So sterben wir
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Beschreibung
Was passiert, wenn wir sterben?
Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden von uns. Und doch wissen wir wenig darüber. Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens..
Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz? Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst? Wie wird man um dich trauern?
Zwischen Schockeffekt und Samthandschuhen bleiben Ratgeber zur Sterbe- und Trauerbegleitung häufig vollkommen abstrakt. Roland Schulz hat das Tabu des Todes gebrochen und mit »So sterben wir: Unser Ende und was wir darüber wissen sollten« einen eindringliches, aufwendig recherchiertes und schonungslos ehrliches Sachbuch verfasst.
Schon mit seiner direkten Leseransprache lässt er keinen Zweifel daran, dass sich unser Denken über Verlust, Tod und Trauer ändern muss.
Gewinner des Preises » Wissensbuch des Jahres 2019 «
Die Lektüre ist weder bequem noch lädt sie zum Wohlfühlen ein. Sie ist ein Appell an unsere Vernunft, eine Einladung zur Auseinandersetzung mit unserer Endlichkeit und nicht zuletzt ein Leitfaden, wie wir den Verlust lieber Menschen als Teil des Lebens verarbeiten können.
»Ein ergreifendes Buch, besonders formuliert und voller spannender Fakten.« – dpa
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Roland Schulz, geboren 1976 in München, arbeitet für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Seine Reportagen wurden mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis.
Beiträge
Sterben, Tod, Trauer - womit sich vorher niemand gerne beschäftigt
Diese drei Kapitel bilden den Rahmen für dieses berührende Buch. Im Kapitel Trauer kamen mir häufig die Tränen, weil ich mich an eigene Erlebnisse erinnert habe. Aber auch das Kapitel Sterben war sehr berührend. Wie wir mit Sterbenden umgehen, was ihnen helfen kann und wann eigentlich Sterben beginnt. Im Kapitel Tod geht es um das, was mit dem Leichnam passiert und welche Formalitäten notwendig werden. Eine gute Gelegenheit, sich Gedanken zu machen, was man sich für sich wünschen würde (und so Angehörige "Totenfürsorgeberechtigte" zu entlasten). Kein einfaches Thema, aber wichtig. Sehr emphatisch, einfühlsam und vor allem respektvoll geschrieben.
Nicht wie erwartet.
Statt die biologischen Vorgänge und das "Ankündigen" des Sterbens zu verstehen und ggf. Hinweise für den ganzen Prozess vorher und nachher als Angehörige:r zu erhalten, spricht das Buch den Leser durchgängig mit "Du" an und geht von einem schwerstkranken Leser aus: "Du stirbst. Du bist beim Arzt und kriegst die Diagnose. Du machst dies das jenes, fühlst dies das jenes, nun bist du tot, deine Angehörigen erleben dies das jenes." Das empfand ich von Seite 1 an als sehr unbehaglich. Ich hatte ein Sachbuch erwartet, das mit der entsprechenden objektiven Distanz informiert. Zudem hat das Buch kaum Struktur und beinhaltet viel Gefasel, was dazu führte, dass ich es nur querlas und dann weglegte!
„Wenn es so weit ist, kannst du keinen Rettungssanitäter brauchen, der dir im Sterben ein automatisches Thoraxkompressionsgerät auf die Brust schnallt, um dich wiederzubeleben und mit Blaulicht und Sirene in die Intensivstation zu fahren. Nicht falsch verstehen. Notärzte sind wertvoll, ihre Arbeit rettet Leben. Aber du bist längst bereit, die Lande der Lebenden zu verlassen. Es geht nicht mehr darum, dein Sterben zu verhindern. Es geht darum, dein Sterben zu begleiten, bis zum Schluss.“ Das ist so ein Buch, da weiß ich gar nicht, wie ich eine Rezension schreiben soll, oder was da rein gehört. So „schwer“/“verschwiegen“ die Thematik dieses Buches auch ist, so sehr hat es mich zum Lächeln gebracht. Hat mir Freuden- und Trauertränen in die Augen getrieben, die nie richtig rauskommen, aber trotzdem da sein wollten. Roland Schulz nimmt und auf eindrucksvolle und einfühlsame Weise auf eine Reise mit, über die kaum gesprochen wird – die wir kaum erleben. Jedenfalls heutzutage nicht mehr. Schulz bringt und das Sterben, den Tod und auch die Trauer näher. Berichtet von Abläufen im Körper sowie Menschen, die beruflich mit dem Tod zu tun haben, Bürokratie, Fristen, Zeitdruck. Und dennoch zeigt er auf wie wichtig und richtig es ist, sich seiner Trauer und seinen Wünschen/Bedürfnissen, hinzugeben. Die Bürokratie rennt und rennt, aber der Tod und die Hinterbliebenen verweilen. Die Hinterbliebenen dürfen das – dürfen sich verabschieden. Schulz spricht von Dingen, die vorbereitet werden sollten. Dinge, die man sich nach und für seinen eigenen Tod wünscht. Es kann befreiend sein, Dingen einen Rahmen zu geben und auch erleichternd. (Ebenso für die Hinterbliebenen) Auch war es spannend in die Abläufe in Ämtern und im Bestattungswesen reinzuschnuppern. Zu erfahren, was dort eigentlich mit einem/mit Verstorbenen, geschieht. Ich glaube, was mich aber am meisten beeindruckt hat, ist der Schreibstil. Die Nähe zur lesenden Person und die Wärme und das Verständnis. Das hier ist kein normales Sachbuch ... es ist eher eine warme Umarmung, die wichtige Dinge mit sich bringt. Die Sachen anspricht, die sonst nur hinter verschlossenen Türen geschehen. Eine ganz große Leseempfehlung von mir. „Manche Mitglieder der Gemeinschaft der Trauernden haben deswegen – im Rückblick, Jahre später – ihre Erkenntnisse aus dieser akuten Zeit gesammelt und zu Tipps gebündelt. Sie sind spartanisch, sie lesen sich wie die Einsatzbefehle im Taschenformat, die Soldaten im Kampfgebiet ausgehändigt werden: Trinkt Wasser (weil Wein dehydriert) Geht raus (weil der Wind nicht fragt, wie es euch geht, und Bäumen egal ist, wer vor ihnen weint) Bewegt euch (ändert nichts an der ganzen Scheiße, aber Bewegung, und sei es ein kurzer Spaziergang, bringt Ruhe) Duscht (wenn alles egal ist, warum duschen und waschen? Weil es reinigt, auch wenn das kaum spürbar ist) Esst (wenigstens ein bisschen, wenigstens eine Brühe) Hegt etwas (die Blumen, den Hund, das Auto; ein klein wenig kümmern kann helfen) Passt auf euch auf (um euretwillen, und auch für die anderen: Wenn die Wellen der Trauer hochschlagen, wird es gefährlich, Maschinen zu führen, Autos zu fahren, nur schnell noch über die Straße laufen)“
Beschreibung
Was passiert, wenn wir sterben?
Sterben, Tod und Trauer sind unumgänglich, für jeden von uns. Und doch wissen wir wenig darüber. Roland Schulz findet Worte für das Unbeschreibliche und gibt Antworten auf die tiefsten Fragen des Lebens..
Was passiert mit deinem Körper, wenn du stirbst? Was fühlst du – Trauer, Schmerz? Und dann, wenn dein Herzschlag verstummt ist? Was geschieht mit deinem Leichnam, bis du bestattet wirst? Wie wird man um dich trauern?
Zwischen Schockeffekt und Samthandschuhen bleiben Ratgeber zur Sterbe- und Trauerbegleitung häufig vollkommen abstrakt. Roland Schulz hat das Tabu des Todes gebrochen und mit »So sterben wir: Unser Ende und was wir darüber wissen sollten« einen eindringliches, aufwendig recherchiertes und schonungslos ehrliches Sachbuch verfasst.
Schon mit seiner direkten Leseransprache lässt er keinen Zweifel daran, dass sich unser Denken über Verlust, Tod und Trauer ändern muss.
Gewinner des Preises » Wissensbuch des Jahres 2019 «
Die Lektüre ist weder bequem noch lädt sie zum Wohlfühlen ein. Sie ist ein Appell an unsere Vernunft, eine Einladung zur Auseinandersetzung mit unserer Endlichkeit und nicht zuletzt ein Leitfaden, wie wir den Verlust lieber Menschen als Teil des Lebens verarbeiten können.
»Ein ergreifendes Buch, besonders formuliert und voller spannender Fakten.« – dpa
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Roland Schulz, geboren 1976 in München, arbeitet für das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Seine Reportagen wurden mit mehreren Journalistenpreisen ausgezeichnet, unter anderem dem Theodor-Wolff-Preis und dem Deutschen Reporterpreis.
Beiträge
Sterben, Tod, Trauer - womit sich vorher niemand gerne beschäftigt
Diese drei Kapitel bilden den Rahmen für dieses berührende Buch. Im Kapitel Trauer kamen mir häufig die Tränen, weil ich mich an eigene Erlebnisse erinnert habe. Aber auch das Kapitel Sterben war sehr berührend. Wie wir mit Sterbenden umgehen, was ihnen helfen kann und wann eigentlich Sterben beginnt. Im Kapitel Tod geht es um das, was mit dem Leichnam passiert und welche Formalitäten notwendig werden. Eine gute Gelegenheit, sich Gedanken zu machen, was man sich für sich wünschen würde (und so Angehörige "Totenfürsorgeberechtigte" zu entlasten). Kein einfaches Thema, aber wichtig. Sehr emphatisch, einfühlsam und vor allem respektvoll geschrieben.
Nicht wie erwartet.
Statt die biologischen Vorgänge und das "Ankündigen" des Sterbens zu verstehen und ggf. Hinweise für den ganzen Prozess vorher und nachher als Angehörige:r zu erhalten, spricht das Buch den Leser durchgängig mit "Du" an und geht von einem schwerstkranken Leser aus: "Du stirbst. Du bist beim Arzt und kriegst die Diagnose. Du machst dies das jenes, fühlst dies das jenes, nun bist du tot, deine Angehörigen erleben dies das jenes." Das empfand ich von Seite 1 an als sehr unbehaglich. Ich hatte ein Sachbuch erwartet, das mit der entsprechenden objektiven Distanz informiert. Zudem hat das Buch kaum Struktur und beinhaltet viel Gefasel, was dazu führte, dass ich es nur querlas und dann weglegte!
„Wenn es so weit ist, kannst du keinen Rettungssanitäter brauchen, der dir im Sterben ein automatisches Thoraxkompressionsgerät auf die Brust schnallt, um dich wiederzubeleben und mit Blaulicht und Sirene in die Intensivstation zu fahren. Nicht falsch verstehen. Notärzte sind wertvoll, ihre Arbeit rettet Leben. Aber du bist längst bereit, die Lande der Lebenden zu verlassen. Es geht nicht mehr darum, dein Sterben zu verhindern. Es geht darum, dein Sterben zu begleiten, bis zum Schluss.“ Das ist so ein Buch, da weiß ich gar nicht, wie ich eine Rezension schreiben soll, oder was da rein gehört. So „schwer“/“verschwiegen“ die Thematik dieses Buches auch ist, so sehr hat es mich zum Lächeln gebracht. Hat mir Freuden- und Trauertränen in die Augen getrieben, die nie richtig rauskommen, aber trotzdem da sein wollten. Roland Schulz nimmt und auf eindrucksvolle und einfühlsame Weise auf eine Reise mit, über die kaum gesprochen wird – die wir kaum erleben. Jedenfalls heutzutage nicht mehr. Schulz bringt und das Sterben, den Tod und auch die Trauer näher. Berichtet von Abläufen im Körper sowie Menschen, die beruflich mit dem Tod zu tun haben, Bürokratie, Fristen, Zeitdruck. Und dennoch zeigt er auf wie wichtig und richtig es ist, sich seiner Trauer und seinen Wünschen/Bedürfnissen, hinzugeben. Die Bürokratie rennt und rennt, aber der Tod und die Hinterbliebenen verweilen. Die Hinterbliebenen dürfen das – dürfen sich verabschieden. Schulz spricht von Dingen, die vorbereitet werden sollten. Dinge, die man sich nach und für seinen eigenen Tod wünscht. Es kann befreiend sein, Dingen einen Rahmen zu geben und auch erleichternd. (Ebenso für die Hinterbliebenen) Auch war es spannend in die Abläufe in Ämtern und im Bestattungswesen reinzuschnuppern. Zu erfahren, was dort eigentlich mit einem/mit Verstorbenen, geschieht. Ich glaube, was mich aber am meisten beeindruckt hat, ist der Schreibstil. Die Nähe zur lesenden Person und die Wärme und das Verständnis. Das hier ist kein normales Sachbuch ... es ist eher eine warme Umarmung, die wichtige Dinge mit sich bringt. Die Sachen anspricht, die sonst nur hinter verschlossenen Türen geschehen. Eine ganz große Leseempfehlung von mir. „Manche Mitglieder der Gemeinschaft der Trauernden haben deswegen – im Rückblick, Jahre später – ihre Erkenntnisse aus dieser akuten Zeit gesammelt und zu Tipps gebündelt. Sie sind spartanisch, sie lesen sich wie die Einsatzbefehle im Taschenformat, die Soldaten im Kampfgebiet ausgehändigt werden: Trinkt Wasser (weil Wein dehydriert) Geht raus (weil der Wind nicht fragt, wie es euch geht, und Bäumen egal ist, wer vor ihnen weint) Bewegt euch (ändert nichts an der ganzen Scheiße, aber Bewegung, und sei es ein kurzer Spaziergang, bringt Ruhe) Duscht (wenn alles egal ist, warum duschen und waschen? Weil es reinigt, auch wenn das kaum spürbar ist) Esst (wenigstens ein bisschen, wenigstens eine Brühe) Hegt etwas (die Blumen, den Hund, das Auto; ein klein wenig kümmern kann helfen) Passt auf euch auf (um euretwillen, und auch für die anderen: Wenn die Wellen der Trauer hochschlagen, wird es gefährlich, Maschinen zu führen, Autos zu fahren, nur schnell noch über die Straße laufen)“







