Sirius
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Beschreibung
Es ist ein außergewöhnlicher Zeitzeuge, der das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte hautnah erlebt: der Foxterrier Sirius, hineingeboren ins Berlin des Jahres 1938. Mit der jüdischen Familie Liliencron begibt er sich auf eine Reise ins Ungewisse – und schlägt dem Schicksal ein Schnippchen.Am Anfang ist das Ende schon nahe. Dem renommierten Planktonforscher Carl Liliencron werden Titel und Anstellung genommen und er flüchtet nach den Novemberpogromen mit seiner Familie ins Exil nach Hollywood. Während er sich als Chauffeur durchschlägt und hadert, nimmt Sirius sein Schicksal mit der melancholischen Heiterkeit, die nur klugen Foxterriern zu eigen ist, selbst in die Hand, und das Leben eilt ihm dabei zu Hilfe: Er wird als Filmhund zum gefeierten Star, trifft jede Menge Prominenz von Rita Hayworth, Billy Wilder und John Wayne bis zu Marlene Dietrich und Cary Grant. Als Attraktion bei der größten Show der Welt, mit der der Circus Barnum durchs Land zieht, geht er in der Zeitmaschine des Zauberers Manzini verloren – und findet sich mitten im Krieg in Berlin wieder. Und hier hat er die Chance, ins Weltgeschehen einzugreifen, denn er wird zum Schoßhund Adolf Hitlers im Führerhauptquartier – und zum Informant für den Widerstand. Mit viel Tempo, Herz und Gefühl inszeniert Jonathan Crown eine abenteuerliche Zeitreise. Er stürzt seinen vierbeinigen Helden in alle möglichen Katastrophen, überrascht aber auch mit verblüffenden Wendungen ins Kuriose. Ein grandioses Lesevergnügen!
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jonathan Crown, ist das literarische Alter Ego von Christian Kämmerling, einem der führenden deutschen Journalisten. Er war Mitbegründer und Chefredakteur des SZ-Magazin, das in den Neunzigerjahren Furore machte. Das Hörbuch ist bei DAV erschienen.
Beiträge
Was für ein goldiges Buch!
Levi, ein Hund, lebt mit seiner Familie in Berlin. Der Vater ist Experte für Plankton-Forschung und hoch angesehener Biologe. Doch plötzlich muss jeder in der Familie den Vornamen ändern, ein neues Gesetz will es so. Dann muss halt auch Levi einen neuen, ungefährlichen Namen bekommen, also heißt er ab sofort Sirius. Und als die Häuser in der Nachbarschaft brennen und niemand löschen will, bricht Sirius mit seiner Familie auf in ein großes, unbekanntes Land. Die Schrecken des dritten Reichs und des zweiten Weltkriegs erzählt von einem Hund. Viele politische Größen und Hollywoodstars begegnen ihm, durch einige verrückte Zufälle geht die Geschichte immer weiter, um dann, viele Jahre und Zufälle später, da zu enden, wo sie angefangen hat. Ein wunderbares Buch, natürlich mit einer fiktiven Geschichte, aber.....weiß man das wirklich so genau...😉? Ganz nebenbei habe ich über einige historische Persönlichkeiten noch einiges lernen können, ein nicht ganz unwichtiger Aspekt, den das Lesen mit sich bringt. Ganz große Leseempfehlung!!!
Ein Hund im Strudel der Geschichte 🐾📖🕰️
Jonathan Crowns Roman „Sirius“ erzählt die Geschichte eines Foxterriers, der zum Zeitzeugen der dunkelsten Jahre des 20. Jahrhunderts wird. Geboren 1938 in Berlin wächst Sirius bei der jüdischen Familie Liliencron auf, bis diese nach den Novemberpogromen alles verliert und ins Exil nach Hollywood fliehen muss. Während sein Herrchen Carl Liliencron als ehemaliger Wissenschaftler ums Überleben kämpft, nimmt Sirius das Leben mit einer eigenwilligen Mischung aus Neugier, Melancholie und erstaunlicher Selbstständigkeit. Was folgt, ist eine abenteuerliche Reise durch Emigration, Filmsets, Zirkuswelten und schließlich zurück ins kriegsgezeichnete Berlin. Der Roman beginnt stark. Besonders der erste Teil, der das Leben der Familie Liliencron in Berlin beschreibt, hat mich überzeugt. Die schleichende Bedrohung, der Verlust von Ansehen, Beruf und Sicherheit und schließlich die Flucht werden eindringlich und ruhig geschildert. Gerade diese „leisen“ Passagen gehören für mich zu den stärksten Momenten des Buches. Wenn Carl Liliencron begreift, dass ein ganzes Leben innerhalb weniger Briefe und Verordnungen ausgelöscht wird, entfaltet der Text eine große emotionale Kraft. Auch sprachlich hat dieser erste Abschnitt viel zu bieten. Trotz einfacher Satzstrukturen entstehen immer wieder Bilder, die hängen bleiben. Der Blick auf den Herbst über Berlin, auf Tränen, die sich wie Regen anfühlen, oder auf einen einzigen Koffer, in den die Vergangenheit gezwängt werden muss, gehört zu den gelungensten Momenten des Romans. Hier zeigt sich, dass Jonathan Crown Atmosphäre sehr wohl kann, wenn er sich Zeit lässt. Im Mittelteil verlagert sich die Handlung nach Hollywood und verliert für mich an Tiefe. Die Begegnungen mit Stars und berühmten Namen nehmen viel Raum ein und wirken zunehmend wie eine Aufzählung. Die Geschichte kippt hier in eine Art überzeichnete Abfolge von Stationen, die eher behauptet als wirklich erzählt werden. Der Hund wird immer stärker vermenschlicht, seine Gedanken und Fähigkeiten überschreiten für meinen Geschmack irgendwann die Grenze dessen, was als literarische Setzung noch trägt. Die Grundidee bleibt charmant, nutzt sich aber ab. Auch der dritte Teil konnte mich nicht mehr richtig zurückholen. Die Handlung wird zunehmend konstruiert, stellenweise unrealistisch und verliert die emotionale Erdung, die den Anfang so stark gemacht hat. Gerade im Vergleich zu den stillen, dichten Berliner Passagen wirken diese Abschnitte zu verspielt und zu sehr auf Kuriosität angelegt. Trotzdem möchte ich den Roman nicht schlechter machen, als er ist. „Sirius“ ist gut lesbar, stellenweise warmherzig und hat eine klare Grundidee. Er zeigt auf eigene Weise das Leben jüdischer Emigranten, die Absurdität von Ruhm im Exil und die Willkür der Geschichte. Für mich funktioniert das Buch aber immer dann am besten, wenn es innehält und einen Schritt zurück macht. ⭐️⭐️⭐️

Eine spannende Reise durch die Zeit an der Seite des kleinen Hundes und seiner Familie. Trotz Perspektive des Hundes sehr authentisch, da wirklich gut recherchiert und mit historisch belegten Fakten untermalt. Getragen von Ironie und Humor, der Tragödien der Vergangenheit und wer beim Showdown immer noch trockene Augen hat, sollte dringend das Gespräch mit einem Baum suchen (kleiner Sirius Insider).
Eine nette und verspielte Art historische Geschehnisse zu beleuchten.
Es gibt sehr viele Bücher über den Nationalsozialismus und die schrecklichen Geschehnisse, die damit einhergehen. Dieses Buch findet einen schönen Ansatz die Zeit zu beleuchten. Protagonist ist der kleine Hund Sirius, der bei einer deutsch-jüdischen Familie aufwächst, während die Nationalsozialisten an die macht kommen. Es zeigt auf berührende Art und Weise wie tiefgreifend die politischen Ereignisse das Leben von alles egal ob Tier oder Mensch verändert haben. An manchen Stellen ist mir das Buch etwas zu oberflächlich.Trotzdem eine nette und innovative Idee Geschichte begreifbar zu machen.
Beschreibung
Es ist ein außergewöhnlicher Zeitzeuge, der das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte hautnah erlebt: der Foxterrier Sirius, hineingeboren ins Berlin des Jahres 1938. Mit der jüdischen Familie Liliencron begibt er sich auf eine Reise ins Ungewisse – und schlägt dem Schicksal ein Schnippchen.Am Anfang ist das Ende schon nahe. Dem renommierten Planktonforscher Carl Liliencron werden Titel und Anstellung genommen und er flüchtet nach den Novemberpogromen mit seiner Familie ins Exil nach Hollywood. Während er sich als Chauffeur durchschlägt und hadert, nimmt Sirius sein Schicksal mit der melancholischen Heiterkeit, die nur klugen Foxterriern zu eigen ist, selbst in die Hand, und das Leben eilt ihm dabei zu Hilfe: Er wird als Filmhund zum gefeierten Star, trifft jede Menge Prominenz von Rita Hayworth, Billy Wilder und John Wayne bis zu Marlene Dietrich und Cary Grant. Als Attraktion bei der größten Show der Welt, mit der der Circus Barnum durchs Land zieht, geht er in der Zeitmaschine des Zauberers Manzini verloren – und findet sich mitten im Krieg in Berlin wieder. Und hier hat er die Chance, ins Weltgeschehen einzugreifen, denn er wird zum Schoßhund Adolf Hitlers im Führerhauptquartier – und zum Informant für den Widerstand. Mit viel Tempo, Herz und Gefühl inszeniert Jonathan Crown eine abenteuerliche Zeitreise. Er stürzt seinen vierbeinigen Helden in alle möglichen Katastrophen, überrascht aber auch mit verblüffenden Wendungen ins Kuriose. Ein grandioses Lesevergnügen!
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jonathan Crown, ist das literarische Alter Ego von Christian Kämmerling, einem der führenden deutschen Journalisten. Er war Mitbegründer und Chefredakteur des SZ-Magazin, das in den Neunzigerjahren Furore machte. Das Hörbuch ist bei DAV erschienen.
Beiträge
Was für ein goldiges Buch!
Levi, ein Hund, lebt mit seiner Familie in Berlin. Der Vater ist Experte für Plankton-Forschung und hoch angesehener Biologe. Doch plötzlich muss jeder in der Familie den Vornamen ändern, ein neues Gesetz will es so. Dann muss halt auch Levi einen neuen, ungefährlichen Namen bekommen, also heißt er ab sofort Sirius. Und als die Häuser in der Nachbarschaft brennen und niemand löschen will, bricht Sirius mit seiner Familie auf in ein großes, unbekanntes Land. Die Schrecken des dritten Reichs und des zweiten Weltkriegs erzählt von einem Hund. Viele politische Größen und Hollywoodstars begegnen ihm, durch einige verrückte Zufälle geht die Geschichte immer weiter, um dann, viele Jahre und Zufälle später, da zu enden, wo sie angefangen hat. Ein wunderbares Buch, natürlich mit einer fiktiven Geschichte, aber.....weiß man das wirklich so genau...😉? Ganz nebenbei habe ich über einige historische Persönlichkeiten noch einiges lernen können, ein nicht ganz unwichtiger Aspekt, den das Lesen mit sich bringt. Ganz große Leseempfehlung!!!
Ein Hund im Strudel der Geschichte 🐾📖🕰️
Jonathan Crowns Roman „Sirius“ erzählt die Geschichte eines Foxterriers, der zum Zeitzeugen der dunkelsten Jahre des 20. Jahrhunderts wird. Geboren 1938 in Berlin wächst Sirius bei der jüdischen Familie Liliencron auf, bis diese nach den Novemberpogromen alles verliert und ins Exil nach Hollywood fliehen muss. Während sein Herrchen Carl Liliencron als ehemaliger Wissenschaftler ums Überleben kämpft, nimmt Sirius das Leben mit einer eigenwilligen Mischung aus Neugier, Melancholie und erstaunlicher Selbstständigkeit. Was folgt, ist eine abenteuerliche Reise durch Emigration, Filmsets, Zirkuswelten und schließlich zurück ins kriegsgezeichnete Berlin. Der Roman beginnt stark. Besonders der erste Teil, der das Leben der Familie Liliencron in Berlin beschreibt, hat mich überzeugt. Die schleichende Bedrohung, der Verlust von Ansehen, Beruf und Sicherheit und schließlich die Flucht werden eindringlich und ruhig geschildert. Gerade diese „leisen“ Passagen gehören für mich zu den stärksten Momenten des Buches. Wenn Carl Liliencron begreift, dass ein ganzes Leben innerhalb weniger Briefe und Verordnungen ausgelöscht wird, entfaltet der Text eine große emotionale Kraft. Auch sprachlich hat dieser erste Abschnitt viel zu bieten. Trotz einfacher Satzstrukturen entstehen immer wieder Bilder, die hängen bleiben. Der Blick auf den Herbst über Berlin, auf Tränen, die sich wie Regen anfühlen, oder auf einen einzigen Koffer, in den die Vergangenheit gezwängt werden muss, gehört zu den gelungensten Momenten des Romans. Hier zeigt sich, dass Jonathan Crown Atmosphäre sehr wohl kann, wenn er sich Zeit lässt. Im Mittelteil verlagert sich die Handlung nach Hollywood und verliert für mich an Tiefe. Die Begegnungen mit Stars und berühmten Namen nehmen viel Raum ein und wirken zunehmend wie eine Aufzählung. Die Geschichte kippt hier in eine Art überzeichnete Abfolge von Stationen, die eher behauptet als wirklich erzählt werden. Der Hund wird immer stärker vermenschlicht, seine Gedanken und Fähigkeiten überschreiten für meinen Geschmack irgendwann die Grenze dessen, was als literarische Setzung noch trägt. Die Grundidee bleibt charmant, nutzt sich aber ab. Auch der dritte Teil konnte mich nicht mehr richtig zurückholen. Die Handlung wird zunehmend konstruiert, stellenweise unrealistisch und verliert die emotionale Erdung, die den Anfang so stark gemacht hat. Gerade im Vergleich zu den stillen, dichten Berliner Passagen wirken diese Abschnitte zu verspielt und zu sehr auf Kuriosität angelegt. Trotzdem möchte ich den Roman nicht schlechter machen, als er ist. „Sirius“ ist gut lesbar, stellenweise warmherzig und hat eine klare Grundidee. Er zeigt auf eigene Weise das Leben jüdischer Emigranten, die Absurdität von Ruhm im Exil und die Willkür der Geschichte. Für mich funktioniert das Buch aber immer dann am besten, wenn es innehält und einen Schritt zurück macht. ⭐️⭐️⭐️

Eine spannende Reise durch die Zeit an der Seite des kleinen Hundes und seiner Familie. Trotz Perspektive des Hundes sehr authentisch, da wirklich gut recherchiert und mit historisch belegten Fakten untermalt. Getragen von Ironie und Humor, der Tragödien der Vergangenheit und wer beim Showdown immer noch trockene Augen hat, sollte dringend das Gespräch mit einem Baum suchen (kleiner Sirius Insider).
Eine nette und verspielte Art historische Geschehnisse zu beleuchten.
Es gibt sehr viele Bücher über den Nationalsozialismus und die schrecklichen Geschehnisse, die damit einhergehen. Dieses Buch findet einen schönen Ansatz die Zeit zu beleuchten. Protagonist ist der kleine Hund Sirius, der bei einer deutsch-jüdischen Familie aufwächst, während die Nationalsozialisten an die macht kommen. Es zeigt auf berührende Art und Weise wie tiefgreifend die politischen Ereignisse das Leben von alles egal ob Tier oder Mensch verändert haben. An manchen Stellen ist mir das Buch etwas zu oberflächlich.Trotzdem eine nette und innovative Idee Geschichte begreifbar zu machen.










