren noch jünger ist als die geschwister selbst. eine entscheidung und eine frau, die aus dem nichts kommt und die geschwister fassungslos zurücklässt. als kurz darauf vic beim schwimmen im see am sommerhaus der familie verstirbt, beginnt die reise der vier geschwister. nicht nur zum sommerhaus selbst, sondern in die fragen der vergangenheit und der suche nach eigener identität und zugehörigkeit. in rachel joyce’ roman „sommerhaus“ blicken wir vor allem auf familiendynamiken, die ehrlicher nicht dargestellt werden konnten. abhängigkeiten zwischen den einzelnen geschwistern und vor allem dem lechzen nach anerekennung des vaters; vor allem letzteres ist für mich das leitmotiv, das aber erst so richtig gegen ende des romans klar wird. während des aufenthalts im sommerhaus fungiert bella-mae als feindbild und projektionsfläche der wut und fassungslosigkeit gegenüber dem geschehenen. vics tod wird zu einem kleinen crime-element der geschichte, bei dem wieder im vordergrund steht „das kann unserem vater so nicht geschehen sein“. vic als der „homemade god“ (englischer originaltitel), der stets auf ein podest gehoben wird. dabei wird in den rückblicken klar - die risse zwischen den geschwistern sind vics bewusst gesetzte kerben, selbst nach seinem tod. diese perspektive wird erst in den letzten kapiteln anvisiert und macht das „sommerhaus“ plötzlich von einem durchschnittlich gutem roman zu einem schlag in die magengrube (in the best way possible). ich könnte euch noch mit mehr „rotten to the core“ und dem wurm im apfel aka vic (siehe UK cover) erzählen, aber was es mit den apfel analogien auf sich hat müsst ihr dann doch selbst heraus finden und das „sommerhaus“ lesen. wir haben queere charaktere (teils beiläufig benannt, teils als wichtiges teilelement), ein melancholisch, sommerliches setting am lago d’orta, zerbrechliche beziehungen und einen patriarch, der für all diese zerbrechlichkeit gesorgt hat. ein buch, das anfangs ganz subtil fragen stellt, um einen am ende doch alles hinterfragen lässt. wer bin ich und zu was wurde ich gemacht - durch mein umfeld, meine familie und die erwartungen, die an mich gestellt wurden? strong one und vor allem: unerwartet. lest dieses buch.

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2

So unheilvoll wie ein Sommergewitter

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, die Zusammenfassung klang vielversprechend m, die Leseprobe fand ich okay, hatte dennoch hohe Erwartungen. Die wurden leider nicht erfüllt. Das Buch geht gut los, älter Herr (Vic) in den 70gern, Künstler, eröffnet seinen vier Kindern, das er die 27jährige Bella Mae heiraten will. Das hat Potenzial hab ich gedacht. Und ich hatte lange Hoffnung. Oftmals wusste ich gar nicht mehr so recht wo die Geschichte mit mir hinwill, plötzlich hatte sie leichte Krimi Elemente. Es hilft ja alles nichts, die Geschichte hatte Längen, es fehlte an Spannung, die Charaktere waren durchweg nicht sympathisch- dadurch auch keinerlei Bindung, hier war sozusagen der Wurm drin. Das Ende war wie der Rest vom Buch, es hat sich mir nicht recht erschlossen. Ich habe auch bestimmt 4 Tage daran gelesen weil keine Stimmung aufkam, einfach weil ich gar nicht recht reingefunden hab. Schade, aber für mich nur 2 ⭐️⭐️

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